Fußball: 34. Davertpokal
Mit Wucht und Verstand – SV Herbern zum zehnten Mal Sieger

Ascheberg -

Der SV Herbern hat zum zehnten Mal den Budenzauber in Ascheberg gewonnen und damit zu Rekordsieger Davaria Davensberg aufgeschlossen. Im Finale schlugen die Blau-Gelben Vorjahressieger Münster 08 2 mit dessen eigenen Waffen.

Sonntag, 05.01.2020, 21:22 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 23:10 Uhr
Verdienter Davertpokalsieger und jetzt auch – gemeinsam mit dem SV Davaria Davensberg – Rekordchampion: Landesligist SV Herbern.
Verdienter Davertpokalsieger und jetzt auch – gemeinsam mit dem SV Davaria Davensberg – Rekordchampion: Landesligist SV Herbern. Foto: Bastian Becker

Bis zum Finale war es ja so: Mit schierer Angriffwucht walzte der SV Herbern alles platt, was sich ihm in den Weg stellte. Während Münster 08 2, der Titelverteidiger, sich mit Cleverness und teils chirurgischer Präzision den Weg ins Endspiel um den Davertpokal bahnte. Aber dann: Beim ultimativen Showdown der beiden besten Turniermannschaften waren es plötzlich die Blau-Gelben, die mit Hirn agierten und geduldig auf die Fehler der bis dahin so kaltschnäuzigen Nullachter warteten – ohne dabei freilich den bewährten Tordrang aufzugeben. 8:3 hieß es nach zum Ende hin erstaunlich einseitigen 20 Minuten aus Sicht des hiesigen Landesligisten. Der hatte sich im Finale vor zwölf Monaten demselben Gegner noch mit 4:5 beugen müssen.

34. Davertpokal

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Die Blau-Gelben haben somit in mehrfacher Hinsicht Davertpokalgeschichte geschrieben. Erstens war der Triumph am Sonntag der zehnte insgesamt, nur Davaria Davensberg kommt auf ebenso viele Erfolge. Zweitens dürfte kein anderes Team in 34 Jahren so häufig getroffen haben wie der SVH – insgesamt sagenhafte 59 Mal. Und den WN ist auf Anhieb auch kein Spieler außer Joe Breloh bekannt, der in zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit verschiedenen Klubs den Titel holte – 2019 mit den Kanalkickern, jetzt mit Herbern.

Halbfinale der Schlüssel

„Wir haben die Nullachter mit ihren eigenen Waffen geschlagen“, so der 22-Jährige, der – natürlich – zu den Endspieltorschützen zählte. Der Schlüssel zum späteren Pokalsieg sei das 9:0 im ersten Halbfinale über den ähnlich hochgewetteten FC Nordkirchen gewesen, so Breloh: „Im Grunde mussten wir im Finale dann bloß noch an diese Leistung anknüpfen.“

Tatsächlich hatte es den Anschein, als begnüge sich das Team von Holger Möllers nicht damit, den Lokalrivalen einfach nur zu bezwingen. Vielmehr sah das Ganze nach einer gezielten Demütigung aus. „Na ja“, relativierte Thomas Eroglu, einer von vielen ehemaligen Herbernern beim FCN: „Wir haben einfach grottenschlecht verteidigt und dem Gegner das Toreschießen allzu leicht gemacht. Aber klar, man kann sich schon vorstellen, wie heiß Holger die Jungs vor dem Duell gemacht hat.“

VfL verspielt 2:0-Führung

Auch die zweite Vorschlussrundenbegegnung zwischen der 08-Reserve und dem VfL Senden war eine vom Ergebnis her klare Angelegenheit – 6:3. Wobei: Ein bisschen durfte der SVH-Klassenkonkurrent schon von der fünften Endspielteilnahme binnen sechs Jahren geträumt haben, Joshua Dabrowski und Hendrik Heubrock hatten früh für den VfL getroffen. „Andere Mannschaften wären beim Stand von 0:2 vielleicht nervös geworden, Münster leider nicht.“ Sagte einer, der es wissen muss, Eldin Celebic. Sendens Edeltechniker hat selber viele Jahre für den Halbfinalkontrahenten gekickt. Was die Nullachter besonders auszeichne? „Das Spiel mit dem fliegenden Torwart, das beherrschen sie perfekt.“ Nun ja: fast perfekt, wie der weitere Abend zeigen sollte.

Die Sendener mussten am Ende mit der Holzmedaille vorliebnehmen. Im Neunmeterschießen um Rang drei unterlagen sie dem FCN mit 1:3, allein Dabrowski traf von der gestrichelten Linie.

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