Fußball: Bezirksliga 7
Drensteinfurt kassiert beim 0:3 gegen Westönnen erste Heimniederlage

Drensteinfurt -

Es war ein gebrauchter Tag für die Bezirksliga-Fußballer des SV Drensteinfurt. Zum ersten Mal blieben sie in den 90 Minuten plus Nachspielzeit ohne Tor. Und dass sie gegen Rot-Weiß Westönnen (0:3) mehr als zwei Treffer kassierten, war ebenfalls ein Novum in dieser Saison. Und so musste der Bezirksligist die erste Liga-Heimniederlage seit Mai hinnehmen.

Sonntag, 02.12.2018, 21:02 Uhr
Die Offensivbemühungen (hier Jens-Uwe Niemeyer) des SV Drensteinfurt blieben allesamt glücklos.
Die Offensivbemühungen (hier Jens-Uwe Niemeyer) des SV Drensteinfurt blieben allesamt glücklos. Foto: Kleineidam

Oliver Logermann sprach von einem „insgesamt verdienten“ Sieg der Gäste aus Werl und dem „altbekannten Problem“ seiner Mannschaft: „Wir hatten keinen gelernten Stürmer in der Startelf. Ich hatte das Gefühl, wir hätten noch zehn Stunden spielen können und hätten nicht getroffen“, sagte der Trainer nach der ersten Schlappe des SVD gegen Westönnen – im neunten Duell. Zuvor hatten die Drensteinfurter alle vier Heimspiele gegen RWW zu null gewonnen und auswärts immer unentschieden gespielt.

Im ersten Liga-Heimspiel seit Mitte Oktober musste Logermann ohne die verletzten Yannick Westhoff, Marvin Brüggemann und Sven Grönewäller auskommen. Außerdem fehlten der privat verhinderte Eric Schouwstra und Tobias Brune, der für die zweite Mannschaft im Spiel beim Werner SC II (3:0-Erfolg/ausführlicher Bericht folgt) auflief. Weil Maximilian Schulze-Geisthövel zunächst auf der Bank saß, bildete Jens-Uwe Niemeyer die Sturmspitze.

„In der ersten Halbzeit haben wir uns ziemlich neutralisiert“, sagte Logermann. Die gerade mal 50 Zuschauer im Erlfeld sahen in den ersten 45 Minuten ein Spiel ohne große Höhepunkte. Die Gäste waren allerdings etwas präsenter. In der 14. Minute unterlief dem SVD beinahe ein Eigentor. Der Ball rollte knapp rechts am Tor vorbei. Auch die zweite Chance gehörte dem Außenseiter. Steffen Topps Versuch ging drüber (17.). Für den Tabellendritten hatte Niemeyer das 1:0 auf dem Fuß. Westönnens Keeper Marvin Baum ließ den Ball nach einem Distanzschuss von Sinthusen Chelvanathan nach vorne abprallen, doch Niemeyer scheiterte am Torwart (20.). Kurz vor dem Seitenwechsel gab es eine knifflige Szene: Maximilian Dahlhoff und Steffen Eschmann beharkten sich im Strafraum des SVD, Westönnens Zehner fiel, aber der junge, unter Beobachtung stehende und recht souverän leitende Schiedsrichter Garrit Kniepkamp pfiff nicht – wohl zu Recht (39.).

Westönnens erstes Tor in Drensteinfurt

Auch nach dem Seitenwechsel fiel den Drensteinfurtern nicht viel ein. Niemeyer fand seinen Meister erneut in Baum (59.), danach wurden nur noch die Gäste gefährlich. Für Logermann war das nicht überraschend. „Ich wusste vorher, dass die gut sind“, sagte der SVD-Coach über Westönnen, das nur als Tabellenelfter angereist war. Mitte der zweiten Hälfte lenkte Schlussmann Tobias Kofoth einen Schuss von Eschmann aus gut 18 Metern stark um den Pfosten (68.), zwei Minuten später zielte Michael Heinz drüber (70.). Kurz darauf zeigte Kniepkamp auf den Elfmeterpunkt. Leon van Elten hatte die Grätsche ausgepackt und sah die Gelb-Rote Karte, Heinz verwandelte souverän (72.). Der Jubel war groß, schließlich war es das erste Tor der Westönner in Drensteinfurt überhaupt. Für van Elten war es bereits der zweite Platzverweis in dieser Saison. „Wenn wir den Elfmeter nicht kriegen, kann das Spiel anders ausgehen“, meinte Logermann.

In der Schlussphase nahm die ohnehin starke Offensive der Rot-Weißen die ansonsten stabile Defensive des SVD zwei Mal auseinander. Nur zwei Minuten nach der Führung legte Christopher Clarysse mit einem unhaltbaren Schuss aus dem Rückraum das 0:2 nach (74.). Der sechs Minuten zuvor eingewechselte Burak Comuk setzte den Schlusspunkt (90.+2). „Wir haben versucht aufzumachen“, begründete Logermann das am Ende deutliche Resultat.

SVD: Kofoth, Ziegner, Günner, Fröchte, Dahlhoff, Niehues (73. Bußmann), van Elten, De. Popil (56. Schulze-Geisthövel), S. Wiebusch (46. Vieira Carreira), Chelvanathan, Niemeyer.

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