Fußball: Hallenturnier
Attraktiv? Ja, aber . . . – Mehr Ab- als Zusagen beim Davertpokal

Ascheberg -

Der Davertpokal – Auflage Nummer 34 steigt vom 3. bis zum 5. Januar – ist das bedeutendste Hallenturnier im Altkreis. Man würde also annehmen, dass sich Manfred Reckel (TuS Ascheberg) vor Anfragen kaum retten konnte. Oder?

Dienstag, 03.12.2019, 19:45 Uhr aktualisiert: 03.12.2019, 19:50 Uhr
Im Vorjahresendspiel unterlag Titelverteidiger SV Herbern (r. Vincent Sabe) dem SC Münster 08 2 mit 4:5.
Im Vorjahresendspiel unterlag Titelverteidiger SV Herbern (r. Vincent Sabe) dem SC Münster 08 2 mit 4:5. Foto: flo

Zu beneiden ist Manfred Reckel nicht. Der Mann vom TuS Ascheberg, ehemaliger Abteilungsleiter Fußball und inzwischen im Beirat des Vereins tätig, hatte die Aufgabe, ein möglichst attraktives Teilnehmerfeld für die 34. Auflage des Davertpokals vom 3. bis zum 5. Januar auf die Beine zu stellen. Der Ur-Ascheberger hat darin einige Übung, telefonierte sich seit Juli die Finger wund – und fing sich doch einen Korb nach dem nächsten ein, 35 insgesamt.

Nicht, dass der Budenzauber an der Nordkirchener Straße über die Jahre an Attraktivität eingebüßt hätte. Spielerbörse, Treffen Ehemaliger, hohes Indoor-Niveau: Es hat schon seinen Grund, dass die Halle an allen Tagen rappelvoll ist. Auch bei den Aktiven stehe der Davertpokal weiter hoch im Kurs, weiß Reckel. Aber? „Oft sind es die Trainer, die bremsen.“ Der frühe Termin passe nicht so recht zur Rückrundenvorbereitung, viele Klubs steigen erst zwei, drei Wochen später ins Training ein. Dazu die Sorge, ein Spieler könne sich verletzen und mit Blick auf die Meisterschaft ausfallen. Deshalb hätten, nur drei Beispiele, Landesligist Werner SC sowie die Bezirksligisten SF Merfeld (vor zwei Jahren eine der Positiverscheinungen) und SuS Olfen abgewunken.

Davertpokal vs. HKM

Andere nutzen das erste Januarwochenende für einen Kurzurlaub – oder sie haben andernorts zugesagt. „Weh tun uns vor allem die Hallenkreismeisterschaften in Warendorf“, so der TuS-Verantwortliche. Beim SV Drensteinfurt etwa, aufgrund der räumlichen Nähe ein logischer Kandidat und in früheren Jahren Davertpokal-Stammgast, brauche er gar nicht erst anzufragen – „die kicken eh bei den HKM“. Reckel bringt in dem Zusammenhang eine Absprache der Termine auf Kreisebene ins Gespräch, so dass man einander nicht potenzielle Mannschaften wegnehme.

Debütant Overberge springt für Vinnum ein

Umso bemerkenswerter, dass es Reckel geschafft hat, 16 Teams zu rekrutieren, die ein ansehnliches Niveau garantieren. Ganze zwei B-Ligisten – BW Ottmarsbocholt (seit 1987 ununterbrochen dabei) und der TuS Hiltrup 2 – machen mit, ansonsten nur Landes-, Bezirks- und A-Ligisten. Wobei die Südstädter und die Blau-Weißen beste Chancen haben, in der kommenden Spielzeit ebenfalls im Kreisoberhaus aufzuschlagen. Premierengäste sind die A-Ligisten VfB Lünen und FC Overberge (Last-Minute-Ersatz für Westfalia Vinnum).

Es mache einfach keinen Sinn, B- oder gar C-Ligisten einzuladen, die teils hohe Pleiten kassierten und – schlimmer noch – fehlendes fußballerisches Können durch gesundheitsgefährdendes Einsteigen wettzumachen versuchten, so der Mann, der neben Ludger Rüschenschmidt den Orga-Hut auf hat. Beim Traditions-Event, das der TuS, der SV Herbern und Davaria Davensberg reihum ausrichten, sind Anfang Januar gut 40 Helfer im Einsatz – Akteure der ersten und der zweiten Mannschaft, der Alten Herren sowie des Damen-Teams.

Eine Wissenschaft für sich: die Gruppeneinteilung

Mit der Auslosung zum Davertpokal verhält es sich ein bisschen so wie mit der Vorrundenbestückung bei der EM 2020: Selbst Menschen mit abgeschlossenem Mathe-Studium können kaum nachvollziehen, wieso sich welches Team in welcher Gruppe mit welchen Gegnern misst. Wie gut, dass wenigstens ein Mann den Durchblick behält: Manfred Reckel. „Man muss schon ein paar Dinge beachten“, lacht der Mitorganisator. Ascheberg und Herbern am selben Tag? Womöglich in derselben Gruppe? Gehe gar nicht, da kein anderes Team so viele Fans mobilisiere. Für Ausrichter Nummer drei, Davaria Davensberg, müsse nach Möglichkeit ebenfalls ein eigenes Grüppchen gefunden werden: „Unser Wunsch ist ja immer, dass alle Gemeindevertreter am Sonntag dabei sind.“ Zudem seien die beiden Landesligisten (SV Herbern, VfL Senden) als Gruppenköpfe gesetzt. SVH 1 und SVH 2 sollten überdies frühestens in der Zwischenrunde aufeinandertreffen. Die folgende Einteilung ergibt sich da fast von allein: (Fr.): Union Lüdinghausen (BZL), Westfalia Wethmar (BZL), TuS Ascheberg (KLA), BW Ottmarsbocholt (KLB) (Fr.) FC Overberge, SV Herbern 2, Davaria Davensberg, Münster 08 2 (alle KLA) (Sa.): SV Herbern (LL), Concordia Albachten (BZL), 3. TuS Hiltrup 2 (KLB), VfB 08 Lünen (KLA) (Sa.): VfL Senden, FC Nordkirchen, SG Selm, Fort. Seppenrade (flo)

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