Fußball: Kreisliga A 2 Ahaus/Coesfeld
Weniger Abstand, bitte – Fortuna Seppenrade zu wenig präsent

Seppenrade -

Fortuna Seppenrade startet Anfang September ins dritte Jahr seit der Rückkehr ins Kreisoberhaus. Neu dabei sind ein paar richtig interessante Spieler. Dafür ist etwas anderes während der langen Unterbrechung flöten gegangen.

Freitag, 14.08.2020, 19:24 Uhr
Freuen sich auf die kommende Spielzeit (v.l.): Torwarttrainer Peter Blechinger, Tammo Harder, Nico Stuhldreier, Dennis Malek und Fortuna-Chefcoach Mahmoud Abdul-Latif.
Freuen sich auf die kommende Spielzeit (v.l.): Torwarttrainer Peter Blechinger, Tammo Harder, Nico Stuhldreier, Dennis Malek und Fortuna-Chefcoach Mahmoud Abdul-Latif. Foto: flo

Irgendwann in der Corona-Pause ist die Griffigkeit abhanden gekommen. Die Präsenz in den Zweikämpfen. Dass die Spieler des SV Fortuna Seppenrade ihren Gegnern derzeit nurmehr Geleitschutz geben, wird ihnen von jedem Virologen Lob einbringen. Mahmoud Abdul-Latif aber, Coach des SV Fortuna Seppenrade, macht sich ernsthaft Sorgen: „Wenn wir dieses Problem nicht schnell in den Griff bekommen, dann sehe ich mit Blick auf den Saisonstart schwarz.“

Natürlich ist auch der Trainer der Schwarz-Gelben ein Freund von spielerischen Lösungen. Aber? „Ohne Kampf und eine gesunde Aggressivität geht es nicht. Dass hat uns im Aufstiegsjahr ebenso ausgezeichnet wie in der Saison danach. Da müssen wir wieder hin.“

Namhafte Rückkehrer

Helfen könnte dabei laut Abdul-Latif ein Rückkehrer, Max Ernst : „Max bringt die nötige Erfahrung mit, er weiß sich aber auf dem Feld auch zu behaupten.“ 2015 war der Offensiv-Allrounder zum Bezirksligisten SF Merfeld gewechselt, jetzt ist er wieder in der Heimat.

Noch länger weg war Tammo Harder, der sich in ganz jungen Jahren Borussia Dortmund und später Schalke 04 anschloss, ehe er beim BVB 2 in Liga drei für Furore sorgte. In den ersten Tests ließ der 26-Jährige ein paarmal sein Können aufblitzen. Harder, vor Corona noch in der Regionalliga aktiv, muss sich erst an die ungewohnte Spielklasse gewöhnen – und die neuen Kollegen an ihn. „Das braucht Zeit – und die geben wir ihm“, betont sein Coach.

Ebenfalls neu an der Reckelsumer Straße: Keeper Nico Stuhldreier (vorher VfL Senden 3) und Außenverteidiger Dennis Malek (kommt von Tura Asseln). Beide sind mit ihren Ex-Teams just in die B-Liga aufgestiegen, aber fürs Kreisoberhaus gerüstet, glaubt Abdul-Latif: „Dennis ist ein grundsolider Kreisliga-A-Spieler. Und Nico wird sich ein schönes Duell mit Jan Hegemann um den Platz zwischen den Pfosten liefern.“

Und die Aussichten für 2020/21? Da hält sich der Trainer für den Moment bedeckt: „Erste Aufstiegsanwärter sind für mich die Osterwicker, die sich brutal verstärkt haben, und Turo Darfeld. Dazu Holtwick, das immer schon einen guten Ball gespielt hat. Dahinter ist in dieser extrem ausgeglichenen Spielklasse alles möglich. Wenn wir uns ein paar weniger Unentschieden als in der Vorsaison leisten, sehe ich uns irgendwo zwischen Platz fünf und acht. Man darf bitte nicht vergessen, dass wir erst seit 2018 in der Liga sind. Da sind Leistungsschwankungen immer noch möglich.“

Seppenrade oder nix

Als Neu-Olfener hätte sich Dennis Malek auch für Vinnum oder SuS  2 entscheiden können. Kumpel Fabian Prumann habe ihm aber glaubhaft versichert, die Fortuna sei der geilste Club weit und breit, lacht der 29-Jährige Abwehrmann. Ein Probetraining habe gelangt, um aus ihm einen überzeugten Fortunen zu machen. Seppenrade oder nix. Zusätzlicher Bonus: die Vereinsfarben. Auf schwarz und gelb steht der gebürtige Dortmunder.

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