Fußball: Landesliga 4
Bock auf was Neues, zurück zu den Wurzeln – SV Herbern holt vier Mann

Herbern -

Der SV Herbern hat sich für die kommende Saison prominent verstärkt. Daniel Krüger, Tim Bröer und Thomas Eroglu kehren nach zwei Jahren beim FC Nordkirchen an die Werner Straße zurück. Überraschend ist die vierte Personalie.

Freitag, 08.01.2021, 12:21 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 12:28 Uhr
Bald zurück an der Werner Straße: Tim Bröer (l.).
Bald zurück an der Werner Straße: Tim Bröer (l.). Foto: flo

Als sich, kurz vor Weihnachten , die Rückkehr von Daniel Krüger zum SV Herbern anbahnte, da ahnte Fußball-Geschäftsführer Dominik Reher schon, dass Tim Bröer und Thomas Eroglu dem Beispiel des Nordkirchener Torjägers folgen würden: „Die gibt’s ja nur im Dreierpack.“ 2018 war das Trio, ausgebildet an der Werner Straße, geschlossen zum FCN gewechselt. Im Sommer sind die engen Kumpels wieder da – nebst einem vierten Mann aus der Schlossgemeinde, Keeper Philipp Sandhowe.

Krüger war seinerzeit unzufrieden mit den Einsatzzeiten beim Landesligisten – und startete, eine Klasse tiefer, umgehend durch: 26 Buden im Premierenjahr beim FCN, elf in der ersten Corona-Saison, bis dato sieben in der zweiten. „Er hat eine richtig gute Entwicklung genommen“, lobt der sportliche Leiter des SVH, Ludger Staar. Der Wechsel ist auch vor dem Hintergrund zu verstehen, dass Julian Trapp, im Sturmzentrum gesetzt, schnellstmöglich in die USA zurück will, um sein Master-Studium zu beenden.

An Bröer schätzt Staar, „dass Tim enorm flexibel ist“. In Herbern kam der Allrounder bis vor zwei Jahren meist auf der rechten Seite zum Einsatz, beim FCN überzeugte er zuletzt im defensiven Mittelfeld. Dort wird auch bei den Blau-Gelben womöglich eine Stelle frei – falls Airton dem Werben eines höherklassigen Klubs nachgibt. Routinier Eroglu verletzte sich im September, beim Bezirksligaderby in Lüdinghausen, schwer. „Sobald er wieder auf die Beine kommt, ist er in jedem Fall eine Alternative für die rechte Bahn“, glaubt der sportliche Leiter.

Und damit zur vielleicht überraschendsten Personalie: Sandhowe war über Jahre die unumstrittene Nummer eins in Nordkirchen, trug zeitweise die Kapitänsbinde. Er hatte „Bock auf was Neues“, zählt ebenfalls zum Freundeskreis um Krüger und ist ein Arbeitskollege von SVH-Mann Basti Schütte. Dass man ihm an der Werner Straße den roten Teppich ausrollt, erwartet der Ex-Oberliga-Schnapper (SC Roland, Hammer SpVg) nicht. Immerhin verfügt Herbern bereits über drei fähige Torleute (Leo Fenker, Jens Haarseim und der lange verletzte Sven Freitag). Aber: „Im Idealfall führt der Konkurrenzkampf dazu, dass das Torhüterspiel auf ein neues Level gehievt wird.“

Der aktuell Klassenbeste Nordkirchen, dem der Abschied der drei Leistungsträgern kaum schmecken dürfte, verspricht der Ascheberger, „alles rauszuhauen, damit wir im Frühjahr aufsteigen. Was gäbe es Schöneres in der kommenden Saison als zwei Landesliga-Derbys vor 500 Zuschauern?“ Nicht, dass ihm die baldigen Kollegen da einen Strich durch die Rechnung machen – liegt doch der SVH exzellent im Rennen um einen Platz in der Westfalenliga.

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