Fußball: Kreisliga A 2 Münster
Irre Wende am Siepenweg – Davaria Davensberg siegt 4:3

Herbern -

Davaria Davensberg hat das Gemeindederby bei der U 23 des SV Herbern nach 0:3-Rückstand noch mit 4:3 gewonnen. Mitentscheidend war ein diskutabler Pfiff des Unparteiischen.

Sonntag, 08.03.2020, 16:59 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 19:58 Uhr
In dieser Szene versucht Herberns Thorben Gröne den Davensberger Mehdi Dirani zu stoppen.
In dieser Szene versucht Herberns Thorben Gröne den Davensberger Mehdi Dirani zu stoppen. Foto: flo

Was für ein verrücktes A-Liga-Derby: Davaria Davensberg lag nach gut einer Stunde beim SV Herbern 2 schier aussichtslos mit 0:3 zurück. Da aber, wie man so sagt, Totgeglaubte länger leben, kamen die Gäste noch mal zurück – und feierten beim 4:3 (0:1) eines der bemerkenswertesten Comebacks seit Lazarus.

Nichts, aber auch gar nichts deutete nach jenem Doppelschlag der Hausherren auf die späte Wende hin. Nika Amoev (60.) nach feiner Einzelaktion und Maximilian Drews , der aus 15 Metern Maß genommen hatte (64.), machten aus dem 1:0 (Kapitän Kilian Höring nach einem zu kurz abgewehrten SVH-Einwurf) das zwischenzeitliche 3:0. Die Entscheidung. Deckel drauf. Zumal der Gast bis dahin nur nach Standards zwei, drei Mal gefährlich vors Tor der Blau-Gelben gekommen war.

Gäste drehen in Überzahl auf

So sehr sich Umberto Nicosia und Jawad Morsel mühten: Struktur vermochten sie dem Spiel der Davaren nicht wirklich zu geben. Was Gäste-Coach Mike Raed indes auch nicht erwartet hatte: „Uns fehlt der Rhythmus, wir haben mehr schlecht als recht auf unserem Acker trainiert, dazu haben wichtige Leute gefehlt. Da kannst du nicht im ersten Spiel nach der Pause bei 100 Prozent sein.“

Dass die Davensberger den Platz dann doch als Sieger verließen, haben sie nicht nur, aber auch dem Referee zu verdanken. Der schickte den bis dahin sehr auffälligen Drews wegen vermeintlichen Ballwegschlagens vorzeitig zum Duschen. „Ein Witz“, fand der Gelb-Rot-Sünder, schon die erste Karte sei diskutabel gewesen.

Nun hätten zehn Herberner – gerade nach diesem Verlauf – üblicherweise gereicht, um die Partie locker nach Hause zu schaukeln. Nur stellten die das Fußballspielen von einem auf den nächsten Moment komplett ein. „Wir waren in der letzten halben Stunde viel zu passiv“, hatte auch der Coach der U 23, Daniel Heitmann, erkannt.

Zweiter Knackpunkt: das 1:3 durch Dennis Kreuzberg. Eine wahre Energieleistung des Defensivmannes – und der Startschuss zu einer wahnsinnigen Aufholjagd. Zwei Mal war Jerome Willocks per Kopf erfolgreich, ehe Anas Lotfis Freistoß aus halbrechter Position an Freund und Feind ins SVH-Tor trudelte.

„Wenn du so ein Spiel noch drehst, zeugt das von großer Moral innerhalb der Truppe“, freute sich Raed, nach dessen Einschätzung der Auswärtserfolg „nicht mal unverdient“ war.

SVH 2:Zurloh (46. Haarseim) – Paschedag, Bergmann, Cangül, Mangold – Gröne (71. Närdemann), Höring – Kortendick, Drews, Overs (63. Krysiak) – Amoev.Davaria:Stilling – Emman (46. J. Raed), Kreuzberg, Mah. Mahmoud, Bruck (74. Mas. Mahmoud) – U. Nicosia, J. Morsel – Dirani, Lotfi, M. Morsel – Willocks.Tore:1:0 Höring (31.), 2:0 Amoev (60.), 3:0 Drews (64.), 3:1 Kreuzberg (70.), 3:2/3:3 Willocks (80./81.), 3:4 Lotfi (90.).Gelb-Rot:Drews (68.).Beste Spieler:Höring, Amoev/Mah. Mahmoud, Kreuzberg, Lotfi, Willocks.

SVH 2:Davaria:Tore: Gelb-Rot:Beste Spieler:
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