Fußball: Kreisliga A 2 Münster
Davaria Davensberg gegen TuS Ascheberg: Hektik, Wut und Ärger

Davensberg -

Nach einem Fußballspiel gibt es meistens einen zufriedenen Trainer, wenn auch nur einen. Nach dem Derby zwischen Davaria Davensberg und TuS Ascheberg war das nicht so. Beide Coaches waren stinksauer – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Sonntag, 22.09.2019, 23:30 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 11:28 Uhr
Anschubhilfe? Nein – TuS-Spieler Tim Witthoff will nur das Leder, das Davare Umberto Nicosia nicht abgeben möchte.
Anschubhilfe? Nein – TuS-Spieler Tim Witthoff will nur das Leder, das Davare Umberto Nicosia nicht abgeben möchte. Foto: Christian Besse

Mächtig angefressen waren beide Trainer nach dem Kreisliga-Derby zwischen Davaria Davensberg und TuS Ascheberg – der eine wegen des Schiedsrichters, der andere wegen des Spielniveaus.

„Das hat den Jungs den Lohn gekostet“, schimpfte Masen Mahmoud , Spielertrainer der Gastgeber, über den Unparteiischen. Dieser hatte nach einem Tor von Mahmoud Mahmoud kurz vor Schluss Abseits gepfiffen. „Unerklärlich . . .“, so der Coach. Auch Davare Ali Fayad war mit der Entscheidung des Schiedsrichters nicht einverstanden – und sah wegen Meckerns die rote Karte.

Wer nun gedacht hatte, das TuS-Trainer Martin Ritz mit dem 1:0 (1:0)-Sieg seines Teams umso zufriedener gewesen wäre, sah sich getäuscht. Ritz, der schon während der Partie mehrfach seinen Unmut über den Auftritt seiner Mannschaft kundgetan hatte, meinte nach dem Schlusspfiff: „Das war ein wildes Gepöhle. Abhaken und fertig . . .“

Unzufrieden sein musste der Ascheberger Trainer nicht nur mit dem Spielniveau, sondern auch wegen der mangelnden Chancenverwertung der Schwarz-Grünen. Schon zur Pause hätte es 4:0 aus Sicht der Gäste stehen und das Spiel somit schon entschieden sein können. Doch Marcel Hartwig (15./Lattenschuss), Dennis Heinrich (24.) Henrik Wiggermann (25.) und Florian Zahlten per Freistoß (26.) verpassten ihre Gelegenheiten.

Das war ein wildes Gepöhle. Abhaken und fertig . . .

TuS-Trainer Martin Ritz

Das brachte die bis dahin unterlegenen Gastgeber ins Spiel – und hätte Umberto Nicosia vorher mehr Zielwasser getrunken, wäre die Davaria in Führung gegangen (34.). Es waren dann doch die Aschberger: Kurz vor dem Pausenpfiff überraschte Dustin Hölscher Davensbergs Keeper Andreas Stilling aus spitzem Winkel.

Nach dem Seitenwechsel kam Hektik auf. Unnötige Fouls, Nickeligkeiten, entsprechend viele Unterbrechungen durch den Schiedsrichter – ein wirklicher Spielfluss kam nicht mehr zustande.

Torchancen gab es dennoch: Zunächst kam Davare Jonas Loose am langen Pfosten einen Schritt zu spät (47.). Dann lenkte TuS-Keeper Finn Auferkamp einen Freistoß von Dennis Kreuzberg an die Latte (56.). Auf der anderen Seite bediente Tim Witthoff von der rechten Seite Heinrich, doch der scheiterte an Stilling (66.). Der TuS musste also weiter der ersten Hälfte hinterhertrauern. Und tatsächlich jubelten die Davaren am Ende doch noch – wenn auch nur für wenige Sekunden.

Davaria : Stilling – Menze, Grote (61. Assad Pour), Atalan, Mahm. Mahmoud – J. Morsel, U. Nicosia, J. Raed, Kreuzberg – Loose, Fayad. TuS: Auferkamp – Hartwig, Frede, Rüschenschmidt (90. Müller) – Lohmann, Zahlten, Westhoff (27. Roberg), Witthoff – Heinrich (83. Bolle), Hölscher (79. Krause), Wiggermann. Tor: 0:1 Hölscher (42.). BV: Rote Karte gegen Fayad (89.). Beste Spieler: J. Morsel, Atalan, Stilling / Witthoff, Hölscher.

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