Fußball: Karriereende
Unglücksrabe Vincent Sabe: Gesundheit geht vor

Ein Mal gemeinsam kicken: Das war der Grund dafür, dass Vincent und Eric Sabe vor anderthalb Jahren beim SV Herbern anheuerten. Daraus wird wohl nichts mehr. Einer der beiden Brüder hängt die Schuhe an den Nagel.

Mittwoch, 29.01.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 30.01.2020, 18:28 Uhr
Vincent Sabe
Vincent Sabe Foto: flo

Kaum hatte sich Vincent Sabe von Fußball-Landesligist SV Herbern nach einjähriger Zwangspause zurückgekämpft, da kam die nächste Hiobsbotschaft: Im Testspiel am Wochenende gegen den SV Wilmsberg riss beim Allrounder – ohne Fremdeinwirkung – erneut das Kreuzband. Die Folgen sind gravierend.

 

Wie geht es Ihnen?

Sabe: Den ersten Schock habe ich halbwegs verdaut. Mitte Februar komme ich unters Messer. Eventuell folgt später eine zweite OP.

Sie haben angedeutet, dass es das jetzt war mit dem Fußball.

Sabe: Das ist so, ja. Das sagt einem schlicht der gesunde Menschenverstand. Es gibt halt noch wichtigere Dinge im Leben – Gesundheit zum Beispiel.

Sie könnten in einer Hobbytruppe zocken.

Sabe: Eher nicht. Da wird ja viel mehr gekloppt als in der Landesliga.

Wie waren die Reaktionen aus der Mannschaft?

Sabe: Die leiden alle mit. Es gab praktisch keinen, der sich nicht gemeldet hat.

Haben Michael Schulte (ebenfalls zum zweiten Mal binnen eines Jahres schwer verletzt – d. Red.) und Sie so eine Art Privat-Contest laufen, wer der größte Unglücksrabe im Verein ist?

Sabe: Könnte man meinen (lacht gequält). Wir tun uns da nicht viel.

Trotzdem sieht man Sie und die übrigen Verletzten immer hinter der Bande – was ja den enormen Zusammenhalt bezeugt und ein Grund für den anhaltenden Erfolg der Truppe ist. Wäre eine Art SVH-Teammanager was für Sie?

Sabe: Habe ich mir noch keine Gedanken zu gemacht. Aber bei der geilen Runde, die die Jungs spielen: Ist doch klar, dass ich sie weiter unterstütze – wenn auch leider passiv.

Sie waren auch deshalb nach Herbern gewechselt, um gemeinsam mit Ihrem Bruder zu kicken. Muss sich der Klub Sorgen machen, dass Eric sich anderweitig umschaut?

Sabe: Kann ich nicht ausschließen. Wobei für Eric ja das Gleiche gilt wie für den Rest: tolle Saison. Insofern spricht einiges dafür, dass er in Herbern bleibt.

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