Fußball: Frauen-Bezirksliga
Beim SV Herbern gibt es „noch ein paar Baustellen“

Herbern -

Für den SV Herbern geht es – mit neuem Trainer (Detlef Mack für Frank Große-Budde) in einer weitgehend unbekannten Spielklasse (Staffel 7) – am Sonntag (20. September) los. Fünf von sechs Testspielen haben die Blau-Gelben verloren. Bange ist dem Coach trotzdem nicht.

Mittwoch, 16.09.2020, 22:10 Uhr
Neu beim SV Herbern (v.l.): Lara Hölscher, Nadine Steinke, Anna-Lena Hüsemann, Annika Vogel, Carina Hohenhövel, Merle Steenberg und Trainer Detlef Mack.
Neu beim SV Herbern (v.l.): Lara Hölscher, Nadine Steinke, Anna-Lena Hüsemann, Annika Vogel, Carina Hohenhövel, Merle Steenberg und Trainer Detlef Mack. Foto: flo

Als der SV Herbern im Frühjahr Detlef Mack als Coach für die kommende Saison präsentierte, ging der davon aus, fortan einen Fußball-Landesligisten zu trainieren. Doch kurz vor Meldeschluss zog der Klub die Reißleine. Aufgrund des personellen Aderlasses mache es mehr Sinn, nach zwei Jahren in die Bezirksliga zurückzukehren. „Ein bisschen traurig“ sei er schon gewesen, räumt Mack ein. Er trage den Entschluss – wie das Gros der Mannschaft – aber natürlich mit. Und mit Blick auf die Vorbereitung lässt sich sagen, dass der Cut wohl alternativlos war.

Nachtragend ist der neue Mann an der Seitenlinie also nicht. Im Gegenteil: „In den Jahrzehnten, in denen ich jetzt Trainer bin, habe ich selten einen so gut und so professionell geführten Verein vorgefunden.“ Dass im Hintergrund viele Menschen mit Fachwissen wirkten, mache es ihm umso leichter, sich ganz auf seine Kernarbeit zu konzentrieren. Hat er ja auch genug mit zu tun. Wenige Tage vor Saisonbeginn gebe es „noch ein paar Baustellen“, so Mack.

Angriffsleistungen passen

Von den Angriffsleistungen – überraschend genug nach dem Karriereende von Top-Torjägerin Laura Brockmeier – sei er zuletzt durchaus angetan gewesen, „wir haben in jedem Test getroffen“. Ebenso zuverlässig hat es indes im SVH-Kasten geklingelt. Ein weiteres Problem: Da Stammkeeperin Janine Dartmann berufsbedingt nur sehr unregelmäßig spielen und trainieren kann, standen die Blau-Gelben zwischenzeitlich ohne gelernte Torfrau da. Also haben sie Lara Hölscher – nach vier Jahren Auszeit – reaktiviert. „Ist doch klar, dass nach einer so langen Pause Luft nach oben ist“, nimmt der Coach Hölscher in Schutz.

Dass seine Elf fünf von sechs Vorbereitungsspielen verloren hat, bereitet dem Trainerurgestein indes kein Kopfzerbrechen. Unter den Gegnern seien echte Hochkaräter gewesen. Stellvertretend nennt Mack die Duelle mit U 17-Bundesligist FC Iserlohn (1:4) und Landesligist BSV Heeren (3:5): „In beiden Spielen hat die Leistung der Mädchen gepasst.“

Wie stark die Liga ist, könne er indes kaum bewerten: „Die ist für das Team und mich ziemliches Neuland.“ Er sei aber zuversichtlich, „dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden.“ Spiel eins in der Staffel 7 führt seine Elf am Sonntag (20. September), 13 Uhr, zum SC Gremmendorf  2.

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