Fußball: Kreisliga A 2 Münster
SV Herbern 2 dreht Derby gegen TuS Ascheberg

Herbern -

Der TuS Ascheberg ging im Gemeindederby beim SV Herbern 2 in Führung und sah auch sonst wie der kommende Sieger aus. Doch dann kam Halbzeit zwei.

Sonntag, 01.12.2019, 20:45 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 19:22 Uhr
Du kommst hier nicht vorbei: Aschebergs Henrik Wiggermann (l.) versucht, SVH-Spieler Robin Krysiak vom Ball zu trennen.
Du kommst hier nicht vorbei: Aschebergs Henrik Wiggermann (l.) versucht, SVH-Spieler Robin Krysiak vom Ball zu trennen. Foto: Leon Sicking

Das Gemeindederby zwischen dem SV Herbern 2 und dem TuS Ascheberg ist immer eine brisante Angelegenheit. Die Kreisligisten liegen in der Tabelle nicht weit voneinander entfernt und trafen am Sonntagmittag am Siepenweg in Herbern bei frostigen Temperaturen aufeinander.

Den Hausherren merkte man zu Beginn der Partie die Nervosität, die sie in den letzten Spielen (vier Niederlagen in Folge) gesammelt hatten, an. Ascheberg kam sehr gut ins Spiel. Meistens ging es bei den Gästen über die Außenbahnen. Durch präzise Flanken auf die langen Stürmer strahlten sie in der Anfangsphase deutlich mehr Torgefahr aus.

Folgerichtig gingen die Ascheberger auch fünf Minuten vor der Pause in Führung. Ein gut getretener Freistoß von Christopher Frede fand Lukas Lohmann, der sich am langen Pfosten weit und breit keinem Gegenspieler gegenübersah und somit genügend Zeit hatte, den Ball überlegt in die Mitte abzulegen. Dort fand er Tim Witthoff, der nur noch den Fuß reinhalten musste. Vorher wurden aber mehrere gute Gelegenheiten ausgelassen: Entweder versuchten die Gäste es zu kompliziert oder sie scheiterten am souveränen SVH-Schlussmann Sebastian Adamek . „Wir haben unsere Überlegenheit nicht umgemünzt“, ärgerte sich TuS-Trainer Martin Ritz.

Denn die mangelhafte Chancenverwertung der Ascheberger rächte sich im zweiten Durchgang. Da spielten die Hausherren deutlich stärker auf. „Wir wollten uns in der zweiten Halbzeit auf unsere Stärken besinnen“, sagte SVH-Coach Daniel Heitmann – das gelang dem SVH gut. Von der nervösen, etwas wackeligen Gangart aus dem ersten Durchgang war nichts mehr zu sehen. Nach zehn Minuten in Halbzeit zwei traf Leon Krampe, der den Ball vorher von Simon Schwert wie auf dem Silbertablett serviert bekommen hatte, zum Ausgleich.

Das Tor brachte noch mal Schwung in die Partie. Beide Mannschaften wollten das Derby für sich entscheiden. Ascheberg hatte in der 60. Minute die Riesengelegenheit zur Führung: Adamek traute sich weit aus seinem Kasten und irrte dann ohne Chance auf den Ball außerhalb seines Sechzehners herum. Wie Tim Witthoff den Ball aus 20 Metern weit über das freie Gehäuse der Hausherren jagte, bleibt wohl sein Geheimnis. Auf der anderen Seite der Lucky Punch: Kurz vor Abpfiff stocherte Maximilian Drews das Leder nach einer Ecke über die Linie.

SVH 2: Adamek – Kortendick, Bergmann, Hülk, Mangold (61. Hönekop) – Schwert (92. J. Dubicki), Gröne, Drews, Schmitt, Le. Krampe (77. Brinkmann) – Krysiak. TuS: Auferkamp – Lohmann, Hartwig (81. Müller), Frede, Rüschenschmidt – Westhoff, Roberg, Wiggermann (86. Bolle) – Heinrich, Witthoff (74. Hölscher), Schwipp (46. Breuer). Tore: 0:1 Witthoff (40.), 1:1 Krampe (57.), 2:1 Drews (90.). Beste Spieler: Schwert, Drews / Schwipp.

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