Allgemein: Sportabzeichenverleihung in Walstedde
Lob für Sportler – Kritik an den Rahmenbedingungen

Walstedde -

Sich selbst etwas beweisen, in Bewegung kommen oder einfach der Spaß am Sport: Die Gründe, Jahr für Jahr das Sportabzeichen abzulegen, könnten vielfältiger nicht sein, ziehen aber immer wieder viele Wiederholungstäter und Personen aller Altersklasse, die die Fitnessprüfung für jedermann selbst mal ausprobieren wollen, auf die Sportanlagen im Stadtgebiet. Für ihren schweißtreibenden Einsatz im vergangenen Sommer wurden die Walstedder Sportler am vergangenen Dienstag in der Gaststätte Höhne belohnt.

Mittwoch, 06.02.2019, 18:26 Uhr
Das Gruppenfoto der Übungsleiter und Sportler. Insgesamt nahmen 21 Erwachsene und 43 Jugendliche am Sportabzeichen in Walstedde teil.
Das Gruppenfoto der Übungsleiter und Sportler. Insgesamt nahmen 21 Erwachsene und 43 Jugendliche am Sportabzeichen in Walstedde teil. Foto: Simon Beckmann

Traditionell übergab Stützpunktleiterin Ulrike Fronda gemeinsam mit den örtlichen Prüfern den letztjährigen Teilnehmern ihre wohlverdienten Urkunden.

Bereits zum 36. Mal absolvierte Uwe Buchta in 2018 das Sportabzeichen. Auf 28 Teilnahmen kommt Beate Kosela und Susanne Reuter legte schon zum 25. Mal die Fitnessprüfung für jedermann ab. Während es im gesamten Stadtgebiet im vergangenen Jahr zehn Familiensportabzeichen gab, waren die Familien im Lambertusdorf nicht gemeinsam bei der Fitnessprüfung aktiv. Insgesamt habe es in 2018 – so Fronda – 64 Teilnehmer (21 Erwachsene, 43 Jugendliche) beim Sportabzeichen in Walstedde gegeben. „Die Zahlen sind leider rückläufig. Das sieht man auch, wenn man das gesamte Stadtgebiet betrachtet. Waren es 2017 noch 295 Sportabzeichen, so kommen wir in 2018 nur auf 185 Teilnahmen“, bilanzierte Fronda. Als mögliche Ursache machte die Stützpunktleiterin den „extrem heißen“ Sommer aus. „Das war auch der Grund, warum das Sportfest der Walstedder Grundschule ausgefallen ist“, erklärte Prüferin Susanne Reuter. Claudia Grünewald – ebenfalls Prüferin – bedankte sich anschließend bei allen, die trotz des Wetters bei der Fitnessprüfung für jedermann mitgemacht haben.

64 Teilnehmer erhalten Sportabzeichen

Allerdings wurde die Sportabzeichenverleihung auch dafür genutzt, um Kritik zu äußern. „Wir waren wieder gezwungen für den 100-Meter-Lauf in die Kolpingsiedlung auszuweichen. Die 50-Meter-Sprints fanden auf einem Schotterweg zwischen Sportplatz und der Siedlung statt“, berichtete Grünewald, um hinzuzufügen: „Beim Bau des Kunstrasenplatzes wurde keine Laufbahn berücksichtigt. Jetzt müssen wir jedes Jahr improvisieren.“ Das Problem: Zuvor wurden die Läufe auf dem ehemaligen Ascheplatz abgenommen, der neue Kunstrasen ist für normale Schuhe allerdings deutlich zu glatt. „Die damalige Laufbahn konnten wir nur auch nur in den seltensten Fällen nutzen, weil der Boden zu uneben und zu weich war“, erläuterte das anwesende Prüferteam. Jetzt benötige man Noppen- oder Fußballschuhe, um auf dem künstlichen Grün zu laufen. Als Alternative bleibe dann nur noch die asphaltierte Kolpingsiedlung. „Wir hätten für unsere neue breite Sprunggrube gerne eine längere Anlaufstrecke gehabt. Dann hätten wir so wenigstens die 50 Meter dort abnehmen können“, offenbarte Grünewald. „Leider hat die Stadt das nicht genehmigt.“

Verbesserungsbedarfe nicht nur in Walstedde

Verbesserungsbedarf sieht Fronda aber nicht nur beim Walstedder Sportplatz, sondern auch in Drensteinfurt und Rinkerode. „In Stewwert wird die Laufbahn immer gefräst beziehungsweise aufgelockert“, bemerkte die Stützpunktleiterin. „Das ist für uns dann aber viel zu gefährlich, weil man auf den Brocken ausrutschen oder stolpern könnte. Zudem ist der Untergrund dann zu weich“, so Fronda weiter, die versprach, sich um die Angelegenheiten zu kümmern. „Das Material muss stimmen, ansonsten läuft´s nicht“, bekräftigte auch Manfred Kraft.

Zum Abschluss wünschte sich Claudia Grünewald noch, alle letztjährigen Teilnehmer auch in diesem Jahr beim Ablegen des Sportabzeichens wiederzusehen: „Bringt auch alle eure Freunde, Bekannten und Nachbarn mit. Zusammen macht es einfach noch mehr Spaß.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6374390?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57551%2F
Rund 100 Demonstranten protestieren gegen Sarrazin
Knapp 100 Personen demonstrierten vor der Stadthalle in Hiltrup gegen den Sarrazin-Auftritt.
Nachrichten-Ticker