Fußball: Bundesliga
Labern mit Leader-Typ – Ex-Mitspieler über Amos Pieper

Lüdinghausen -

Seit Dienstag steht fest: Arminia Bielefeld kehrt nach elf Jahren Abstinenz in die Bundesliga zurück. Amos Pieper, vor 22 Jahren in Lüdinghausen zur Welt gekommen, hat großen Anteil am Aufstieg. Zwei Ex-Teamkameraden erinnern an die gemeinsamen Anfänge.

Mittwoch, 17.06.2020, 17:30 Uhr
Auf dem Sprung: DSC-Profi Amos Pieper (r.). Niklas Hüser und Robin Schwick (kl. Bild/r.) waren einst Teamkollegen des Bielefelders.
Auf dem Sprung: DSC-Profi Amos Pieper (r.). Niklas Hüser und Robin Schwick (kl. Bild/r.) waren einst Teamkollegen des Bielefelders. Foto: dpa/flo (2)

Niklas Hüser sieht die Sache ganz praktisch: „Dann werden demnächst ein paar Bundesliga-Freikarten fällig“, hat der Lüdinghauser, halb im Scherz, Amos Piepers Freundin (die auch seine, Hüsers, Bekannte ist) per Whats­App mitgeteilt. Im Ernst: Er freue sich sehr, dass der junge Berufsfußballer mit Bielefeld den Sprung in die Beletage geschafft hat – „obwohl ich mich bis vor anderthalb Jahren nie wirklich für die Arminia interessiert habe“.

Niklas Hüser

Niklas Hüser

 

Die Verbindung sei nicht mehr ganz so intensiv wie früher, „aber wenn man sich sieht, quatscht man natürlich kurz“, erzählt der Offensivflitzer des SC Union Lüdinghausen. Für den hat auch Pieper einst gekickt, ehe er in die Jugend von Borussia Dortmund wechselte und sich Anfang 2019 dann den Ostwestfalen anschloss. Ein Jahr war er damals gemeinsam mit Pieper am Westfalenring – „und am ehemaligen Stützpunkt in Dülmen“. Ob Hüser schon damals gedacht hat: Mensch, der wird mal Profi? „Ganz ehrlich? Fußballerisch gab es, soweit ich mich erinnere, Bessere.“ Was aber bereits 2010 erkennbar gewesen sei: „Er war schon in jungen Jahren ein echter Leader-Typ.“

Robin Schwick (r.)

Robin Schwick (r.)

Der Neu-Herberner Robin Schwick kann das nur bestätigen: „Amos ist immer vorneweg marschiert.“ Obschon ein Jahr jünger, stand er zeitweise gemeinsam mit Pieper gemeinsam beim FC Nordkirchen auf dem Feld. Bei Union hätten sich die beiden dann knapp verpasst: „Als ich nach Lüdinghausen kam, hatte er sich gerade dem BVB angeschlossen.“

Pieper war weg, der Kontakt blieb. „Wann immer Amos es einrichten konnte, hat er bei unseren Partien vorbeigeschaut“, erzählt Schwick. Gelegentlich mit – Niklas Hüser und alle Union-Fans kurz wegschauen – FCN-Schal. Zuletzt wurde der Innenverteidiger der Arminia beim Bezirksliga-Duell der Erzrivalen im Dezember gesichtet. „Da haben wir noch ‘ne Runde gelabert“, so Schwick. Pieper schicke bis heute nach Siegen der Nordkirchener regelmäßig eine Kurznachricht – „schon cool, wenn so einer seine Wurzeln nicht vergisst“. Daher hatte auch er keine Scheu, dem künftigen Erstliga-Kicker auf diesem Weg zu gratulieren, als der Aufstieg fix war. Dass der Ex-Teamkamerad vor anderthalb Jahren Dortmund verließ, war laut Schwick „ziemlich schlau. Vielleicht hätte sich Amos sogar beim BVB durchgesetzt – aber bestimmt nicht in dem Tempo“.

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