Fußball: Kreisliga A 2 Münster
Das erste Mal Chef – Bonnekoh coacht 2021/22 den TuS Ascheberg

Ascheberg -

Der TuS Ascheberg bekommt im Sommer einen neuen Coach. Marcel Bonnekoh heißt der Mann, ist 31 Jahre jung und war, zumindest im Seniorenbereich, noch nie leitender Bankangestellter. An Erfahrung mangelt es dem Drensteinfurter dennoch nicht.

Donnerstag, 14.01.2021, 19:00 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 19:08 Uhr
Oliver Logermann und Marcel Bonnekoh (r.) haben in Drensteinfurt lange gemeinsame Sache gemacht. Logermann zieht es am Saisonende nach Roxel, Bonnekoh heuert in Ascheberg an.
Oliver Logermann und Marcel Bonnekoh (r.) haben in Drensteinfurt lange gemeinsame Sache gemacht. Logermann zieht es am Saisonende nach Roxel, Bonnekoh heuert in Ascheberg an. Foto: M. Kleineidam

Doch, lacht Marcel Bonnekoh , auch er habe schon mit dem Fähnchen an der Linie gestanden. Hütchen aufgestellt. Dass der Mann aber noch weit mehr drauf hat, erfährt man schnell, wenn man sich beim Landesligisten SV Drensteinfurt umhört. Nicht wenige im Erlfeld halten den 31-jährigen Trainerassistenten in Fußballfragen für mindestens ebenso kompetent wie SVD-Coach Oliver Logermann. Und so war es wohl nur eine Frage der Zeit, wann Bonnekoh seinen ersten Chefposten bekleidet. Antwort: im Sommer, bei A-Ligist TuS Ascheberg.

Dass er es auf dem Feld nicht ganz so weit bringen würde wie in anderer Funktion, sei ihm „relativ früh, mit Anfang 20 schon“ klar gewesen. Eine Saison hatte es der Ur-Stewwerter damals in der ersten Mannschaft, damals noch Kreisligist, probiert. Mit überschaubarem Erfolg. Verletzungen taten ein Übriges, so dass Bonnekoh die Stollentreter irgendwann ganz auszog und sich fortan als Bankangestellter versuchte. Ehe er zu den Senioren stieß, hatte der bei den SVD-Spielern hochgeschätzte Co-Trainer bereits viele Jahre die A- und B-Junioren im Verein gecoacht.

Oliver Gellenbeck , sportlicher Leiter des TuS, kennt Bonnekoh aus seiner Zeit als Torwarttrainer beim SVD. Er weiß also, „dass sich Marcel sehr intensiv mit der Materie befasst und jede Gelegenheit nutzt, sich fachlich fortzubilden“. 2019 hat der künftige Ascheberger die B-Lizenz erworben. Gänzlich unbekannt ist auch dem Neuen der TuS nicht. Zwei Leute, Keeper Tobias Kofoth und Mittelfeldmann Yannick Westhoff, hätten ja selbst in Drensteinfurt gekickt.

Und: Im Zuge der Saisonvorbereitung gastierte der SVD an der Nordkirchener Straße. 4:0 hieß es damals aus Sicht des Favoriten. „Wir hatten trotz des klaren Sieges einige Böcke drin“, erinnert sich Bonnekoh. Zeit, sich näher mit dem TuS zu befassen, blieb da nicht.

Dafür dürfte Gellenbeck ihm berichtet haben, dass sich beim A-Ligisten personell am Saisonende nur wenig tut. Ein Spieler wird mit seinem Ex-Klub, einem Landesligisten, in Verbindung gebracht. Ein, zwei A-Jugendliche könnten den TuS verstärken. Bei den Langzeitverletzten wie Benedikt Vester müsse man abwarten, wie der Heilungsprozess verläuft, so der sportliche Leiter.

Abwehrmann Vester, der die Erste seit der Trennung von Martin Ritz gemeinsam mit Oliver Glanemann (bleibt Co-Trainer) anleitet, wäre ebenfalls eine Option für den Job an der Seitenlinie gewesen, ist aber laut Gellenbeck beruflich enorm gefordert. Der Coach der zweiten Mannschaft (Kreisliga C) heißt auch in der kommenden Saison Felix Kaupa.

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