Fußball: Kreisliga A 2 Münster
Prima Arbeitsmaterial – Marian Tüns bald wieder für den SV Herbern tätig

Herbern -

Insgesamt sechs Jahre war Marian Tüns für den SV Herbern aktiv, seit Anfang 2016 kickt er beim aktuellen Bezirksliga-Primus FC Nordkirchen. Im Sommer kehrt der Zwei-Meter-Mann zu den Blau-Gelben zurück – in etwas anderer Funktion.

Mittwoch, 03.02.2021, 12:51 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 13:00 Uhr
War über Jahre im FCN-Abwehrzentrum oder rechts in der Kette gesetzt: Marian Tüns (am Ball). In Herbern übernimmt der Hüne im Sommer die Tätigkeit, die zuletzt Simon Schwert (tritt kürzer) innehatte.
War über Jahre im FCN-Abwehrzentrum oder rechts in der Kette gesetzt: Marian Tüns (am Ball). In Herbern übernimmt der Hüne im Sommer die Tätigkeit, die zuletzt Simon Schwert (tritt kürzer) innehatte. Foto: rau

Marian Tüns hätte seinen Vertrag beim Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen grundsätzlich verlängern können. Oder zu seinem Stammverein Fortuna Seppenrade zurückkehren, wo, wie er aus vergangenen Gesprächen weiß, die Türe für den Zwei-Meter-Schlaks immer offen steht (und wo auch Bruder Julian kickt). Entschieden hat sich der 28-Jährige dann aber für „etwas völlig Neues“: Tüns wird zur kommenden Saison spielender Co-Trainer bei der U 23 des SV Herbern.

Ein Innen- sowie Rechtsverteidiger, der lösungsorientiert denkt. Für den Spielintelligenz kein Fremdwort ist: Tüns erfüllt ganz wesentliche Kriterien, um auch mal die andere Perspektive einzunehmen. „Trotzdem gab es bislang null Berührungspunkte mit einer Trainertätigkeit.“ Das müsse man unbedingt ändern, fand Ludger Staar , der sportliche Leiter des SVH. „Lutz kenne ich, seit er damals Assistenzcoach in Herbern war. Er war es, der kürzlich die Idee an mich herangetragen hat.“

Staar muss ziemlich überzeugend gewesen sein, denn Tüns ist längst Feuer und Flamme für die künftige Aufgabe. Was wohl auch an dem liegt, was sie den „Herberner Weg“ nennen: „Beim SVH drängen Jahr für Jahr neue, eigene Talente in den Seniorenbereich. Einige schaffen direkt den Sprung in die Erste, andere landen in der U 23 – mit der Perspektive, sich durch gute A-Liga-Auftritte ebenfalls für einen Platz im Landesligateam zu empfehlen.“ Gut ausgebildete, hinreichend motivierte junge Spieler: nicht das schlechteste Arbeitsmaterial. Auch die Aussicht, wie Chefcoach Daniel Heitmann über kurz oder lang die B-Lizenz zu erwerben, reize ihn.

Tüns kennt den Verein aus dem Effeff

Ein weiterer Vorteil: Tüns kennt den Verein aus dem Effeff. Nach einer kleinen Odyssee in jungen Jahren – vom Rosendorf über den VfL Senden, den VfB Waltrop und Union Lüdinghausen bis zur TSG Dülmen – gelangte er im ersten A-Jugendjahr zu den Blau-Gelben, mit denen Tüns prompt in die Landesliga aufstieg. Ähnliches gelang ihm später mit den SVH-Senioren, die 2013/14 eine Spielzeit in der Westfalenliga verbrachten.

Insgesamt sechs Jahre trug der verlässliche Defensivmann den Herberner Dress, fünfeinhalb werden es im Sommer in der Schlossgemeinde sein. Bis Mitte 2020 war er dort in der Kette stets gesetzt, ehe Tüns seinen Stammplatz unter dem neuen FCN-Coach Mario Plechaty verlor. Die überschaubaren Einsatzzeiten in der Hinrunde: Auch die seien ein Grund für den Wechsel am Saisonende, räumt der Abwehrhüne ein.

In Herbern dürfte er deutlich länger auf dem Platz stehen als zuletzt in Nordkirchen. Zwar fehlt es der Hintermannschaft der Reserve durchaus nicht an jungen Talenten, wohl aber an einem, der sie anleitet und in kritischen Momenten die Ruhe bewahrt. Tüns’ Erfahrung aus ein paar hundert überkreislichen Partien: Die haben die Verantwortlichen an der Werner Straße ja bewusst mit eingekauft.

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