Handball: Kreisliga
HSG-Chef Gburek: „DHB-Plan erscheint mir plausibler“

Ascheberg -

Was machen eigentlich die Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt? In Zeiten von Corona: nichts. Abteilungsleiter Carsten Gburek treiben trotzdem – oder gerade deshalb – viele Dinge um. Ein Gespräch.

Mittwoch, 13.05.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 20.05.2020, 13:42 Uhr
Volker Hollenberg verlässt im Sommer die HSG. Carsten Gburek (kl. Bild) will dem scheidenden Coach – nach Corona – einen gebührenden Abschied bereiten.
Volker Hollenberg verlässt im Sommer die HSG. Carsten Gburek (kl. Bild) will dem scheidenden Coach – nach Corona – einen gebührenden Abschied bereiten. Foto: flo/lwo

Handball, dieser Vollkontaktsport, bei dem die Aerosole nur so spritzen, schien in Corona-Zeiten lange weit weg. Bis die NRW-Landesregierung überraschend entschied, dass die Betreffenden bereits Ende Mai das Teamtraining wieder aufnehmen dürfen. Was er davon hält – und einiges mehr – wollte unser Redaktionsmitglied Florian Levenig von Carsten Gburek , dem Chef der HSG Ascheberg/Drensteinfurt , wissen.

 

Frank Fligge, Abteilungsleiter Handball des ASC Dortmund, hat den Vorstoß aus Düsseldorf in einem offenen Brief an Ministerpräsident Armin Laschet als „Irrsinn“ bezeichnet. Pflichten Sie ihm bei?

Gburek: Zumindest war ich überrascht. Mit den allgemeinen Hygieneregeln ist es bei uns ja nicht getan. Die Halle müsste regelmäßig quergelüftet werden. Und wie geht man mit den Anhaftungen um? Ob die Verantwortlichen das wirklich zu Ende gedacht haben? Den Acht-Stufen-Plan des DHB halte ich für plausibler. Da ist von Juli, August die Rede.

Carsten Gburek

Bleiben insbesondere die Jüngsten so lange bei der Stange?

Gburek: Mir ist nichts anderes bekannt. Gerade bei unseren Minis, die von Julia Feige und Michael Baum mit großem Engagement gecoacht werden, mache ich mir da die geringsten Sorgen. Nur: Irgendwann muss es wieder losgehen.

Wie verkraftet die HSG die Krise wirtschaftlich?

Gburek: Auch da scheinen uns die Sponsoren die Treue zu halten. Zwei neue waren – allerdings vor Corona – gerade erst hinzugekommen.

Die zweite Senioren-Mannschaft, die Sie selbst coachen, darf als Vizemeister in die 1. Kreisklasse aufsteigen. Ziehen Sie die Wildcard?

Gburek: Ja. Für unsere A-Jugendlichen, die wir mit einem Doppelspielrecht ausstatten, ist das eine interessante Spielklasse. Da können sie sich gut an die etwas rauere Gangart im Erwachsenenbereich herantasten.

Die Erste hat die mögliche Rückkehr in die Bezirksliga – trotz makelloser Heimbilanz – um ganze zwei Zähler verpasst.

Gburek: Leider. Jetzt rächt sich, was Volker Hollenberg manches Mal kritisiert hat: Dass das Team auswärts nicht immer mit 100 Prozent zu Werke gegangen ist.

Apropos: Wie sehr schmerzt es, dass Sie Ihrem scheidenden Cheftrainer keinen gebührenden Abschied bereiten dürfen?

Gburek: Das ist schon traurig. Wobei ich Katja Hollenberg da unbedingt miteinbeziehen möchte, die ihren Mann enorm unterstützt hat. Was Volker angeht: Er hat in den neun Jahren bei der HSG einen tollen Job gemacht. Daher war sein bevorstehender Wechsel zum TV Kattenvenne für uns ein ziemlicher Schock. Bezüglich seiner Verabschiedung: Da werden wir sicher einen Termin im Herbst finden – ohne Publikum ginge das jedenfalls gar nicht.

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