Fußball: Schiedsrichter-Aufstieg
Riesenspaß für Single Markus Holtmann

Herbern -

Markus Holtmann (SV Herbern) ist Referee mit Leib und Seele. Inzwischen pfeift der Ascheberger in der Westfalenliga. Für ihn selbst eine tolle Sache – nur nicht eben beziehungsfördernd.

Freitag, 15.11.2019, 23:58 Uhr aktualisiert: 22.11.2019, 11:44 Uhr
Zeigt, wenn es sein muss, auch schon mal die gelbe und die rote Karte – in dem Fall unserer WN-Mitarbeiterin.
Zeigt, wenn es sein muss, auch schon mal die gelbe und die rote Karte – in dem Fall unserer WN-Mitarbeiterin. Foto: Isabel Schütte

In diesem Sommer ist Markus Holtmann , der als Schiedsrichter für den SV Herbern pfeift, in die Westfalenliga aufgestiegen. Der 27-Jährige ist seit 2017 als Unparteiischer bei den Blau-Gelben. Dass er seit Mitte des Jahres auf diesem Niveau pfeifen darf, freut den Ascheberger sehr. „In gut einem halben Jahr hatte ich bereits 25 Einsätze. In der sechsthöchsten Liga zu pfeifen, das ist schon einen Tacken professioneller und macht Riesenspaß“, so Holtmann.

Seitdem er 2002 seine erste Prüfung als Schiri-Einsteiger bestanden hatte, ging der Weg für Holtmann nur nach oben. Er kämpfte sich durch die Spielklassen und schaffte 2012 den Sprung in die Landesliga. Der neue Job ist für ihn eine neue Herausforderung: „Man kommt in Ligen, wohin ich es als Spieler nie geschafft habe.“ Und: „In den unteren Klassen war ich immer allein unterwegs, jetzt sind wir zu dritt. Auch das ist von Vorteil. Man lernt sich untereinander besser kennen.“

Ärger mit der Ex-Freundin

Die Wege, die Holtmann für die einzelnen Spiele zurücklegen muss, sind schon beachtlich. „100 Kilometer pro Weg sind eigentlich normal. Als Schiedsrichter-Assistent bin ich auch schon 150 gefahren.“ Beziehungsfreundlich ist dieses Hobby wahrlich nicht. „Zurzeit bin ich Single, es gab in der Vergangenheit aber auch schon mal Diskussionsbedarf mit meiner damaligen Freundin, denn es geht sehr viel Zeit hierfür drauf. Der Sonntag ist kaputt, ich fahre meistens mittags los und komme am frühen Abend erst wieder nach Hause“, berichtet Holtmann.

In der vergangenen Spielzeit wurde der Betriebswirt als Schiedsrichter acht Mal beobachtet. Alle Prüfungen bestand Holtmann mit Bravour. Und so war die Nominierung für die Westfalenliga-Saison eine logische Folge. Von den 20 Schiedsrichtern im Perspektivkader für die sechste Liga schafften den Sprung sieben, darunter eben auch der Ascheberger. Eigentlich sei er damit fast am Ziel angekommen: „Vielleicht geht es noch eine Klasse höher, aber dann wird wohl Schluss sein. Denn für einen Unparteiischen bin ich ja auch nicht mehr der Jüngste.“

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