Fußball: Kreisliga A 2 Münster
Die volle Breitseite – TuS Ascheberg schießt SV Herbern 2 ab

Ascheberg -

Der TuS Ascheberg hat das Ortsduell gegen die U 23 des SV Herbern – auch in der Höhe verdient – mit 5:1 (2:0) gewonnen. Neben einer Vielzahl an dicken Fehlern in der SVH-Hintermannschaft war noch etwas anderes entscheidend.

Donnerstag, 12.09.2019, 22:30 Uhr aktualisiert: 12.09.2019, 22:34 Uhr
Sinnbildhaft: Der Ascheberger Christopher Frede (r.) nimmt Maß, Leidtragender ist SVH-Mann Simon Schwert.
Sinnbildhaft: Der Ascheberger Christopher Frede (r.) nimmt Maß, Leidtragender ist SVH-Mann Simon Schwert. Foto: flo

Was für ein Abend. Der TuS Ascheberg, denkbar schlecht in die Saison gestartet, hat dem U 23 des SV Herbern, bis gestern noch ohne Niederlage, in einem sehr einseitigen A-Liga-Derby eine amtliche Abreibung verpasst. Mit 5:1 (2:0) gewann die Elf von Martin Ritz das Match. Und auch wenn es sich für die Blau-Gelben bitter anhören mag: Mit dem Endresultat waren sie noch gut bedient. Fand auch TuS-Coach Martin Ritz: „Ich will nicht vermessen klingen. Aber angesichts der vielen erstklassigen Chancen, die wir nicht genutzt haben, wären auch ein sechstes oder siebtes Tor machbar gewesen.“

Hanebüchene SVH-Patzer

Entsprechend bedient war Herberns Coach Daniel Heitmann: „Wenn du fünf halbe Eigentore produzierst, dann darfst du dich über so ein Resultat nicht beschweren.“ Tatsächlich war es eine Vielzahl an hanebüchenen SVH-Abwehrfehlern, die die Gastgeber auf die Siegerstraße brachten. Das 1:0 (7.) ging zu einem großen Teil auf das Konto von Gäste-Keeper Timo Zurloh, der Mirco Schwipps verunglückte Flanke Dennis Heinrich quasi vor die Füße legte. Nach Florian Zahltens Eckstoß nur 120 Sekunden später hätten die Gäste zwei Mal klären können, ehe Marcel Hartwig, wahrlich kein ausgebildeter Torjäger, resolut drauf hielt.

Vor Heinrichs 3:0, der Referee hatte die Partie gerade wieder angepfiffen, patzte Youngster David Mangold, vor dem 4:0 (58./Schwipp) der erfahrene Stefan Roters. Ein weiteres Mal unsortiert war Herberns Deckung in Minute 83, die Folge: das 5:1 durch den eingewechselten Dustin Hölscher. Das einzige Gästetor erzielte Tom-Louis Brinkmann per Strafstoß, Zahlten hatte Robin Krysiak in der Box gelegt.

Einstellung entscheidend

Zur Wahrheit gehört indes, dass die Hausherren die Besucher permanent stressten und so die Aussetzer in der SVH-Hintermannschaft förmlich erzwangen. Während Ascheberg sämtliche Derby-Tugenden – Biss, gesunde Härte, Laufbereitschaft – abrief, haderte Heitmann mit der nicht vorhandenen Einstellung seiner Schützlinge: „Auch deshalb haben wir so hoch verloren.“

TuS: Auferkamp – Roberg, Hartwig, Frede, Müller – Zahlten (81. Sobbe), Westhoff, Wiggermann (89. Brumann – Schwipp (86. Krause), Heinrich, Witthoff (66. Hölscher). SVH 2: Zurloh – Närdemann (38. Eickholt), Bergmann, Roters, Mangold – Schulte, K. Höring (71. Selhorst) – Schwert (46. Hönekop), Breloh (81. Bolland), Krysiak – Brinkmann. Tore: 1:0 Heinrich (7.), 2:0 Hartwig (9.), 3:0 Heinrich (46.), 4:0 Schwipp (58.), 4:1 Brinkmann (63./FE), 5:1 Hölscher (83.). Beste Spieler: Hartwig, Hölscher, Westhoff, Schwipp/keine

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