Fußball: Landesliga 4
„Wieso sind die eigentlich Zweiter?“ – Dennis Närdemann wundert sich

Herbern -

Für den SV Herbern im Allgemeinen und Rückkehrer Dennis Närdemann im Besonderen lief es bis zum neuerlichen Lockdown ziemlich rund. Nur eine Sache wurme ihn, wie der Offensiv-Allrounder im Gespräch mit den WN einräumt.

Montag, 21.12.2020, 20:25 Uhr aktualisiert: 21.12.2020, 20:34 Uhr
Beim Fußball-Landesligisten SV Herbern zumeist gesetzt: Rückkehrer Dennis Närdemann (r.).
Beim Fußball-Landesligisten SV Herbern zumeist gesetzt: Rückkehrer Dennis Närdemann (r.). Foto: Leon Sicking

Dennis Närdemann ist Ur-Herberner. Zwar hat der Mann zwischen 2011 und 2014 sowie von Anfang 2018 bis Mitte 2020 für den FC Nordkirchen gekickt. Doch beide Male führte der Weg des Offensiv-Allrounders zurück an die Werner Straße. Dort zählt der Routinier zu den Gewinnern der unterbrochenen Spielzeit – was ihn selbst ein bisschen überrascht hat, wie er unserem Redaktionsmitglied Florian Levenig verriet.

 

Fünf von sechs möglichen Startelfeinsätzen in der Landesliga , zwei Buden. Hätte schlimmer kommen können, oder?

Närdemann: Ich kann mich jedenfalls nicht beklagen. Wobei ich mir die Sache im Vorfeld schwerer vorgestellt hatte. Ich habe aber im Sommer auch eine Menge dafür getan, um rechtzeitig fit zu sein. Und wie das so ist, wenn man in die erste Elf reinrutscht: Plötzlich läuft es. Was ja im Grunde für die gesamte Mannschaft gilt.

Benjamin Siegert, mit dem Sie bis zu Ihrer Rückkehr gemeinsam beim FCN auf dem Platz standen, wird Sie kaum aus alter Verbundenheit aufgeboten haben.

Närdemann: Nee (lacht), ein Freundschaftsdienst war das nicht. Ich denke, dass meine Leistungen durchweg okay bis gut waren.

Was auch auf das Team zutrifft: 13 Punkte aus sechs Spielen. Spitzenreiter Altenberge hat 16 Zähler auf dem Konto, aber bereits acht Matches bestritten. Geht da was nach der Zwangspause?

Närdemann: Zumindest stehen wir sicher nicht ohne Grund so weit oben. Und: Wir sind zwar von eins bis elf gut besetzt, aber eben auch auf den Positionen dahinter. Das kann ein entscheidender Faktor im weiteren Saisonverlauf sein.

Einziger Wermutstropfen: Ausgerechnet der Lokalrivale Werner SC liegt in der Tabelle knapp vor Herbern.

Närdemann: Ärgerlich, ja. Die Gelegenheit, unser bislang letztes Spiel in Haltern zu gewinnen, war definitiv da. Dann stünden wir jetzt vor dem WSC. Beim Pokalspiel in Werne waren wir haushoch überlegen. Da fragt man sich schon: Wieso sind die eigentlich Zweiter?

Ihr Coach sagt, die Chancenverwertung sei ausbaufähig.

Närdemann: Das stimmt. Auf der anderen Seite muss man sich diese Vielzahl an Torgelegenheiten ja auch erstmal erarbeiten.

Fehlt ein Whitson, der in den vergangenen beiden Saisons insgesamt 26 Mal für den SVH genetzt hat?

Närdemann: Würde ich so nicht sagen. Julian Trapp ist ein ähnlich guter Vollstrecker, wie Whitson es war. Vor allem bunkert er geschickt die Bälle, sodass andere wie Luis Krampe oder ich zum Abschluss kommen.

Sollte Herbern Meister werden, wäre das für Sie sicher ein bisschen schade.

Närdemann: Inwiefern?

Das Wiedersehen mit Nordkirchen würde dann entfallen.

Närdemann: Dazu müsste der FCN erstmal aufsteigen (lacht). Nein, im Ernst: Ich verfolge natürlich die Ergebnisse meines alten Teams, spreche auch regelmäßig mit den Ex-Kollegen. Stehen ja genug ehemalige Herberner im Kader. Und natürlich habe ich Bock, mal auf Nordkirchen zu treffen. Aber gegen die Westfalenliga hätte ich auch nichts einzuwenden (lacht).

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