Handball: Umfrage
Aufstiegsrunde? ASV Senden und HSG Ascheberg/Drensteinfurt halten sich bedeckt

Senden/Ascheberg -

Wann wieder gespielt werden darf, steht in den Sternen. Da hat die Politik das letzte Wort. Der Verband stellt trotzdem mehrere Modelle zur Auswahl. Eines davon scheint beim ASV Senden und der HSG Ascheberg/Drensteinfurt nicht so viele Fans zu haben.

Donnerstag, 28.01.2021, 12:45 Uhr aktualisiert: 28.01.2021, 12:56 Uhr
Swen Bieletzki ist in Sachen Aufstiegsrunde eher skeptisch.
Swen Bieletzki ist in Sachen Aufstiegsrunde eher skeptisch. Foto: flo

Auf dem Tisch liegen die Optionen schon länger, nun ist es offiziell: Der Handballverband hat die Spielzeit 2020/21 am Mittwoch für beendet erklärt, der Kreis Münsterland umgehend nachgezogen. Die Vereine haben nun die Wahl: Wollen sie im Frühjahr an einer Aufstiegsrunde teilnehmen (Absteiger gibt es keine)? An einer regionalen Pokalrunde? Oder lassen sie den Ball bis zum Sommer gänzlich ruhen? Die WN Haben sich beim ASV Senden und der HSG Ascheberg/Drensteinfurt umgehört.

Swen Bieletzki, Coach der ASV-Verbandsliga-Männer, findet es „gut, dass es überhaupt einen Entschluss gibt und die Klubs an der Stelle Gewissheit haben“. Auch freut er sich über die Rückendeckung der Abteilung. ASV-Chef Jochen Jungblut erklärt gegenüber den WN, „dass letztlich die Mannschaften entscheiden. Wir würden das dann – so oder so – mittragen und den Rahmen dafür schaffen.“

Dass seine Sechs sich um einen Platz in der Oberliga bewirbt, kann sich Bieletzki indes kaum vorstellen: „Das war ja auch in der regulären Saison nie unser Thema.“ Etwaigen Turnieren oder Pflichtfreundschaftsspielen kann der Chefcoach ebenfalls nur wenig abgewinnen: „Vielleicht macht man besser einen sauberen Cut und stellt den Spielbetrieb bis zu den großen Ferien ein.“ Dennoch würden beide Varianten teamintern diskutiert.

Auch Alex Seitz, Coach der erst 2020 in die Bezirksliga zurückgekehrten Sendener Reserve, hält sich bedeckt: „Da nicht absehbar ist, wann überhaupt wieder gespielt werden darf, werden wir uns garantiert nicht zeitnah für das eine oder das andere Modell entscheiden.“ Ja, sein Team sei gut in die Saison gestartet. Aber: „Da hatten wir Leute wie Hendrik Kuhlmann oder, aus der Ersten, Max Schlögl dabei, die uns sicher nicht dauerhaft zur Verfügung stehen. Insofern wäre es wohl schlauer, dass sich insbesondere die jungen Spieler ein, zwei Jahre in dieser Klasse akklimatisieren, ehe wir unter Umständen doch mal die Landesliga anpeilen.“

Ausgangslage dieselbe

Ob die HSG-Frauen nach Höherem streben? „Mittelfristig wollen wir schon in die Bezirksliga“, erklärt Jochen Bülte, der neue Coach. Und kurzfristig? „Ich bin im Sommer 2020 angetreten, um eine Kreisliga-Mannschaft zu trainieren. Da wir pandemiebedingt nicht ein einziges Saisonspiel bestreiten konnten, ist die Ausgangslage immer noch dieselbe. Daher würde es aus meiner Sicht nur bedingt Sinn machen, jetzt den Hut in den Ring zu werfen. Zumal ich beide Spielklassen nicht wirklich kenne. Sollten meine Damen oder der Verein das anders sehen, höre ich mir deren Argumente gern an.“

Thorsten Zartner, Seniorenwart der Spielgemeinschaft und Kapitän der Ersten (ebenfalls Kreisliga), mag „zu diesem frühen Zeitpunkt weder das eine noch das andere ausschließen. Dafür müssen wir zunächst bei den Spielern, dem Trainer und der Abteilung ein Stimmungsbild einholen.“ In der (ebenfalls abgebrochenen) Spielzeit 2019/ 20 hatten die HSG-Männer, noch unter Volker Hollenberg, den Aufstieg in die Bezirksliga nur um Haaresbreite verpasst.

Jugend

Noch keinen Beschluss auf Verbandsebene gibt es dazu, wie man im Nachwuchsbereich verfahren will. Das sei aber auch nicht weiter tragisch, da es in den Jugend-Oberligen, in denen der ASV Senden mit zwei Teams vertreten ist, eh weder Auf- noch Absteiger gibt, so Thomas Hammerschmidt. Dass sein Team in dieser Saison noch Pflichtspiele bestreitet, kann sich Sendens U 17-Coach beim besten Willen nicht vorstellen. Auch der Qualifikations-Marathon, der üblicherweise um Ostern rum beginnt, werde wohl erst wieder – wie 2020 – nach den Sommerferien starten. (flo)

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