Tischtennis: Namhafter Coach
Ein echter Coup – Steffen Potthoff coacht Nachwuchs des TuS Ascheberg

Ascheberg -

Der TuS Ascheberg hat einen neuen Jugendtrainer verpflichtet. Klingt erstmal nicht so spektakulär, ist es aber. Der neue Mann war in den höchsten deutschen Ligen aktiv.

Dienstag, 07.01.2020, 19:29 Uhr aktualisiert: 13.01.2020, 19:56 Uhr
In jungen Jahren bestritt Steffen Potthoff mal vor großer Kulisse am Berg Fidel ein Show-Match gegen Superstar Dimitrij Ovtcharov.
In jungen Jahren bestritt Steffen Potthoff mal vor großer Kulisse am Berg Fidel ein Show-Match gegen Superstar Dimitrij Ovtcharov. Foto: pl

André Schneider hat an sich nichts gegen Fußball. Außer, dass die bereffende Abteilung des TuS Ascheberg „die Schulhöfe komplett leersaugt“. Wolle man im Werben um Talente mit der weit und breit populärsten Sportart nicht gänzlich unter die Räder geraten, müsse man sich schon was einfallen lassen, erklärt der Pressebeauftragte des örtlichen Tischtennisvereins. Haben sie dann ja auch gemacht beim TuS. Der Mann, der den Kindern und Jugendlichen in Ascheberg fortan Beine machen soll, könnte prominenter nicht sein: Steffen Potthoff , langjähriger Zweitligaspieler (GW Hamm, TTC Hagen) und aktuell an Brett eins in der Regionalliga für Union Salzgitter aktiv, fungiert ab sofort als Coach für die Sechs- bis 16-Jährigen im Ort.

„Das ist eine echte Sensation“, erklärt Abteilungs-Vize Oliver Stattmann, der den Deal gemeinsam mit Schatzmeister Karsten Janßen einfädelte, in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Vergleichbare Trainingsbedingungen für den Nachwuchs mit einem derart hochklassigen Spieler mit Bundesligaerfahrung und Erfahrung als Coach dürfte es in der Umgebung kaum geben. Damit hoffen wir, dass wir weitere Kinder für unsere Sportart begeistern können.“ Schließlich konkurriere der TuS nicht nur mit den örtlichen Fußballern, ergänzt Schneider. Auch müsse man sich im Wettbewerb mit den ausbildungsstarken Nachbarvereinen (BW Ottmarsbocholt, Westfalia Senden, Union Lüdinghausen) positionieren.

Positivbeispiel Greven

Dass der Plan aufgehen kann, zeigt das Beispiel Greven, wo Potthoff ebenfalls die Talente anleitet: „Angefangen haben wir dort mit 13 Mädchen und Jungs. Binnen kürzester Zeit hat sich die Trainingsbeteiligung verdreifacht – auch weil der Klub gezielt in die Schulen gegangen ist.“ In Ascheberg umfasst die Übungsgruppe derzeit knapp zehn Spieler.

In den Altkreis hat es den BWL- und Jura-Studenten aus Münster der Liebe wegen verschlagen: „Meine Freundin wohnt in Nordkirchen. Also habe ich die Fühler ein bisschen ausgestreckt.“ Die Ascheberger hätten das größte Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt. Selbst trainiert der 28-Jährige bei seinem Ex-Klub, Drittligist Buschhausen, zu den Spielen in Salzgitter reist er jedes Mal an.

Wie es der Mann, der bei Deutschen Meisterschaften und einem Schaukampf in seiner Heimat zwei Mal die Klingen mit Superstar Dimitrij Ovtcharov kreuzte, in Ascheberg angehen werde? „Den ganz Kleinen ist es vermutlich erstmal egal, ob der Coach in der Kreisklasse oder in der Regionalliga aktiv ist. Da geht es vor allem darum, die Freude am Tischtennis zu vermitteln. Sie zu motivieren, am Ball zu bleiben, wenn es anfangs nicht klappen will“, so der Neue.

Gemeinsam mit Thorsten Müller steht er dem TuS-Nachwuchs immer montags von 17 bis 19 Uhr in der Grundschule mit Rat und Tat zur Seite. Das Duo löst den bisherigen Trainer René Seemann ab, der die Kinder und Jugendlichen im Verein über viele Jahre erfolgreich betreut hat.

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