Handball: Landesliga
Ein unbequemer Arbeitsplatz: Westmeier muss bei Sendenhorst zwischen die Pfosten

Sendenhorst -

Was tut man nicht alles, um Handball spielen zu können? Janis Westmeier ist ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent bei der SG Sendenhorst und hatte nicht lockergelassen – ganz unbedingt wollte er einen Einsatz im Team von Claudius Heyna. „Er meinte, er will spielen, egal auf welcher Position“, sagte der Übungsleiter, zuckte kurz mit den Schultern und stellte den 18-Jährigen Youngster ins Tor.

Sonntag, 06.05.2018, 13:05 Uhr

Im ersten Durchgang zurückhaltend, wehrten sich die SG-Spieler (hier: Lars Mönig) nach Kräften. Personell geschwächt reichte es gleichwohl nicht mehr, um dem Spiel eine Wendung zu geben.
Im ersten Durchgang zurückhaltend, wehrten sich die SG-Spieler (hier: Lars Mönig) nach Kräften. Personell geschwächt reichte es gleichwohl nicht mehr, um dem Spiel eine Wendung zu geben. Foto: Ulrich Schaper

Normalerweise ist das der Arbeitsplatz von Henning Schöne oder Christopher Cooper. Weil aber der eine (Cooper) beim Auswärtsspiel in Ibbenbüren fehlte, und sich der andere (Schöne) folgenschwer an der Schulter verletzte, musste Westmeier zwischen die Pfosten. „An ihm hat es ganz sicher nicht gelegen, dass wir verloren haben“, stellte Heyna dem 18-Jährigen ein gutes Zeugnis aus.

Folgenreich hingegen war das Abschneiden im ersten Abschnitt der Begegnung gegen die Ibbenbürener SpVg, in welchem die Gäste aus Sendenhorst satte 21 Gegentore kassierten. Am Ende hieß es 35:29 (21:16) für die Gastgeber.

„Das war im ersten Durchgang einfach zu wenig. Für ein Team im Abstiegskampf waren wir einfach nicht präsent genug, waren zu weit von den Leuten weg und haben nicht energisch genug zugepackt“, ärgerte sich der SG-Verantwortliche. „Wenn man innerhalb von 30 Minuten 21 Gegentore kassiert, muss man nicht rätseln, wo die Schwachstelle war.“

Eine Schnellanalyse vor dem Seitenwechsel brachte zwar die gewünschte Besserung im Defensivverhalten, um dem Spiel aber die entscheidende Wendung zu geben, war es zu spät; der fünf Tore Rückstand aus Halbzeit eins war eine zu große Hypothek. Erschwerend hin zu kam, dass sich auch Martin Kleikamp eine Verletzung zuzog. Früh im Spiel knickte der Kreisläufer um und verletzte sich am Fußgelenk. „Die Bank war leergefegt“, klagte Heyna über die personell angespannte Situation. Nach dem Achilles-Sehnenriss von Christian Berndt am vergangenen Wochenende dezimiert sich der SG-Kader bedrohlich vorm Saisonfinale gegen HC Ibbenbüren (Sonntag, 17.15 Uhr, St.-Martin-Halle).

Sendenhorst: Schöne – Haake (7/4), Jens Hunkemöller (1), Feldmann, Suntrup (6/2), Westmeier, Grabowski (2), Schmitz (1), Martin Kleikamp (4), Matthias Kleikamp (3), Lars Mönig (5).

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