Reiten: DJM
Erst enttäuscht, am Ende happy – Tönnissen und Ligges steigern sich

Ottmarsbocholt/Herbern -

Für Lara Tönnissen (RV Lüdinghausen) und Marie Ligges (RV Herbern) begannen die drei Tage von Riesenbeck mit einem ziemlichen Dämpfer. Doch dann rollten beide Amazonen das Feld von hinten auf. Eine schrammte um Haaresbreite am Podium vorbei.

Montag, 21.09.2020, 18:18 Uhr
Marie Ligges, hier auf Cardano, einem weiteren Nachwuchspferd, war mit ihrem DM-Abschneiden „superzufrieden“.
Marie Ligges, hier auf Cardano, einem weiteren Nachwuchspferd, war mit ihrem DM-Abschneiden „superzufrieden“. Foto: flo

Nach einem laut Vater Thomas Tönnissen „rabenschwarzen Freitag“ schien eine neuerliche Top-Platzierung von Tochter Lara (RV Lüdinghausen) bei den Deutschen Jugendmeisterschaften (DJM) in Riesenbeck praktisch ausgeschlossen. Die Ottmarsbocholterin, in den Vorjahren immerhin DM-Zweite und -Dritte, leistete sich mit Clarissa NRW im Auftaktspringen drei Abwürfe. Doch dann folgte eine sensationelle Aufholjagd, die das Paar noch vom 21. auf den vierten Rang beförderte.

„Ganz ehrlich: Wir hatten selbst das Erreichen des Finales fast schon abgehakt“, so Vater Tönnissen nach dem missglückten ersten Umlauf. Dabei „ist Lara gar nicht schlecht geritten“. Nur sei ihre elfjährige Ponystute seltsam unkonzentriert gewesen. Nach der ersten Enttäuschung habe die Tochter dann die Ärmel hochgekrempelt, auch Clarissa war wieder voll fokussiert. Drei Nullrunden bescherten dem Duo den Sieg am Samstag, Platz zwei im Finale – und in Summe Rang vier. „Auch wenn man in dem Zusammenhang immer von einem undankbaren Abschneiden redet: Angesichts der Umstände haben Lara und ihr Pferd noch das Maximum rausgeholt. Beide fahren mit einem guten Gefühl heim.“

Ganz ähnlich erging es Marie Ligges bei den Jungen Reitern. Die 21-Jährige und Corcovado verbesserten sich in den drei Tagen von Riesenbeck sogar um 30 Ränge. Wobei die Pferdewirtin, die für den RV Herbern startet, mit dem schwachen Abschneiden und Platz 38 im ersten S*-Springen gar nicht so sehr haderte. Ihr sei schon vorher bewusst gewesen, dass es für den erst achtjährigen Westfalenwallach vor allem darum gehen würde, Erfahrungen auf dem Top-Level zu sammeln: „1,50-Meter-Hindernisse sind für ihn noch eine Herausforderung.“

Der Lernprozess verlief dann schneller als gedacht. Bereits beim S**-Springen an Tag zwei belegte das Paar nach einem Nullfehlerritt Rang neun. Im Finale, einer Drei-Sterne-S-Prüfung, waren Ligges und Corcovado nach vier Strafpunkten im ersten Umlauf sowie einer weiteren fehlerfreien Runde zum Abschluss gar als Siebte platziert – machte unterm Strich das achtbeste Ergebnis aller 47 Teilnehmer. Womit Ligges „superzufrieden“ war. Am Wochenende startet die Herbernerin mit drei weiteren Nachwuchspferden auf der Youngster-Tour im Rahmen der Deutschen Amateurmeisterschaften.

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