Handball: Kreisliga
Volker Hollenberg verlässt HSG Ascheberg/Drensteinfurt

Ascheberg -

Volker Hollenberg, seit 2011 Coach der HSG Ascheberg/Drensteinfurt, nimmt am Saisonende seinen Hut. Einen neuen Verein hat der 54-jährige Lüdinghauser bereits gefunden. Derweil sucht der Abteilungsvorstand der Spielgemeinschaft einen geeigneten Nachfolger.

Dienstag, 18.02.2020, 16:01 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 16:59 Uhr
Nimmt am Saisonende nach dann neun Jahren seinen Hut: der Coach der HSG Ascheberg/Drensteinfurt, Volker Hollenberg (l.).
Nimmt am Saisonende nach dann neun Jahren seinen Hut: der Coach der HSG Ascheberg/Drensteinfurt, Volker Hollenberg (l.). Foto: flo

Die Nachricht kommt – für alle Beteiligten – etwas überraschend: Im Sommer gibt Volker Hollenberg , nach dann neun Jahren, seinen Trainerposten beim Handball-Kreisligisten HSG Ascheberg/Drensteinfurt auf. Der Coach, der derzeit im Urlaub weilt, schließt sich zur kommenden Spielzeit dem TV Kattenvenne an. Das gab der Obmann des Landesligisten, Stefan Hülsmeier, jetzt bekannt.

Hollenberg selbst meldete sich per Mail aus seinem Feriendomizil in Ägypten wie folgt: „Ich hatte in letzter Zeit den Eindruck, dass sich einige Dinge im sportlichen Bereich bei der HSG nicht in dem Maße entwickelt haben, wie es die personelle Situation hergeben würde. Aus meiner Sicht benötigt diese talentierte Mannschaft neue Impulse, um auf Dauer auch mal den Aufstieg anzupeilen. Da Kattenvenne neben dem TSV Ladbergen mein Heimatverein ist, war immer noch der Kontakt vorhanden.“

Bei seinem künftigen Klub werde, wie in Ascheberg, „der Handball gelebt – allerdings noch ein wenig intensiver. Die Verantwortlichen machen dort, wie auch jene bei der HSG, einen tollen Job und haben den TVK seit Jahren richtig gut aufgestellt.“ Ob Kattenvenne die Klasse halte oder nicht, sei für ihn zweitrangig. Interessant: Beim TVK löst der 54-jährige Lüdinghauser einen weiteren ehemaligen HSG-Mann, Florian Schulte, ab. Ehe er 2011 zur Spielgemeinschaft stieß, hatte Hollenberg lange den ASV Senden 2, damals wie die HSG Bezirksligist, gecoacht.

Auch Carsten Gburek , neuer Abteilungsleiter in Ascheberg, sei einigermaßen kalt erwischt worden: „Volker hat uns am Donnerstag, also kurz vor seinem Urlaub, von seinem Entschluss unterrichtet – damit wir es nicht von Dritten oder aus den Medien erfahren.“

Der Wechsel an der HSG-Spitze – Kate Mühlenbäumer, eine enge Hollenberg-Vertraute, hatte erst kürzlich den Vorsitz bei den Handballern abgegeben – sei völlig unabhängig von seinem bevorstehenden Abschied zu sehen, habe der Noch-Trainer ihm, Gburek, gegenüber versichert. Trotzdem hat der jetzt ein kleines Problem: „Viele gute Leute sind bereits vom Markt.“ Erste Telefonate hat der Mühlenbäumer-Nachfolger bereits geführt – bislang ohne Erfolg. „Spätestens am Saisonende“ will Gburek die Personalie vom Tisch haben. Der künftige Coach könne – wie er – ein Ehemaliger aus gemeinsamen Ascheberger Landesligazeiten sein.

Auch sei eine interne Lösung nicht ausgeschlossen, mehrere Seniorenspieler amtieren bei der HSG als Nachwuchstrainer. Ebenfalls denkbar, so Gburek abschließend: „Dass ein Externer kommt, der frischen Wind reinbringt.“

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