Fußball: Landesliga
Adeus Whitson – guten Tag, hier ist der Dennis: Närdemann zurück zum SV Herbern

Herbern -

Für den SV Herbern ist es ein ziemlicher Schlag: Der Brasilianer Whitson, treffsicherster Schütze der vergangenen beiden Spielzeiten, schließt sich Meister Westfalia Kinderhaus an. Es gibt aber auch eine gute Kunde für alle Fans der Blau-Gelben.

Dienstag, 30.06.2020, 19:14 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 19:26 Uhr
Dennis Närdemann (r.), hier noch im FCN-Dress, schließt sich zum dritten Mal dem SV Herbern an.
Dennis Närdemann (r.), hier noch im FCN-Dress, schließt sich zum dritten Mal dem SV Herbern an. Foto: flo

Whitson Fereira Dos Santos Filho (31) ist das, was man einen Unterschiedsspieler nennt. Ein Jahr brauchte der Brasilianer, um sich den Gepflogenheiten in Herbern anzupassen, dann gab‘s kein Halten mehr. 2018/19 netzte der Angreifer 19 Mal, zum Kreispokalsieg über Oberligist Gievenbeck im Vorjahr trug er ebenfalls entscheidend bei. Auch in der im März abgebrochenen Saison war Whitson wieder treffsicherster Mann beim hiesigen Fußball-Landesligisten (sieben Tore). Aus SVH-Sicht noch schwerer wiegt der Abschied des trickreichen Goalgetters, der sich Meister Westfalia Kinderhaus anschließt, aber aus einem anderen Grund: In Herbern entwickelte sich der Mann mit dem Zauberfuß zu einem Kämpfer vor dem Herrn. Einem, der, wenn es sein muss, um sein Leben rennt. Einem Teamplayer par excellence.

Ersatz für Top-Angreifer Behrens

Umso größer ist die Freude über den Transfer-Coup bei seinem künftigen Arbeitgeber. Nach dem Weggang von Corvin Behrens (16 Treffer in der abgelaufenen Saison – Ligabestwert) habe der künftige Westfalenligist an vorderster Front Handlungsbedarf gesehen, berichtet der Coach der Münsteraner, Marcel Pielage: „Whitson ist ein etwas anderer Spielertyp als Corvin. Aber er hat genauso viel Biss und bringt ähnlich viel Erfahrung mit. Gerade weil wir ansonsten eine ziemlich junge Truppe sind, wird er uns garantiert helfen.“

Wechselt zu Westfalenligaaufsteiger Kinderhaus: der Brasilianer Whitson (r.).

Wechselt zu Westfalenligaaufsteiger Kinderhaus: der Brasilianer Whitson (r.). Foto: Foto: flo

Die gute Nachricht für die Blau-Gelben: Mit Dennis Närdemann kehrt ein Mann zurück, der an der Werner Straße so was wie Legendenstatus genießt. 2010, in seinem ersten Seniorenjahr, stieg der Allrounder mit Herbern in die Landesliga auf. Nach drei Spielzeiten im Dress des SVH folgte eine ebenso lange Zeit beim benachbarten FC Nordkirchen. Vor der Saison 2015/16 schloss sich Närdemann erneut seinem Heimatverein an, Anfang 2018 ging es für ihn ein weiteres Mal zu den Schlosskickern.

Keine Stammplatzgarantie

Und wieso jetzt das dritte Engagement in Herbern? Er und der FCN gingen im Guten auseinander, beteuert der 29-Jährige. Es habe lediglich „ein, zwei Unstimmigkeiten gegeben“, damit will es der Routinier bewenden lassen. Definitiv kein Grund für den neuerlichen Wechsel sei gewesen, dass er um seinen Stammplatz gefürchtet habe, wie der neue Nordkirchener Coach Mario Plechaty in den Ruhr Nachrichten mutmaßte: „Das ist Quatsch. Beim SVH bekomme ich ja genauso wenig eine Einsatzgarantie.“ Erst recht, da Närdemann infolge eines Muskelfaserrisses die Wintervorbereitung verpasste und derzeit „höchstens bei 60, 70 Prozent“ sei.

Auch habe er bei der ersten Kennenlerneinheit unter Benjamin Siegert (zuletzt sein Mitspieler beim FCN) festgestellt, „dass das Niveau in Herbern – auf sämtlichen Positionen – enorm hoch ist“ (und dass es für ein vermeintlich lockeres Auftakttraining ganz schön zur Sache gegangen sei). Trotzdem hoffe er „auf möglichst viele Einsätze“, sobald die ersten Pflichtspiele – wahrscheinlich Mitte September – anstehen. Sei es als Whitson-Ersatz im Sturm, zentral hinter den Spitzen oder vor der Abwehr.

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