Fußball: Frauen-Bezirksliga
Die beste Adresse – Mack bleibt beim SV Herbern

Herbern -

Detlef Mack, seit sechs Monaten in Amt und Würden, bleibt bis mindestens Mitte 2022 Coach des SV Herbern. Im Interview mit den WN erklärt der 64-Jährige, wieso es anfangs etwas geknirscht hat – und warum er sich auf die kommende Saison freut.

Mittwoch, 16.12.2020, 18:04 Uhr aktualisiert: 16.12.2020, 18:10 Uhr
Zwangspause zur Unzeit: Detlef Mack, Coach des Frauen-Bezirksligisten SV Herbern.
Zwangspause zur Unzeit: Detlef Mack, Coach des Frauen-Bezirksligisten SV Herbern. Foto: flo

Detlef Mack und der SV Herbern: Das scheint zu passen. Jedenfalls haben sich der Coach der Bezirksliga-Fußballerinnen und der SVH-Vorstand frühzeitig darauf verständigt, in dieser Konstellation 2021/22 weiterzumachen. Wieso, verrät der 64-Jährige im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Florian Levenig .

 

Wie lange haben die Vertragsgespräche gedauert?

Mack: Das ging recht zügig. Die Verantwortlichen und ich funken auf einer Wellenlinie. Keiner wird nervös, wenn der Erfolg mal ausbleibt, als Trainer kann man dort in Ruhe arbeiten.

Hört man auch von anderen SVH-Mannschaften.

Mack: Das wundert mich nicht. Ich war ja schon in vielen Vereinen tätig. Aber ein solches Engagement, auch und gerade im Hintergrund, habe ich noch nirgends erlebt. Herbern ist für mich die beste Adresse.

Trotzdem hat es zu Beginn Ihrer Tätigkeit geknirscht. Statt eines Landesligisten haben sie im Sommer einen Bezirksligisten übernommen, den noch dazu just mehrere Schlüsselspielerinnen verlassen hatten.

Mack: Die Pille musste ich erst schlucken, korrekt. Im Nachhinein war der freiwillige Abstieg die richtige Entscheidung. Zum einen wegen des Aderlasses, zum anderen, da sich die Jüngeren eine Liga tiefer besser ausprobieren können – gerade weil ein neuer Coach ja auch andere Ideen hat und es Zeit braucht, die umzusetzen.

Zum Beispiel?

Mack: Wir sind jetzt hinten flexibler, weil wir – je nach Gegner und Spielverlauf – mit einer Dreier- oder Viererkette verteidigen.

Die Flut an Gegentoren während der Vorbereitung haben Sie jedenfalls in den Griff bekommen, sieben Treffer hat Ihr Team in sechs Ligaspielen kassiert.

Mack: Stimmt. Wobei unter den Testspielgegnern einige Hochkaräter waren. Mir war schon klar, dass nicht alle Bezirksligisten dieses Niveau vorne haben.

Dafür treffen Ihre Schützlinge nicht mehr so zuverlässig wie im Sommer.

Mack: Mag sein, dass wir an der Chancenvorbereitung arbeiten müssen. Aber es geht ja auch darum, die passende Balance zu finden.

Die neuerliche Zwangspause kam für Herbern, nach zwei Siegen am Stück, zur Unzeit. Richtig?

Mack: Kann man so sehen. Tatsächlich war die Mannschaft gerade in Schwung gekommen, hatte die ersten Dinge erfolgreich umgesetzt. Aber wir fangen nach dem Re-Start ja nicht bei null an.

Wie hält sich die Mannschaft fit?

Mack: Die Mädels laufen zweimal in der Woche. Kann ich schön daheim am Rechner kontrollieren (lacht).

Ihr Vorgänger Frank Große-Budde hat gelegentlich beklagt, dass es einem Teil der Spielerinnen an der nötigen Hingabe fehlt.

Mack: Kann ich so nicht bestätigen. Die Trainingsbeteiligung ist enorm, freitags standen letztens 26 Damen auf dem Feld. Und alle ziehen mit.

Tut sich personell was im nächsten Jahr?

Mack: Geplant ist, dass fünf Mädchen aus der U 17 (ebenfalls Bezirksliga –d. Red.), mit deren Trainern ich mich regelmäßig austausche, hochkommen. Die haben ausnahmslos das Format, um sich im Seniorenbereich zu behaupten.

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