Handball: Tönnies und die Folgen
HSG Ascheberg minus Drensteinfurt – nächster Trainingsstopp

Ascheberg -

Die HSG Ascheberg-Drensteinfurt gilt als Musterbeispiel für das gelungene Miteinander zweier Vereine. In den vergangenen Tagen indes wurde nur an einem der beiden Standorte trainiert. Aus gutem Grund.

Dienstag, 30.06.2020, 18:54 Uhr aktualisiert: 05.07.2020, 12:38 Uhr

Handballspielgemeinschaften im Allgemeinen und die Kooperation des TuS Ascheberg mit der DJK Olympia Drensteinfurt im Besonderen haben sich über Jahre bewährt. Die U 17 beispielsweise, die HSG-Jugendleiter Martin Arntzen trainiert, besteht jeweils etwa zur Hälfte aus Heranwachsenden aus beiden Orten. Gespielt und trainiert wird mal hier, mal dort. Die Kreisgrenze war dabei nie das Problem – bis eine Vielzahl an Corona-Infizierten in der Fleischfabrik Tönnies zum neuerlichen Lockdown im gesamten Warendorfer Raum führte.

Für Arntzen ein Ausschluss mit Folgen: In den vergangenen sieben Tagen mussten die Drensteinfurter den Übungseinheiten in der Profilschule fernbleiben. Die der D-Jugendlichen in der Dreingauhalle fielen sogar komplett aus. Dabei hatten die HSG-Teams nach monatelanger Pause gerade erst wieder das Training aufgenommen. „Wobei wir sogar Glück im Unglück hatten“, wie der Jugendleiter ausführt: „Da die Gemeinde Ascheberg in Sachen Hygienekonzept zuerst grünes Licht gegeben hatte, wird der Großteil der Einheiten aktuell an der Nordkirchener Straße angeboten.“ Zum Beispiel üben dort die Männer und die A-Jugendlichen der Spielgemeinschaft gemeinsam – so sie denn nicht auf der „falschen“ Seite der Kreisgrenze leben.

Immerhin: Ab dem heutigen Mittwoch (1. Juli) darf wieder an beiden Standorten Sport getrieben werden. So ärgerlich die einwöchige Unterbrechung war: Laut HSG-Chef Carsten Gburek „hilft sie vielleicht, alle Beteiligten noch mal für das Thema zu sensibilisieren. Dass sich nur ja jeder an die Vorgaben von Land, Kommune und Verbänden hält. Klar haben wir keinen Einfluss darauf, was bei Westfleisch oder Tönnies passiert. Noch ärgerlicher wäre es aber, setzten wir durch eigene Schusseligkeit die jüngsten Lockerungen aufs Spiel.“

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