Jahreshauptversammlung des SV Drensteinfurt
Nach 18 Jahren ist Schluss: Heinsch legt sein Amt als Geschäftsführer nieder

Drensteinfurt -

Eine neue Satzung, ein altes Problem, neue Gesichter im Vorstand und langjährige Mitglieder, die geehrt wurden, eine verbesserte finanzielle Lage und eine zufriedenstellende sportliche Situation – so lässt sich kurz und knapp die Versammlung zusammenfassen, die der Sportverein Drensteinfurt (SVD) am Freitagabend in der Gaststätte Haus Averdung abhielt.

Montag, 15.04.2019, 17:20 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 17:22 Uhr
Ehre, wem Ehre gebührt: Der 1. Vorsitzende Dieter Heeren (rechts) und der bisherige Geschäftsführer Uwe Heinsch (links) zeichneten langjährige Mitglieder aus: (v.l.) Dennis Wagner, Daniel Möllers, Bernhard Schmand, Björn Dahlmann, Dominik Heinsch und Udo Friedag.
Ehre, wem Ehre gebührt: Der 1. Vorsitzende Dieter Heeren (rechts) und der bisherige Geschäftsführer Uwe Heinsch (links) zeichneten langjährige Mitglieder aus: (v.l.) Dennis Wagner, Daniel Möllers, Bernhard Schmand, Björn Dahlmann, Dominik Heinsch und Udo Friedag. Foto: Kleineidam

Rund 80 Mitglieder, und damit etwa doppelt so viele wie im Jahr zuvor, kamen zur Versammlung. Der Diskussionsbedarf war groß: Erst nach dreieinhalb Stunden war Schluss.

Ein besonderer Moment war die Verabschiedung von Uwe Heinsch. Der bisherige Geschäftsführer, der sich insgesamt 18 Jahre und in verschiedenen Funktionen im Vorstand des SVD engagierte, stellte sich aus persönlichen und beruflichen Gründen nicht erneut zur Wahl – und hatte das schon im Herbst angekündigt. Heinsch sprach von einer „geilen Zeit“, „viel Arbeit“ und auch von Jahren, die nicht so schön gewesen seien. Unter dem großen Applaus der Anwesenden sicherte er zu: „Ich bin nicht aus der Welt.“ Von seinen Vorstandskollegen bekam der frühere Fußball-Seniorenobmann eine Fotocollage überreicht, von der ersten Mannschaft ein Trikot mit der Nummer 18.

Ein Trikot zum Abschied: Uwe Heinsch (Zweiter von links) erhielt von der ersten Mannschaft ein jersey mit der Nummer 18 und von seinen Vorstandskollegen Dieter Heeren (links), Stephan Müller (rechts) und Alexander Moos eine Fotocollage.  Foto: Kleineidam

Ein Trikot zum Abschied: Uwe Heinsch (Zweiter von links) erhielt von der ersten Mannschaft ein jersey mit der Nummer 18 und von seinen Vorstandskollegen Dieter Heeren (links), Stephan Müller (rechts) und Alexander Moos eine Fotocollage.  Foto: Kleineidam

Heinschs Nachfolger als Geschäftsführer ist Richard Olbrich . Als 1. Vorsitzender wurde Dieter Heeren , der seit November 2017 im Amt ist, wiedergewählt, als 2. Kassierer der frischgebackene Vater Michael Knispel. Neue Beisitzer sind Bernd Drepper und Jan Wiebusch, die das Gremium des SVD weiter verjüngen. Alfons Hunsteger, bislang ebenfalls Beisitzer, bleibt als Datenschutzbeauftragter im Vorstand. Neuer Tischtennis-Obmann ist Magnus Losinzky.

Olbrich folgt auf Heinsch als Geschäftsführer

Begonnen hatte die Versammlung (Heeren: „Wir haben ein volles Programm“) mit den Ehrungen verdienter Mitglieder. Für 25 Jahre im Verein wurden Björn Dahlmann, Dominik Heinsch, Daniel Möllers und Dennis Wagner ausgezeichnet. Seit 40 Jahren hält Udo Friedag dem Verein die Treue, seit 60 Jahren Bernhard Schmand. Alle erhielten Stewwert-Taler als Präsent. Nicht anwesend waren Stephan Holle, Timo Lammersmann, Dirk Mackenbrock, Elmar Rademacher, Markus Suntrop und Jonas Volkmar (alle 25 Jahre Mitglied), Thorsten Bories, Carsten Engels und Roland Schouwstra (alle 40 Jahre) sowie Alfred Reinker und Erich Suntrop, die beide auf stolze 70 Jahre kommen.

Zahlreiche Ehrungen

Im Vorstandsbericht dankte Heeren den Obleuten der Abteilungen und den ehrenamtlichen Übungsleitern. „Ohne deren Engagement wäre das Angebot gar nicht aufrechtzuerhalten“, betonte der Vorsitzende. „Sehr wichtig“ war Heeren, „dass wir die Finanzen ordnen“. Zur Konsolidierung wurden unter anderem die Ausgaben überprüft, Abteilungskonten eingeführt und es wurde ein Haushaltsplan erstellt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nach einem erneuten Minus im Geschäftsjahr zuvor präsentierte der 1. Kassierer Stephan Müller den Mitgliedern diesmal ein positives Ergebnis. Dazu trugen vor allem erhöhte Mitgliedsbeiträge, aber auch mehr Sponsorengelder und Spenden bei. Für seine Arbeit bekam Müller ein großes Lob vom Kassenprüfer Heinz-Dieter Heinrich. Dessen Antrag, den Vorstand zu entlasten, wurde stattgegeben.

Positives Ergebnis des Geschäftsjahres

Anders sah es bei einem vor der Versammlung eingereichten Antrag aus, der vorsah, dass Mitglieder ab dem vollendeten 70. Lebensjahr bei Heimspielen der ersten Mannschaft keinen Eintritt mehr zahlen müssen. Der wurde abgelehnt und kommt im nächsten Jahr eventuell in abgeänderter Form erneut auf die Tagesordnung. Denn die „Erste“ um Trainer Oliver Logermann erklärte sich bereit, die Eintrittsgelder für Mitglieder ab einem bestimmten Alter aus der Mannschaftskasse zu bezahlen.

1. Mannschaft will Eintrittsgelder für ältere Mitglieder zahlen

Genehmigt wurde die Neufassung der Vereinssatzung. Die ist laut Dieter Heeren notwendig geworden, um die Aktivitäten des Sportvereins als gemeinnützige Organisation den Realitäten anzupassen und gesetzliche Vorgaben (Datenschutz-Grundverordnung) aufzunehmen. Der Entwurf wurde vom Finanzamt und juristisch geprüft. Über die Satzung wurde ebenso kontrovers und langatmig diskutiert wie über den „Grascheplatz“ im Erlfeld, dessen schlechter Zustand jedes Jahr thematisiert wird, und die Platzbelegung.

In den Berichten der Abteilungen informierte Jugendobmann Manfred Drepper über 15 Nachwuchsmannschaften (darunter zwei für Mädchen) und Seniorenobmann Alexander Moos über den „hervorragenden zweiten Platz“ der Bezirksliga-Truppe sowie die neu gemeldete dritte Mannschaft. Manfred Möllers freute sich über 105 Mitglieder in der vor zehn Jahren gegründeten Bouleabteilung.

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