Fußball: Ehrenamtspreis
Thomas Witthoff und Dominik Reher bares Geld wert

Ascheberg/Herbern -

Über den Ehrenamtspreis des Fußballkreises Münster darf sich die Jugendabteilung der DJK Borussia Münster freuen, geehrt wird deren Leiter Jochen Klosa. Je ein Funktionär des TuS Ascheberg und des SV Herbern haben in der Krise ebenfalls Großes geleistet.

Dienstag, 09.02.2021, 17:05 Uhr
Ehrenamtler aus Überzeugung: Thomas Witthoff und Dominik Reher (kl. Bild).
Ehrenamtler aus Überzeugung: Thomas Witthoff und Dominik Reher (kl. Bild). Foto: hbm/flo

Es sei ein wunderbares Bild gewesen, erinnert sich Rainer Zahlten, Gesamtvorsitzender des TuS Ascheberg. Nach dem ersten Lockdown hatte Thomas Witthoff im Frühsommer 2020 zum Training gebeten. Und Jungs wie Mädchen seien um den Fußball-Jugendleiter herumgetollt – außer sich vor Freude, dass sie nach monatelanger Auszeit endlich wieder ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung nachgehen durften.

Wahrscheinlich wird Witthoff sie bei der Gelegenheit auf seine väterliche Art ermahnt haben, bei allem Übermut nur ja den nötigen Abstand zu den anderen Kindern zu wahren. Der TuS zählte ja genau deshalb zu den ersten Vereinen im Altkreis, die seinerzeit den Betrieb aufnahmen. Weil Witthoff und Co. im Vorfeld mit größter Akribie ein umfassendes Hygienekonzept erstellt hatten.

Bürgermeister beeindruckt

Bürgermeister Thomas Stohldreier, zu der Zeit Ordnungsamtsleiter, und sein Vorgänger Dr. Bert Risthaus sollen bei einem Ortstermin nicht schlecht gestaunt haben, als sie sahen, wie vorbildlich die TuS-Verantwortlichen das ausgeklügelte Papier in die Praxis umsetzen. Warnschilder, Desinfektionsmittel, Absperrgitter, Zuschauererfassung und mehr – nur so gelang der Re-Start.

Beeindruckt von dem Heidenaufwand war indes nicht nur die Gemeindeverwaltung, sondern auch der Fußballkreis Münster, der Witthoff und fünf weitere Funktionäre im Rahmen des nächsten Ehrenamtstages (Ort und Termin stehen noch nicht fest) auszeichnen wird. Der Hauptpreis – 10 000 Euro für die Jugendabteilung – geht an Jochen Klosa (Borussia Münster). Aber auch für den TuS zahle sich Witthoffs Engagement aus, berichtet Zahlten: Während andere Vereine befürchteten, insbesondere junge Mitglieder zu verlieren, habe es im Corona-Jahr 2020 an der Nordkirchener Straße im Nachwuchssektor beachtliche 45 Neueintritte gegeben. Witthoff spielt den Ball zurück: „An dem Konzept haben ja noch viele andere wie Manfred Trahe, Gerrit Mücke, David Stüdemann oder unser erster Vorsitzender mitgewirkt.“

 

Dominik Reher zählt ebenfalls zu den sechs Auszuzeichnenden. Der Fußballgeschäftsführer des SV Herbern war es, der die Zeichen der Zeit früh erkannt und die Digitalisierung beim SVH maßgeblich angeschoben hat. Technikaffin sei er immer schon gewesen, erzählt der 35-Jährige, der in den vergangenen Monaten ungezählte Videokonferenzen organisiert und moderiert hat, bei den Junioren wie im Seniorenbereich. „Dominik hat den Laden in der Krise am Laufen gehalten“, lobt SVH-Boss Jürgen Steffen.

Auch Reher ist für seinen Verein bares Geld wert. Als im Vorjahr das Jugendturnier über Pfingsten abgesagt wurde, ließ der Ü 32-Mann bei den Alten Herren virtuell den Hut rumgehen. So kamen binnen kürzester Zeit 1000 Euro für die SVH-Jugend zusammen. Eine ähnliche Aktion werde es auch 2021 geben, kündigt der überzeugte Ehrenamtler an.

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