Fußball: Davertpokal
SV Herbern wie ein Transrapid, blaues Auge für den VfL Senden

Ascheberg -

Der SV Herbern erwies sich am zweiten Turniertag in seiner Vorrundengruppe als übermächtig – anders als Landesliga-Konkurrent und Mitfavorit VfL Senden. A-Ligist Fortuna Seppenrade spielte stark, konnte sich am Ende aber nichts dafür kaufen.

Samstag, 04.01.2020, 22:30 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 21:26 Uhr
Außenseiter Fortuna brachte Favorit VfL an den Rand eines Vorrunden-Ausscheidens – hier Sendens Felix Berning (4) in der Seppenrader Zange.
Außenseiter Fortuna brachte Favorit VfL an den Rand eines Vorrunden-Ausscheidens – hier Sendens Felix Berning (4) in der Seppenrader Zange. Foto: Christian Besse

Die Landesligisten SV Herbern und VfL Senden haben am Samstag den Sprung in die Hauptrunde des Davertpokals geschafft. Ausgeschieden ist dagegen A-Ligist Fortuna Seppenrade .

Der SVH rauschte wie ein Transrapid durch seine Vorrunden-Gruppe C. B-Ligist TuS Hiltrup 2 wurde standesgemäß mit 7:2 abgefertigt, Bezirksligist Concordia Albachten mit 5:0. Der Torhunger der Herberner war damit aber noch nicht gestillt. Im letzten Gruppenspiel erwischte es die bedauernswerte Mannschaft des VfB Lünen, immerhin in der A-Liga 2 Dortmund Tabellendritter. Sie kam mit 1:11 unter die Räder – und dabei noch gut weg: Anfangs hatten die Blau-Gelben im Minutentakt getroffen.

Hinter dem übermächtigen SVH schaffte es Albachten als Gruppenzweiter in die Hauptrunde – mit nur drei Punkten. Auch Hiltrup 2 und Lünen hatten nicht weniger Zähler, aber die schlechteren Torverhältnisse.

In Gruppe D kam der VfL Senden mit einem blauen Auge davon. Der Turnier-Mitfavorit siegte zum Auftakt gegen A-Ligist SG Selm mit 6:1. Dann jedoch stolperte der VfL gegen Bezirksligist FC Nordkirchen mit einer 3:6-Niederlage. Sendens Keeper Johannes Brückner sah die Rote Karte, als er den Ball knapp außerhalb des Kreises berührte. Für ihn zog Philipp Wilbers die Torwarthandschuhe über. Doch auch er stand nicht lange im Kasten. Nur wenige Minuten waren in der abschließenden Partie gegen A-Ligist Fortuna Seppenrade gespielt, als Wilbers unglücklich mit Fortune Jannis Harder zusammenstieß. Der Sendener wurde mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert, der anfängliche Verdacht auf eine Wirbelverletzung hat sich aber offenbar nicht bestätigt.

Für Wilbers rückte nun Georg Schrader ins VfL-Gehäuse nach. Einen leichten Job hatte er nicht, ebenso wenig wie seine Vorderleute. Außenseiter Seppenrade brachte Senden an den Rand eines Ausscheidens schon in der Vorrunde. Die Fortuna führte mit 2:0, lag mit 2:4 zurück und kam noch einmal auf 3:4 und 4:5 heran. Am Ende sollte es aber nicht reichen. Der VfL ging nach Nordkirchen als Gruppenzweiter über die Ziellinie.

Als Gruppenletzter nach drei Niederlagen wurde die Fortuna weit unter Wert gehandelt. Schon gegen den FCN hatte Seppenrade unglücklich verloren, als Nordkirchens Fernando Manfredi zehn Sekunden vor Schluss zum 2:1 traf. Die zweite Partie gegen Selm verlor Fortuna mit 1:5. „Das war eine klare Einstellungssache“, so Trainer Mahmoud Abdul-Latif. „Hätten wir genauso gespielt wie gegen Nordkirchen und Senden, wären wir auch in dieser Partie für Punkte in Frage gekommen. Das war schade.“

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