Voltigieren: Talent
Fernziel Le Mans – Goroncy hofft auf WM-Start

Herbern -

Philip Goroncy (RV Herbern) ist zum ersten Mal in den Bundesnachwuchskader 1 berufen worden. Mit Blick auf ein Großereignis im kommenden Jahr könnte das ganz entscheidend sein. Dabei verlief die Sichtung in Warendorf alles andere als optimal.

Sonntag, 29.11.2020, 17:59 Uhr
Will hoch hinaus: Philip Goroncy. 2021 könnte ein gutes Jahr für den Voltigierer in Diensten des RV Herbern werden.
Will hoch hinaus: Philip Goroncy. 2021 könnte ein gutes Jahr für den Voltigierer in Diensten des RV Herbern werden. Foto: WN/Kleineidam

Große Freude bei Philip Goroncy : Das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei ( DOKR ) in Warendorf hat den jungen Mann, der für den RV Herbern startet, zum ersten Mal in den Nachwuchskader 1 der Junioren sowie der U 21 im Einzelvoltigieren berufen. Der 17-Jährige aus Drensteinfurt hat 2021 große Ziele.

Da aufgrund der Corona-Pandemie nahezu alle Voltigierturniere ausfallen mussten, erfolgte die Nominierung im Wesentlichen auf Basis eines Lehrgangs am letzten Oktober-Wochenende. Aufgrund des erneuten Lockdowns konnte der Lehrgang in der Kreisstadt nur an einem Tag stattfinden. Diejenigen Voltigierer, denen die Teilnahme aufgrund einer zu weiten Anreise nicht zuzumuten war, wurden per Video gesichtet und bei entsprechender Leistung in die verschiedenen Kader einsortiert.

Philip Goroncy

Philip Goroncy

 

„Es war sehr wichtig, dass wir uns einen Überblick über die Lage bei den Junioren beziehungsweise der U 21 verschaffen konnten. Durch den Wegfall fast aller Turniere hat diese Kadersichtungsmaßnahme bei vielen Voltigierern noch mal einen Motivationsschub ausgelöst“, sagte Bundestrainer Kai Vorberg , der für die Altersklasse Junioren (Nachwuchskader 1 und 2) verantwortlich ist und auch weiterhin als Disziplintrainer bei den Senioren im Einsatz sein wird. „Auch, wenn es eine besondere Situation ist, hat sich gezeigt, dass wir im Bereich der Junioren im nächsten Jahr wieder gut aufgestellt sein werden. Wir sind und bleiben eine Voltigier-Nation und wollen das in den kommenden Jahren erneut unter Beweis stellen“, so Vorberg.

Für die Junioren steht 2021 am letzten Juli-Wochenende mit den U 18-Weltmeisterschaften im französischen Le Mans ein sportlicher Höhepunkt auf dem Programm. Goroncy hofft auf einen Start. „Ganz sicher ist das noch nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch“, sagte der Youngster auf Anfrage. In den vergangenen Jahren sei es aber immer so gewesen, dass die Sportler aus dem ersten Bundeskader auch fürs Championat nominiert wurden beziehungsweise Ersatz waren. „Das wird sich beim Preis der Besten herausstellen, falls der stattfindet“, erklärte Goroncy vor seinem letzten Jahr als Junior. Der Preis der Besten ist für Mitte Mai, ebenfalls in Warendorf, geplant.

Der Voltigierer aus Stewwert, Westfalenmeister der Junioren und nationaler Jugendvizemeister 2019, hatte 30 Minuten Zeit, sich dem Sichtungsgremium und dem Bundestrainer in der Pferdestadt zu präsentieren. „Richtig erstaunt“, dass er nominiert wurde, sei er nicht gewesen, so Goroncy. „Überrascht bin ich nur insofern, dass es nicht wirklich perfekt gelaufen ist. Ein Durchgang war sehr, sehr gut, aber der andere geht auf jeden Fall noch besser.“ Im Endeffekt sei er froh, dass es geklappt hat. Zuletzt gehörte der Mann vom RV Herbern dem zweiten Nachwuchskader an.

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