Fußball: Kreisliga A2 Münster
Neuer Mann an der Spitze: Jeiler übernimmt Abteilungsleitung in Albersloh

Im vergangenen Jahr führte der Weg der Fußballer aus Albersloh zurück in die Kreisliga A. Das Team hat sich mittlerweile stabilisiert und steuert den Ligaverbleib an. Erst vor zwei Wochen gab der Verein die Verpflichtung Sven Lewandowskis bekannt, der im Sommer als Trainer Omid Asadollahi ablöst. Die Weichen für die nähere Zukunft sind also gestellt. Fast untergegangen und nur als Randnotiz gab Albersloh bekannt, dass Heinz-Josef Horstmann als Fußballobmann zukünftig kürzer treten möchte – planmäßig und intern bereits seit einiger Zeit bekannt.

Freitag, 06.04.2018, 17:04 Uhr

Heinz-Josef Horstmann, seit 2010 an der Spitze der Fußball-Abteilung aktiv, tritt zurück in die zweite Reihe – Sebastian Jeiler übernimmt die sportliche Leitung beim Fußball-A-Ligisten Grün-Weiß Albersloh.
Heinz-Josef Horstmann, seit 2010 an der Spitze der Fußball-Abteilung aktiv, tritt zurück in die zweite Reihe – Sebastian Jeiler übernimmt die sportliche Leitung beim Fußball-A-Ligisten Grün-Weiß Albersloh. Foto: Ulrich Schaper

Neuer Mann an der Spitze der Abteilung ist Sebastian Jeiler. Redakteur Ulrich Schaper traf sich mit den beiden Fußball-Kennern, die zunächst noch gemeinsam die Geschicke im Verein steuern.

Herr Horstmann , Sie sind wie frühzeitig angekündigt in die zweite Reihe gerückt. Wie fühlt sich das an?

Horstmann: Ich bin ja nicht von der Bildfläche verschwunden. Wir haben da frühzeitig drüber gesprochen, wie wir einen runden Übergang schaffen können. Ich habe die Leitung der Fußball-Abteilung ja schon immer als Teamaufgabe begriffen. Ein anderer Grund war sicherlich: Matthias Hecker , Marcel Kirchhoff (beides Spieler der 1. Mannschaft; d. Red.) und ich haben uns sehr um die Verpflichtung des neuen Trainers bemüht. Dem jetzt zu sagen, ich würde mich verabschieden, nein, das hätte ich komisch empfunden. Ich werde jetzt zwar etwas kürzer treten, mich aber mit Matthias Hecker gemeinsam um die sportlichen Belange der 1. Mannschaft kümmern.

Mal ein kurzer Blick zurück – was ist in dieser Zeit passiert?

Horstmann: Ich glaube, dass es eine stetig wachsende Herausforderung ist, Jugendliche und Erwachsene an den Verein zu binden. Ein Beispiel: Früher hatten die meisten Klubs eine dritte Seniorenmannschaft. Die haben sich aber fast überall aufgelöst, weil Spieler fehlen. Das fängt schon im Jugendbereich an – viele Vereine kooperieren miteinander, um den Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, am Spielbetrieb teilzunehmen. Albersloh und Rinkerode haben da im A-Jugend-Bereich eine gute Lösung gefunden. Das ist ein auffälliger Trend.

Jeiler: Ich bin ja auch noch ein Spieler vom alten Schlag. Was man schon beobachtet, dass sich die Einstellung und die Mentalität der jungen Leute verändert. Bei uns stand Fußball über allem, da war man sonntags am Platz. Punkt. Das ist heute anders.

Horstmann: Viele wollen heute keine Verpflichtung mehr eingehen. Dazu kommt ja auch, dass man sich in einem Team durchaus einem Konkurrenzkampf stellen muss – dass ist nicht immer leicht.

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Jeiler: Ich bin ja Albersloher durch und durch. Bin mit Ausnahme von zwei Jahren Pause seit meinem sechsten Lebensjahr bei Grün-Weiß. Seit zwei Jahren engagiere ich mich als Altherren-Obmann und in dieser Funktion ohnehin im Vorstand. Klar musste ich mir das überlegen, ob ich mir das vorstellen kann. Es ist ja durchaus ein zeitlicher Aufwand. Ich habe das mit meiner Frau durchgesprochen, die mich bislang da auch immer unterstützt hat. Ich mache das ja auch weiterhin mit dem bestehenden Team.

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Jeiler: Grundsätzlich nicht. Ich glaube Albersloh ist ein attraktiver Standort mit vielen Neubaugebieten. Albersloh wächst und da kommen sicher auch wieder junge Leute, die bei uns spielen möchten. Was die Aufgabe angeht: Ich bin ja schon lange im Verein und kenne die Strukturen. Das hilft.

Was könnten den kurzfristige Ziele sein?

Jeiler: Ich glaube, das oberste Ziel muss sein, A-Ligist zu bleiben. Das sieht ja momentan nicht schlecht aus.

Horstmann: Vielleicht schaffen wir es ja sogar, mittelfristig die Großen hier und da zu ärgern – das hatten wir ja auch schon mal.

Jeiler: Ich glaube auch, dass das unser Anspruch sein sollte. Wir müssen nicht zwingend Bezirksliga spielen. Im Zweifelsfall ist das auch gar nicht so attraktiv – viele unbekannte Gegner, weite Fahrten. Wir holen mehr Leute ans Spielfeld bei einem Derby gegen Rinkerode. Und dann muss man auch sehen, wie viele eigene Spieler auf dem Rasen sind, also solche, die im Dorf bekannt sind, die hier Familie und Freund haben.

Horstmann: Das, was Sebastian sagt, ist ganz wichtig: Klar, brauchen wir auch mal Leute von außerhalb. Vorrangig sollen aber die Jungs hier aus dem Ort die Chance haben, bei uns zu spielen.

Zum Thema

Unterstützt wird Sebastian Jeiler durch: Heinz-Josef Horstmann und Matthias Hecker (Teamleitung 1. Mannschaft), Tobias Saathoff und Andreas Buchholz (Jugendkoordination), Bianka Sikorski (Events), Berthold Rummeling (Organisation und Passwesen), Michael Buchholz (Koordination Schiedsrichter), Lukas Strohbücker (Facebook) und Simon Hülsmann (Beisitzer).

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