Fußball: Landesliga 4
Logermann von SV Herbern schwer beeindruckt

Herbern/Drensteinfurt -

Der SV Herbern gastiert am Sonntag, 15 Uhr, beim SV Drensteinfurt. Der Neuling gilt als ambitioniert, hatte aber zuletzt ein Problem namens Corona.

Freitag, 09.10.2020, 18:19 Uhr
Haben aktuell einen ziemlichen Lauf: Airton und Co.
Haben aktuell einen ziemlichen Lauf: Airton und Co. Foto: flo

Dass Benjamin Siegert den SV Drensteinfurt vor der Spielzeit zu einem Titelanwärter erkoren hatte, darüber schmunzeln sie in Stewwert immer noch. Zumindest am Sonntag (11. Oktober), 15 Uhr, wenn beide Teams im Erlfeld direkt aufeinandertreffen, sei ja wohl die eigene Elf krasser Außenseiter, meint SVD-Coach Oliver Logermann und verweist auf die Corona-Problematik. 14 Tage waren seine Schützlinge quasi zum Nichtstun verdammt. Ein bisschen joggen, mal ein Workout: „Nichts, was ein vernünftiges Training ersetzen würde“, so Logermann.

Er selbst hat die Zwangspause genutzt, um das 3:0 am Vorsonntag zwischen Herbern und dem BSV Roxel zu verfolgen – und war schwer beeindruckt von den Blau-Gelben: „In dieser Saison habe ich noch nichts Besseres in der Landesliga gesehen.“ Hinzu komme, dass er am Sonntag bis zu acht Mann ersetzen muss, darunter Leistungsträger wie Martin Lambert oder Christoph Lübke, die bis dato nicht eine Minute auf dem Feld verpasst haben. „Wenn’s ganz blöd läuft, helfe ich selbst aus“, erklärt der 35-Jährige.

Dass er dabei Siegert (wie Logermann ein Mann mit Preußen-Vergangenheit) in die Quere kommt, ist eher unwahrscheinlich. Zwar stehen auch dem SVH-Trainer wichtige Leute nicht zur Verfügung (die langzeitverletzten Fabian Vogt, Philipp Dubicki und Sven Freitag). „Aber 15, 16 Mann kriege ich wohl zusammen“, glaubt der Ex-Profi. Darunter auch Luis Krampe, der die teaminterne Torschützenliste anführt (vier Treffer) und nach seiner Weisheitszahn-OP zurück im Kader ist.

Siegert nimmt angesichts der Umstände die Favoritenrolle an, gibt aber andererseits zu bedenken, dass so eine Quarantäne auch Kräfte freisetzen kann: „Wäre ich noch Spieler, würde ich in so einer Situation ganz besonders brennen.“

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