Fußball: Komfortable Ausgangslage beim SVH
Nichts muss, alles kann – die Ziele des SV Herbern

Herbern -

Der SV Herbern bestreitet am Sonntag, 15 Uhr, sein erstes Pflichtspiel in diesem Jahr gegen die SG Borken. Noch entscheidender für den weiteren Verlauf der Saison dürften drei Spiel im März sein, wie SVH-Coach Holger Möllers im WN-Interview ausführt.

Freitag, 14.02.2020, 20:30 Uhr aktualisiert: 16.02.2020, 22:04 Uhr
Für Holger Möllers (l.) ist es die vorerst letzte Rückrunde in Herbern, seine Assistenten Martin Eickmeyer (M.) und Jens Kalpein bleiben dem SVH über die Spielzeit hinaus erhalten.
Für Holger Möllers (l.) ist es die vorerst letzte Rückrunde in Herbern, seine Assistenten Martin Eickmeyer (M.) und Jens Kalpein bleiben dem SVH über die Spielzeit hinaus erhalten. Foto: flo

Falls „Victoria“, wonach es aussieht, nicht ganz so verheerend bläst wie „Sabine“, beginnt für Fußball-Landesligist SV Herbern mit der Partie gegen die SG Borken am Sonntag, 15 Uhr, auf dem Kunstrasen am Siepenweg der zweite Saisonteil. Über das erste Match, weitere Ziele und die prominenten Rückkehrer hat unser Redaktionsmitglied Florian Levenig mit SVH-Coach Holger Möllers gesprochen.

 

Ihre letzte Vorbereitung nach vier Jahren beim SVH: War das Thema in den vergangenen Wochen?

Möllers: Nein, die Sache ist komplett außen vor. Das habe ich den Jungs gleich beim ersten Training gesagt.

Trotzdem hat man nach den teils fulminanten Testspielen den Eindruck, Ihre Schützlinge wollen Ihnen den bestmöglichen Abschied bereiten.

Möllers: Ach was. Die machen das ja nicht für mich, sondern für sich selbst. Die haben den Biss und den Ehrgeiz, weiterzukommen. Das sieht man bei jeder Übungseinheit. Ich könnte hier Bundesliga-Training anbieten – würde nur kaum was bringen, solange die Jungs nicht mitziehen.

Klingt nach einer prima Ausgangslage für die Rückrunde. Was ist noch drin? Platz zwei? Der Titel gar?

Möllers: Die Meisterschaft kann angesichts der Voraussetzungen dort ja nur an Kinderhaus gehen. Platz zwei ist so weit nicht weg. Aber auch für Mesum gilt: Die Mannschaft profitiert enorm von dem Jahr in der Westfalenliga. Der Unterschied zu uns ist: Der SVM muss im Grunde aufsteigen.

Und Herbern will?

Möllers: Herbern schaut, was geht. Vorentscheidend dürfte der Dreierpack im März mit den Spielen gegen Werne, in Kinderhaus und gegen Mesum sein. Wobei die Partie gegen die SG schwer genug wird.

Was erwarten Sie für ein Match?

Möllers: Eines, indem es – wie immer nach einer Pause – nicht darum gehen wird, brillant Fußball zu spielen, sondern darum, das nötige Engagement aufzubringen.

Und die Kreise von Bastian Bone, beim 2:2 im Hinspiel doppelter Torschütze, einzuengen.

Möllers: Borken verfügt schon noch über ein paar andere gute Spieler. Trotzdem: Je weiter wir Basti vom Tor fernhalten, desto besser. Wenn wir so verteidigen wie beim 5:2 in Deuten, müssen wir niemanden fürchten.

Auch ohne Philip Just, der in Kürze ein Praktikum in Süddeutschland beginnt?

Möllers: Philip wird sich dort ein Team suchen, wo er zwei Mal trainieren kann. Und selbst wenn er freitags bei unserer Abschlusseinheit mal fehlt: Er fährt bestimmt keine 600 Kilometer, um sich sonntags 90 Minuten auf die Bank zu setzen.

Vorn schießt Rückkehrer Julian Trapp die Tore, solange Whitson noch in Brasilien weilt, richtig?

Möllers: Julian hat physisch in den USA noch mal zugelegt, macht die Bälle fest. Wobei ich mir vorstellen kann, dass wir nach Whitsons Rückkehr mit zwei Spitzen agieren – gerade weil beide ganz unterschiedliche Spielertypen sind.

Wie weit ist Oscar?

Möllers: Er ist topfit aus Spanien zurück. Ob er schon am Sonntag zum Einsatz kommt, sehen wir dann.

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