Fußball: Landesliga 4
Forsche Töne Fehlanzeige – SV Herbern legt los

Herbern -

Ein Saisonziel haben sie beim SV Herbern zu Beginn der Vorbereitung 2019/20 nicht formuliert (oder nur intern ausgegeben) – und sind damit ziemlich gut gefahren. Kein Grund also, die Strategie zu ändern. Soll sich doch die Konkurrenz aus dem Fenster lehnen.

Dienstag, 21.07.2020, 13:39 Uhr
Haben am Montagabend die Vorbereitung aufgenommen: Benjamin Siegert (h.l.), Co-Trainer Jens Kalpein (h.r.) sowie die Neuzugänge Max Berger (h.v.l.), Jost Hesselmann, Luca Dombrowski; Dennis Närdemann (v.v.l.), Robin Schwick, Dustin Fuhr und Tim Rahenbrock. Jannis Schwippe fehlt.
Haben am Montagabend die Vorbereitung aufgenommen: Benjamin Siegert (h.l.), Co-Trainer Jens Kalpein (h.r.) sowie die Neuzugänge Max Berger (h.v.l.), Jost Hesselmann, Luca Dombrowski; Dennis Närdemann (v.v.l.), Robin Schwick, Dustin Fuhr und Tim Rahenbrock. Jannis Schwippe fehlt. Foto: flo

Aufgestiegen sind in der Corona-Saison die drei Bestplatzierten der Landesliga 4: Meister Kinderhaus, der SV Mesum und RW Deuten. Knapp dahinter landete, als Vierter, der SV Herbern. Der Weg in die Westfalenliga ist für die Blau-Gelben mithin geebnet. Oder? Gemach, gemach. In Herbern seien sie „ganz entspannt“, wenn es um das Thema Aufstieg geht, betont Fußball-Geschäftsführer Dominik Reher . Verlässliche Vorhersagen zu treffen, sei in der seit jeher ausgeglichenen Staffel schlicht unmöglich.

Ludger Staar , der sportliche Leiter, verweist darauf, dass Konkurrenten wie der SV Dorsten-Hardt oder Eintracht Ahaus massiv aufgerüstet hätten. Während der neue Coach, Benjamin Siegert, zwei weitere Kandidaten in die Runde wirft: Staffelwechsler IG Bönen und den ambitionierten Neuling Drensteinfurt. „Bönen wollte schon 2019/20 hoch und hat sich abermals verstärkt“, weiß der Ex-Profi. Von Regionalligist Borussia Dortmund 2 etwa kam Angreifer Arit Et. Auch mit dem SVD sei im Titelkampf unbedingt zu rechnen.

Zudem, so Staar, dürfe man nicht außer Acht lassen, dass mit Zielspieler Whitson (26 Buden in den vergangenen beiden Spielzeiten), den es nach Kinderhaus zog, ein wichtiger Mann die Blau-Gelben verlassen habe. Gleiches gilt für Vincent Sabe (Karriereende), Oscar Franco Cabrera (zurück in seiner Wahlheimat Spanien) und Dennis Idczak (SV Hilbeck) – wenngleich das Trio verletzungs- oder abwesenheitsbedingt 2019/ 20 nur selten zum Zuge kam.

Kein neuerlicher Umbruch

Dass es keinen neuerlichen Umbruch gibt, könnte den Herbernern laut Reher in die Karten spielen. Nur zwei externe Neue gilt es zu integrieren. Wobei der eine, Mittelfeld-Allrounder Dennis Närdemann, ja eine lange SVH-Vergangenheit habe. Der zweite, Flügelflitzer Robin Schwick (kam wie Närdemann und der Coach von Bezirksligist FC Nordkirchen), dürfte ebenfalls kaum Anlaufschwierigkeiten haben. Dank seiner Schnelligkeit scheint er für das offensive System mit drei Spitzen, das schon unter Siegerts Vorgänger Holger Möllers prächtig funktionierte und dem neuen Coach ähnlich behagt, wie gemacht.

Im Sturmzentrum, so Staars Hoffnung, soll sich Nika Amoev, der bis dato meist im Schatten von Whitson stand, freischwimmen. Auch Julian Trapp könne den Brasilianer als Goalgetter beerben: „Wann ,Trappi‘ zwecks Studium in die USA zurückfliegt, ist ja noch gar nicht raus. Fürs Erste bleibt er jedenfalls in Herbern.“

Dann sind da noch die sechs ehemaligen A-Jugendlichen, die zumindest einen Teil der Vorbereitung mitmachen. Nicht alle werden den Sprung in den Kader schaffen. Was aber keinen der Jungs entmutigen dürfe, wie Reher ausführt: „Es gibt bei uns genug Spieler, die sich über starke Auftritte in der A-Liga-Reserve für einen Platz in der Ersten empfohlen haben.“ Zum Beispiel Julius Höring. Unter Möllers war der junge Innenverteidiger in der Vorsaison praktisch gesetzt.

Am Sonntag (26. Juli), 13 Uhr, steht beim FC Mecklenbeck (Kreisliga B) der erste Test an, am 1. August (Samstag), 15 Uhr, empfängt der SVH Oberligist Preußen Münster 2.

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