Fußball: Landesliga 4
Mehr Zu- als Abgänge – SV Herbern vollzählig

Herbern -

Der SV Herbern hat seine Personalplanungen für die kommende Spielzeit praktisch abgeschlossen. Dass die Zahl der Neuzugänge deutlich größer ist als die der Abwanderungswilligen, sei gar kein Problem, findet der sportliche Leiter.

Dienstag, 19.01.2021, 17:34 Uhr
Kickt 2021/22 in einer höheren Liga, im Ausland – oder doch an der Werner Straße: Airton (l.).
Kickt 2021/22 in einer höheren Liga, im Ausland – oder doch an der Werner Straße: Airton (l.). Foto: flo

Über die prominenten Neuzugänge aus Nordkirchen – die Rückkehrer Daniel Krüger , Tim Bröer und Thomas Eroglu sowie Schnapper Philipp Sandhowe – haben wir an der Stelle bereits berichtet. Neu ist, dass aus der starken U 19 des SV Herbern ( Bezirksliga ) laut Ludger Staar weitere „drei bis fünf Mann“ den Sprung in die erste Mannschaft wagen wollen. Addiert man dazu Ahmed Schett, der offiziell nie weg war, ausbildungshalber aber in den vergangenen beiden Jahren fast gar nicht zum Zuge kam und 2021/22 noch mal angreifen will, kommt man locker auf einen 30er-Kader für die nächste Saison. Zumal der hiesige Fußball-Landesligist praktisch keine Abgänge zu verzeichnen hat. Bisschen groß das Aufgebot, oder?

Leistungsträger fehlen zeitweise

Ja und nein, meint der sportliche Leiter: „Natürlich gehen wir nicht mit 30 Leuten in die Saison.“ 24, das die Wunschvorstellung von Trainer Benjamin Siegert, sollen es am Ende sein. Man dürfe aber nicht außer Acht lassen, dass mit Joko Richter, Sven Freitag, Kapitän Philipp Dubicki, Fabian Vogt und dem letztjährigen A-Jugendlichen Jost Hesselmann fünf Spieler lange verletzt waren oder es immer noch sind – darunter vier potenzielle Startelfkandidaten. Zudem trete Eric Sabe jobbedingt kürzer. Der Rechtsverteidiger werde künftig wohl zwischen erster Mannschaft und U 23 pendeln, so Staar.

Dann seien da noch drei weitere Leistungsträger, die dem SVH zumindest vorübergehend fehlen könnten: „,Trappi‘ (Top-Torjäger Julian Trapp – d. Red.) will nach wie vor im Mai in die Staaten zurück, um dort seinen Master zu machen. Bei Luis Krampe steht ab Februar ein mehrmonatiges Praktikum in München an. Und Dominick Lünemann zieht es beruflich unter Umständen für eine längere Zeit nach Berlin. Dann wäre der Kader gar nicht so riesig.“

Zwei Fragezeichen, starke U 23

Zudem heiße der SVH 2 jeden, der nicht sofort auf dem Flaggschiff unterkomme, willkommen. „Das wird ’ne richtig gute Truppe“, glaubt der sportliche Leiter. Eine, die über kurz oder lang die Bezirksliga ins Visier nimmt? „Das hat sicher nicht die höchste Priorität. Aber sollte es denn so kommen, wird Herbern auch das wuppen. Je kleiner die Kluft zwischen der Ersten und der Zweiten, desto besser.“

Bleiben zwei Fragezeichen: Airton, einer der besten Sechser der Liga, kann sich laut Staar grundsätzlich vorstellen, weiter an der Werner Straße zu kicken. Am jungen Brasilianer sollen aber auch höherklassige Vereine interessiert sein. Selbst ein Wechsel ins Ausland scheint denkbar. Offen ist zudem die Zukunft von Jens Haarseim. Der Keeper, zuletzt aus zeitlichen Gründen nur zweite Wahl, wird mit einem benachbarten Bezirksligisten in Verbindung gebracht.

Virtueller Handschlag

Der Händedruck entfiel aus gegebenem Anlass. Verträge wurden beim SVH per Videokonferenz abgeschlossen oder verlängert. Ein Modell auch für die Nach-Corona-Zeit? „Wieso nicht?“, fragt Ludger Staar, der sportliche Leiter, zurück. Ehe einer aus Münster, Hamm oder von noch weiter her anreise, „kann man das ebenso gut auf die Art regeln“.

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