Fußball: 34. Davertpokal
Alter schützt vor Tordrang nicht – Bülskämper wie in alten Tagen

Ascheberg -

Zu den positiven Überraschungen des traditionsreichen Hallenturniers zählte B-Ligist BW Ottmarsbocholt. Ein Blau-Weißer hat es auch im fortgeschrittenen Alter noch drauf.

Sonntag, 05.01.2020, 22:38 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 22:40 Uhr
Gelernt ist gelernt: BWO-Oldie Ralf Bülskämper (r.).
Gelernt ist gelernt: BWO-Oldie Ralf Bülskämper (r.). Foto: flo

An Tag eins des Davertpokals, am Freitagabend, hörte man ein leises Murren auf den Tribünen. Das Niveaus sei ja wohl höher gewesen damals, zu Beginn des Jahrtausends. Ob das Ralf Bülskämper, einen jener begnadeten Hallenzocker vergangener Zeiten, dazu bewogen habe, am Finaltag doch noch mal ins Geschehen einzugreifen? „Nein“, grinste der 47-Jährige, „geplant war das nicht.“ Er sei nur deshalb eingesprungen, da sein Team, BW Ottmarsbocholt, mal wieder arge Personalprobleme hatte. Aber, was soll man sagen: Gelernt ist gelernt. Der Mann, der der Vater fast aller Turnierteilnehmer sein könnte, hat es immer noch drauf. Zwei Treffer schenkte Bülskämper zum Beispiel dem späteren Finalisten Münster 08 2 ein.

Überhaupt zählten die Blau-Weißen zu den positiven Erscheinungen der 34. Auflage. „Hätte doch keiner gedacht, dass wir, ein B-Ligist, uns überhaupt für die Finalrunde qualifizieren“, so Matthias Gerigk. Der BWO-Spielertrainer, zu Hiltruper Zeiten mal bester Turnierschütze in Ascheberg, ließ ebenfalls hier und da sein technisches Vermögen aufblitzen.

Nicht ganz zufrieden mit dem Abschneiden seiner Mannen war Masen Mahmoud. Der Coach des A-Ligisten Davaria Davensberg ärgerte sich vor allem über das 2:6 in der ersten Endrundenbegegnung gegen den VfL Senden: „Da haben wir es im Grunde bereits vergeigt.“ Anschließend steigerten sich die Davaren. Dank des späten Treffers von Roman Emann zum 6:5-Sieg über Bezirksligist Wethmar bestand vor dem abschließenden Match gegen Herberns sogar die klitzekleine Chance, doch noch die Vorschlussrunde zu erreichen. Und auch beim 4:7 gegen den schließlichen Champion enttäuschte Davensberg keineswegs. „Das war ein versöhnlicher Abschluss“, fand Mahmoud.

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