Fußball: Kreisliga C 4 Münster
Ein großer Freundeskreis – SV Herbern 3 ganz vorn

Herbern -

Das derzeit erfolgreichste Senioren-Team in der Gemeinde Ascheberg kickt in der C-Liga: die Drittvertretung des SV Herbern. Wieso der Rückkehrer die Tabelle nach acht Spieltagen anführt? Coach Stefan Sennekamp weiß es.

Sonntag, 22.11.2020, 15:27 Uhr aktualisiert: 22.11.2020, 15:30 Uhr
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. Foto: SVH/flo

Man hätte ja schon gern gewusst, wer denn nun die Nummer eins in der Kreisliga C 4 ist. Der SV Herbern 3 oder doch die Drittvertretung des TuS Hiltrup ? Zum Gipfeltreffen am Siepenweg kam es dann allerdings nicht mehr. Die Anfang November geplante Partie zwischen den Blau-Gelben (20 Zähler) und dem ärgsten Verfolger aus der Südstadt (19) war die erste, die dem neuerlichen Lockdown zum Opfer fiel.

Wobei Stefan Sennekamp , Herberns spielender Coach, nicht glaubt, dass es dauerhaft bei einem Zweikampf um Meisterschaft und Aufstieg bleibt. Die SG Selm 2 (13 Punkte, aber coronabedingt zwei Partien im Rückstand) müsse man unbedingt auf dem Zettel haben. Die Selmer sind eines von nur zwei Teams, die dem Ligaprimus bis zur Zwangspause ein Remis abtrotzten. Die übrigen sechs Male verließ die Sennekamp-Elf den Platz als Sieger.

Umso bemerkenswerter ist die stolze Serie, da der Verein 2019/20 gar keine dritte Mannschaft gemeldet hatte. „Ein paar von uns haben in dieser Zeit überhaupt nicht gekickt, andere in der Zweiten“, so der Coach. Überhaupt die U 23 des SVH: Sucht man nach Gründen für den anhaltenden Erfolg der Dritten, führt die Spur automatisch zur Reserve. „Ich sehe uns gar nicht als zwei Mannschaften, sondern als einen großen Freundeskreis“, erklärt Sennekamp.

Stefan Sennekamp

Stefan Sennekamp

Daniel Heitmann , seinen Vorgänger und jetzigen Trainer der Zweitvertretung, kenne er „seit dem Kindergarten. Früher standen wir gemeinsam auf dem Fußballplatz, heute spielen wir regelmäßig Padel-Tennis (Mischung aus Tennis und Squash – d. Red.)“. Und weil man sich unter guten Freunden hilft, könnten die Grenzen zwischen SVH 2 und SVH 3 fließender nicht sein. Braucht Heitmann Unterstützung, stellt Sennekamp das entsprechenden Personal ab. Und umgekehrt. Niemand – das zeichnet ja auch das Verhältnis zwischen Landes- und A-Liga-Truppe aus – fühlt sich herabgesetzt, wenn er mal zwei Klassen tiefer kickt. Herbern halt.

Auch profitiere die Dritte davon, dass im Sommer so viele Jugendliche altersbedingt in den Seniorenbereich gewechselt sind. „Da sind ein paar richtig gute Jungs dabei“, lobt Sennekamp. Für den Verein war das der Hauptgrund für den Re-Start in der C-Liga.

Wie und wann es für den Spitzenreiter weitergeht? „Gute Frage. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Corona-Zahlen so schnell runtergehen und wir bereits im Januar wieder kicken können. Lasst uns doch bis März, April warten und die Hinrunde gemütlich zu Ende spielen“, schlägt Sennekamp vor. Und dann? „Sollten wir, was nie unser Ziel war, tatsächlich aufsteigen, werden wir auch in der Kreisliga B wettbewerbsfähig sein.“

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