Fußball: Umzug
Hansi Küpper kehrt nach Herbern zurück

Herbern -

Seine sonore Stimme mag jeder, der was für Fußball übrig hat. Hansi Küpper kommentiert seit einem Vierteljahrhundert Bundesliga- und Champions-League-Spiele. Weniger bekannt ist, dass die Heimat des 59-Jährigen der Altkreis Lüdinghausen ist. Dorthin kehrt der Sky-Mann jetzt zurück.

Freitag, 21.02.2020, 18:14 Uhr aktualisiert: 23.02.2020, 16:18 Uhr
Einst kickte Hansi Küpper im Davensberger Waldstadion. Als TV-Kommentator ist der Herberner in den großen Arenen unterwegs (zweites Bild).
Einst kickte Hansi Küpper im Davensberger Waldstadion. Als TV-Kommentator ist der Herberner in den großen Arenen unterwegs (zweites Bild). Foto: Theo Heitbaum/Sky

Ab Juni ist Hansi Küpper wieder ein Herberner. Der bekannte Fußball-Kommentator des Bezahlsenders Sky verlässt gemeinsam mit Ehefrau Roswitha das bayerische Pfaffenhofen und kehrt nach einem Vierteljahrhundert im Münchener Umland zurück in die Heimat. Der Grund: „Alle drei Kinder sind aus dem Haus, zwei wohnen in Dortmund“, sagt der 59-Jährige.

Seine Frau und er hätten seit geraumer Zeit über diesen Schritt nachgedacht – zumal Küpper in Zukunft ab und an Hörfunk-Beiträge für den WDR erstellen wird. Sohn Cornelius (28) ist ebenfalls als Fußball-Kommentator ( RTL /DFL) aktiv, Tochter Katharina (23) absolviert ein Volontariat beim Westfälischen Anzeiger. Alexander (31), der älteste Spross, arbeitet beim MDR in Leipzig. „Dahin ist der Weg aus Herbern auch nicht weiter als der aus Pfaffenhofen“, sagt der Fußball-Experte.

 

„Will ich ins Stadion, wohne ich demnächst sogar strategisch günstiger“ führt Küpper weiter aus. Die NRW-Klubs liegen ums Eck, Hannover, Wolfsburg und selbst Berlin seien schnell mit dem ICE zu erreichen.

1996 wechselte Küpper, der bis dahin fürs Radio gearbeitet hatte, zum Sport 1-Vorgänger DSF in München-Ismaning. Weitere Stationen waren der Sender Premiere (heute Sky), TM 3, das damals die Champions-League-Rechte besaß und später Arena, von wo der Münsterländer zu Premiere/Sky zurückkehrte.

Strategisch günstiger als Pfaffenhoffen

In all den Jahren sei der Kontakt nach Herbern nie abgerissen. „Als die Kinder klein waren, haben wir hier ja exzessiv die gesamten Sommerferien verbracht. Das war unser West-Domizil“, berichtet Küpper.

Worauf sich Küpper am meisten freut? „Die Sim-Jü-Kirmes in Werne. Das habe ich in all’ den Jahren nur zwei Mal geschafft wegen meines Dienstplans. Da brodelt der ganze Ort, und es ist schön, mit Bekannten und Freunden daran teilzuhaben. Auch Spiele des SVH und des Werner SC werde ich mir anschauen, wenn es sich anbietet.“ Für den WSC-Vorgängerverein SSV hat der erklärte BVB-Fan ebenso gekickt wie für die Blau-Gelben und später Davaria Davensberg.

Die Verbindung zu seinen ehemaligen Klubs hat Küpper immer gehalten. So ist er Rasenpate im Stadion an der Werner Straße. Und als die Herberner 2019 im Rahmen ihres 100. Vereinsgeburtstages mit vielen Mitgliedern eine Sause auf Mallorca machten, war Küpper ebenfalls dabei. Auf der Baleareninsel moderierte er seinerzeit das „SVH-Bingo“. Denn so ganz kann und will der Mann seine Leidenschaften nicht voneinander trennen.

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