Handball: Kreisliga
Hollenberg-Bilanz: Nur das Ende leicht unbefriedigend

Ascheberg -

Auch wenn der gebührende Abschied coronabedingt auf sich warten lässt: Volker Hollenbergs Rückschau auf neun Jahre bei der HSG Ascheberg/Drensteinfurt ist fast durchweg positiv. An ein Match erinnert sich der künftige Coach des TV Kattenvenne besonders gern.

Mittwoch, 08.07.2020, 17:14 Uhr
Die Duelle mit Senden 2, hier ein Archivbild, waren für Volker Hollenberg (l.) stets etwas Besonderes.
Die Duelle mit Senden 2, hier ein Archivbild, waren für Volker Hollenberg (l.) stets etwas Besonderes. Foto: flo

Im Feiern macht den Aschebergern – Handballer und Fußballer tun sich da nicht viel – keiner was vor. Böse Zungen behaupten gar, mancher HSG-Spieler gebe dabei mehr Gas als auf dem Court. Es muss also hart für alle Beteiligten sein, dass sie Volker Hollenberg nicht jenen zünftigen Abschied bereiten können, den der Coach nach neun überwiegend erfolgreichen Jahren verdient hätte. Oder?

„Ach, da werden sich die Verantwortlichen bestimmt was einfallen lassen, sobald derlei Zusammenkünfte wieder erlaubt sind“, glaubt der Ex-Trainer, der sich „natürlich“ einen schöneren Ausstand gewünscht hätte. Andererseits gibt Hollenberg zu bedenken, dass Handball gerade in den ersten Wochen nach dem Corona-Ausbruch „ganz weit weg“ und andere Dinge „deutlich wichtiger waren“.

Auswärtspleiten entscheidend

Viel mehr als die auf unbestimmte Zeit verschobene Abschiedssause wurmt den Scheidenden, „dass es so einfach wie nie gewesen wäre, in die Bezirksliga aufzusteigen – und wie leichtfertig wir die Chance vertan haben“. Hollenberg denkt mit Schaudern an die Auswärtspleiten bei den Kellerkindern Vreden 2, Ochtrup 2, Havixbeck 2 und Gronau 2 zurück. Ein Sieg aus diesen vier Spielen hätte gelangt, um die Wildcard für die nächsthöhere Liga zu ziehen.

Hollenberg, das weiß man, ist immer zu 100 Prozent bei der Sache. Was, wie der Ex-Coach ausdrücklich betont, auch für den größten Teil der ehemaligen Schützlinge gelte. Zumindest daheim, wo die HSG bis zum Saisonabbruch nicht einen Zähler abgab. In der Fremde indes habe – siehe oben – manches Mal der unbedingte Erfolgswille gefehlt.

Highlight 2014

Ascheberg-Drensteinfurt bleibt somit mindestens ein weiteres Jahr Kreisligist. 2017 war die HSG im Zuge der Spielklassenreform abgestiegen. „In der Bezirksliga wären wir damals, so ehrlich muss man sein, nicht konkurrenzfähig gewesen“, weiß Hollenberg. Trotz der nun verpassten Rückkehr möchte der Trainer, der zu Landesligist Kattenvenne wechselt, kaum einen Moment missen. Highlight in neun Jahren? „2014, das Abschiedsspiel von Matthias Trautvetter – trotz großer Hitze vor 400 Zuschauern. Aber auch die oft umkämpften Duelle mit meinem Ex-Klub ASV Senden 2 zählen zu den besonderen Momenten.“

Dass er immer neues Personal integrieren musste – „60 bis 70 Spieler“ hatte Hollenberg seit 2011 unter seinen Fittichen – sieht der ehemalige Trainer ebenfalls positiv: „Wenn derart viele Jugendliche in die erste Mannschaft drängen, kann die Nachwuchsarbeit in Ascheberg sowie Drensteinfurt so schlecht nicht sein.“ Und die Zusammenarbeit mit der langjährigen Abteilungsleiterin Kate Mühlenbäumer, aber auch mit deren Nachfolger Carsten Gburek sei eh „herausragend“ gewesen. Darauf ein Bierchen oder drei – nur eben etwas später als geplant.

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