Reiten: U 25-Springpokal
Kribbeln schon beim Zusehen – Marie Ligges will zum CHIO

Herbern -

In Hagen am Teutoburger Wald findet am kommenden Wochenende der erste von vier Ausscheidungswettbewerben um den deutschen U 25-Springpokal statt. Das Fernziel von Marie Ligges (RV Herbern) ist aber ein anderes.

Dienstag, 20.04.2021, 17:33 Uhr aktualisiert: 20.04.2021, 17:56 Uhr
Waren schon oft bei großen Wettkämpfen – hier das Turnier der Sieger in Münster – im Einsatz: Marie Ligges und ihre 13-jährige Westfalenstute Curly Sue.
Waren schon oft bei großen Wettkämpfen – hier das Turnier der Sieger in Münster – im Einsatz: Marie Ligges und ihre 13-jährige Westfalenstute Curly Sue. Foto: Peter Leßmann

CHIO Aachen . Weltfest des Pferdesports. Soers. 40 000 Zuschauer. Marie Ligges hat das alles schon erlebt – auf der Tribüne. Und wenn sie nur daran zurückdenke, „bekomme ich sofort Gänsehaut“, erzählt die junge Herbernerin. Man kann sich also vorstellen, wie sehr das Herz der seit Samstag 22-Jährigen hüpft, sollte sie beim pandemiebedingt in den September (10. bis 19.) verschobenen, international wichtigsten Branchentreffen das erste Mal im Sattel sitzen (wenngleich 2021 aus gegebenem Anlass ein paar Besucherplätze frei bleiben dürften).

Die Chance, sie ist in jedem Fall da. Von Freitag (23. April) bis Sonntag nimmt Ligges in Hagen am Teutoburger Wald an einem von vier Ausscheidungswettbewerben um den deutschen U 25-Springpokal teil. Je fünf von 18 nominierten Paaren sind im Finale der von Bundestrainer Otto Becker und seinem langjährigen Assistenten Heinrich-Hermann Engemann einst ins Leben gerufenen Top-Nachwuchsserie im Spätsommer in der Kaiserstadt dabei.

Ligges müsste also am Wochenende 13 Starter distanzieren. Kein einfaches Unterfangen, wie die Herbernerin weiß: „Reiten können die alle. In keinem anderen Land ist die Leistungsdichte so groß, das gilt für sämtliche Altersklassen.“ Indes: Reiten kann auch Ligges. Bei der Generalprobe in Luhmühlen gewann sie auf Curly Sue ein Springen der kleinen Tour. Auf der großen, mit Corcovado, kostete jeweils ein (vermeidbarer) Abwurf ein noch besseres Ergebnis in Qualifikation und Endkampf.

Beide Tiere nimmt die frischgebackene Pferdewirtin mit nach Hagen. Für die 13-jährige Westfalenstute Curly Sue sprächen Erfahrung und Tempohärte. Dafür habe ihr vier Jahre jüngerer Wallach Corcovado das größere Springvermögen – was gerade bei der Drei-Sterne-S-Prüfung und den bis zu anderthalb Meter hohen Hindernissen am Schlusstag von Belang sein dürfte. Zumal dort besonders viele Punkte vergeben werden. Ebenfalls in die Wertung fließt das S**-Springen tags zuvor ein, nicht aber die übermorgige Auftaktrunde.

Und wenn es am Ende nichts werden sollte mit Aachen? „Dann versuche ich es halt im nächsten Jahr ein drittes Mal“, verspricht Ligges. 2019, beim Optimum in Balve, verpassten Curly Sue und sie die CHIO-Teilnahme nur um Haaresbreite.

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