Fußball: Frauen-Landesliga 4
SV Herbern gegen Concordia Flaesheim: Der Start ins große Unbekannte

Herbern -

Frank Große-Budde dürfte bei einem Kader von rund 30 Spielerinnen eigentlich keine Personalsorgen haben. Hat der Trainer des SV Herbern aber: Zum Saisonstart gegen Concordia Flaesheim steht ihm noch nicht mal das volle Auswechselkontingent zur Verfügung.

Mittwoch, 21.08.2019, 18:15 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 18:20 Uhr
Die Herbernerinnen – hier Merle Urban (l.) – starten in eine noch ungewisse Saison.
Die Herbernerinnen – hier Merle Urban (l.) – starten in eine noch ungewisse Saison. Foto: flo

Prall gefüllt ist der Kader der Herberner Landesliga-Fußballerinnen, auf „rund 30 Spielerinnen“ schätzt Trainer Frank Große-Budde die Größe. „Das ist ja das Verrückte.“ Denn zum Saisonstart, am kommenden Sonntag auf dem heimischen Kunstrasen gegen SuS Concordia Flaesheim (Anpfiff 15 Uhr), stehen dem Coach wohl nur 13 Frauen zur Verfügung – Urlaub, Verletzungen und Beruf lassen grüßen.

Dass die Partie überhaupt stattfindet, ist nur der Tatsache geschuldet, dass die Concordia die gleichen Probleme hat. Warum man die Partie dann nicht gleich abgesagt hat? „Flaesheim stehen unter der Woche noch weniger Spielerinnen zur Verfügung“, erklärt Große-Budde. „Das wird eine Partie werden zwischen zwei Mannschaften, die noch nicht wissen, wo sie stehen.“

Stand heute, wäre ich froh, wenn wir gerade so über die Linie springen.

SVH-Trainer Frank Große-Budde über das aktuelle Saisonziel

Dass die Vorbereitung so durchwachsen verlief, ist auch der Tatsache geschuldet, dass der SVH lange auf der Suche nach einem neuen Trainer war. Erst im Juli war mit dem 50-jährigen Große-Budde, der die Blau-Gelben erst in der Saison 2017/18 zum Aufstieg geführt hatte, ein Nachfolger für das Interimsduo Heiner Döbbe und Björn Christ gefunden, die ihrerseits nach dem Abschied von Große-Budde-Nachfolger Andreas Weber mitten in der Spielzeit 2018/19 übernommen hatten.

„Da muss ich ein großes Lob an Kapitänin Laura Brockmeier und den Mannschaftsrat aussprechen, die bis dahin schon einen Vorbereitungsplan ausgearbeitet hatten“, so der neue – und alte – Coach über seine unerwartete Rückkehr an den Siepenweg.

Wie steht es nun um das Saisonziel der SVH-Frauen, die die vergangene Saison als Liga-Neuling auf Platz neun abschlossen? „Der Kader hat an sich schon Landesliga-Qualität“, sagt der Trainer. Aber: „Stand heute, wäre ich froh, wenn wir gerade so über die Linie springen. Unser wahres Gesicht werden wir vermutlich erst ab dem dritten oder vierten Spieltag zeigen können.“

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