Ulrike Fronda leitet den Sportabzeichen-Stützpunkt Drensteinfurt
„Ich muss immer in Aktion sein“

Drensteinfurt -

„Sport ist mein Leben“, sagt Ulrike Fronda, die seit 2013 den Sportabzeichen-Stützpunkt Drensteinfurt leitet. Gleichzeitig gibt die 57-Jährige aber auch noch Kurse bei DJK Olympia. Der Weg in die Leichtathletik war dabei keineswegs vorgezeichnet.

Donnerstag, 11.01.2018, 20:01 Uhr

Ulrike Fronda sitzt natürlich auch mal auf dem Sofa. Doch spätestens am dritten Tag müsse sie runter von der Couch und sich wieder bewegen, sagt die 57-Jährige.
Ulrike Fronda sitzt natürlich auch mal auf dem Sofa. Doch spätestens am dritten Tag müsse sie runter von der Couch und sich wieder bewegen, sagt die 57-Jährige. Foto: Matthias Kleineidam

Sie führt ein bewegtes Leben. Und engagiert sich ehrenamtlich. Ulrike Fronda ist nicht nur Leiterin des Sportabzeichen-Stützpunktes Drensteinfurt, sondern auch für die DJK Olympia als Übungsleiterin aktiv. „Sport ist mein Hobby“, sagt die 57-Jährige.

Seit 50 Jahren ist die gebürtige Stewwerterin Mitglied des größten Sportvereins in der Stadt. „Ganz früher habe ich bei der DJK geturnt“, erinnert sich Fronda. Sie gehörte zur Leistungsturngruppe, ihr Trainer war Alfons Bartoniczek. Als Jugendliche machte sie den Gruppenhelferschein.

Nachdem Fronda zwischenzeitlich auf Badminton (Betriebssport) umgestiegen war, gründete sie beim SV Werseclub ( SVW ), einem der beiden Vorgängervereine des SV Drensteinfurt, eine Turngruppe für Frauen. „Die Männer gingen permanent zum Fußball“, nennt Fronda ihren damaligen Beweggrund. Das erste Treffen der rund 20 Teilnehmerinnen großen Gruppe war am 3. April 1984.

Ende 1988 machte die Sozialversicherungsfachangestellte ihren Übungsleiterschein. Mit der Fusion des SVW und des BVD 1989 wechselte die Turngruppe zum SVD, in den 90er Jahren dann zur DJK. Der Grund: „Die Beiträge für die Frauen waren beim SVD zu hoch“, so Fronda.

Zurzeit leitet die Drensteinfurterin zwei DJK-Kurse. Die Turngruppe hat mittlerweile einen passenderen Namen. Bei „Fitness für Frauen“ stehen montags von 19.30 bis 21 Uhr in der kleinen Halle an der Teamschule Zirkeltraining, Spiele, Badminton, Walken und ein Fitnessprogramm von Kopf bis Fuß auf dem Programm. 18 Mitglieder im Alter von 24 bis 50 Jahren nehmen das Angebot wahr.

Die Skigymnastik „Fit für die Piste“ gibt es seit 2013 – und nur im Winterhalbjahr. „Der Kurs ist für Frauen und Männer.“ 16 Anmeldungen liegen aktuell vor, jeder kann stundenweise einsteigen. „Auch Ehepaare sind dabei“, sagt Fronda, die selbst zwei Mal im Jahr in den Skiurlaub fährt. Das Treffen findet wöchentlich freitags von 19 bis 20 Uhr in der Turnhalle der Kardinal-von-Galen-Grundschule statt. „Die Stunden fallen nie aus“, betont Fronda – auch wenn der Zuspruch mal nicht so groß ist.

Seit 2013 leitet Ulrike Fronda zudem den Sportabzeichen-Stützpunkt. Prüferin ist sie schon länger. Dabei fand sie Leichtathletik früher „blöd“, wie sie sagt. „Ich bin Ende 2012 von Manni überrumpelt worden“, erläutert die 57-Jährige. Ihr Vorgänger Manfred Kraft , der 31 Jahre an der Spitze stand, überredete sie schlussendlich.

„Ich mache das gerne“, sagt die Mutter zweier Söhne heute. Bei der Abnahme drückt sie kein Auge zu. „Ich gelte als sehr streng.“

Trainiert und geprüft wird während der Saison montags von 19 bis 21 Uhr und mittwochs von 17 bis 19 Uhr im Sportzentrum Erlfeld. In Drensteinfurt stehen Fronda Manfred Kraft und Andrea Diepenbrock zur Seite.

In Walstedde kümmern sich Claudia Grünewald, Beate Kosela, Susanne Reuter und Uwe Buchta um die Abnahme, in Rinkerode betreut Sabine Stöhr die Kindertagesstätten. Die Jugendlichen und Erwachsenen aus dem Davertdorf müssen nach Drensteinfurt kommen.

Sich in der und für die Stadt zu engagieren, ist für Fronda eine „selbstlose Geschichte“. Es sei wichtig, dass Kinder und Jugendliche sich bewegen und herangeführt werden. „Wenn Kinder Spaß haben, habe ich auch Spaß. Ich möchte sie unterstützen“, sagt die Stewwerterin, die selbst schon 20 Mal das Sportabzeichen für Erwachsene abgelegt und im vergangenen Jahr auch noch einen Spinning-Schein gemacht hat. Denn die Unterstützung der Eltern bleibe oft aus. Außerdem findet Fronda „Gemeinschaft gut“. Ab und zu sei die Abnahme im Sommer ein „Familien-Event“.

Ihre Jungs könnten auch ruhig etwas sportlicher sein, gibt Fronda mit einem Lachen zu. Niklas fängt wieder an, Fußball zu spielen, Max, der Ältere, ist in der Feuerwehr aktiv. Zudem setzen sich beide in ihrer Freizeit für den Junggesellen-Schützenverein ein – Max im Vorstand, Niklas als Avantgardist.

Sie selbst „kann natürlich auch mal auf dem Sofa liegen“, sagt Ulrike Fronda. Doch „spätestens am dritten Tag“ müsse sie runter von der Couch und sich wieder bewegen. „Ich muss immer in Aktion sein“, sagt die Drensteinfurterin.

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