Fußball: Landesliga 4
Wieso viele Worte machen? Siegert bleibt beim SV Herbern

Herbern -

Benjamin Siegert bleibt bis mindestens Mitte 2022 Coach des SV Herbern. Auch auf den übrigen Trainerstühlen gibt es an der Werner Straße wenig Bewegung. Muss nur noch ein wichtiger Spieler überredet werden.

Mittwoch, 30.12.2020, 14:01 Uhr aktualisiert: 30.12.2020, 14:11 Uhr
Gibt auch 2021/22 beim SV Herbern die Richtung vor: Ex-Profi Benjamin Siegert.
Gibt auch 2021/22 beim SV Herbern die Richtung vor: Ex-Profi Benjamin Siegert. Foto: flo

Üblicherweise verkünden sie beim SV Herbern am Rande des Davertpokals, wie sie mit den Trainern im Hinblick auf die kommende Spielzeit verfahren. Da aber der Ascheberger Budenzauber aus den bekannten Gründen gestrichen ist, haben die Blau-Gelben ausnahmsweise mal vor dem Jahreswechsel Nägel mit Köpfen gemacht: Benjamin Siegert bleibt auch in der Saison 2021/22 Cheftrainer des hiesigen Fußball-Landesligisten, assistieren werden ihm wie gehabt Jens Kalpein und Martin Eickmeyer.

Die entscheidende Videokonferenz am Mittwochmittag muss ziemlich kurz gewesen sein, so wie Siegert sie schildert: „Wir haben uns virtuell in die Augen geschaut. Machst Du weiter? Ja. Dann viel Spaß.“ Wieso auch viele Worte machen, wenn die Argumente längst ausgetauscht sind. Bereits nach dem neuerlichen Lockdown Ende Oktober gab es laut SVH-Geschäftsführer Dominik Reher eine gemeinsame Kurzanalyse des ersten Saisonviertels. Zu bekritteln war von Vereinsseite her wenig bis gar nichts. Siegert und Co. hätten die über Jahre erfolgreiche Arbeit unter Holger Möllers nahtlos fortgeführt, lobt Reher. Was insofern bemerkenswert sei, „da es für Benjamin ja die allererste Trainerstation ist“.

Auch U 23-Coach verlängert

„Schön, dass ich nur sechs Spiele gebraucht habe, um die handelnden Personen zu überzeugen. Das gab‘s noch nie“, flachst Siegert. Aber im Ernst. Der Verein, die Verantwortlichen und nicht zuletzt die Mannschaft hätten ihm den Einstieg so leicht wie möglich gemacht: „Ich fühle mich sehr wohl in Herbern.“

Jetzt, da die wichtigste Personalentscheidung fix ist, geht es in die Gespräche mit den Aktiven. Möglich, dass die ähnlich reibungslos über die Bühne gehen wie die Abmachung mit dem Coach. „Unser Ziel ist es, mit allen zu verlängern“, so Reher. Wackelkandidaten seien ihm keine bekannt, wenngleich der junge Brasilianer Airton nach Höherem strebt: „Dass Vereine aus der Ober- oder vielleicht sogar aus der Regionalliga ihn auf dem Zettel haben, zeigt doch nur, dass die Arbeit, die wir hier machen, nicht ganz so schlecht sein kann. Auf der anderen Seite weiß Airton, was er am SVH hat. Vielleicht können wir ihn ja noch ein Weilchen behalten“, hofft der Fußball-Geschäftsführer.

Und wenn der robuste Sechser doch schon im Sommer eine neue Herausforderung sucht? „Dann gehen wir weiter den Herberner Weg.“ Sprich: Die Talentsuche fange in der eigenen U 19 (Bezirksliga) respektive der U 23 (Kreisliga A) an. Da trifft es sich gut, dass auch Reserve-Coach Daniel Heitmann an Bord bleibt. Unklar, so Reher, sei allein, ob der spielende Co-Trainer der Zweiten, Simon Schwert, weiter zur Verfügung steht: „Zuletzt hatte Simon berufsbedingt wenig Zeit. Das kann in einem halben Jahr aber wieder ganz anders aussehen.“ Siegert kündigt derweil an, „dass wir uns punktuell nach externen Leuten umsehen“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7744933?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35330%2F
Nachrichten-Ticker