Fußball: Kreisliga A2 Münster
Der SV Rinkerode geht furchtlos ins neue Jahr

Rinkerode -

Gleich die gesamte Spielachse des vergangenen Spieljahres bricht dem SV Rinkerode in der kommenden Saison weg – Zeit, durchzudrehen? Nein! Beim SVR bleiben sie entspannt. Denn: Auch durch die Abschiede entstehen ja so manche Chancen. Und die Vorsaison war derweil nicht in einem Wort zu umschreiben.

Dienstag, 02.07.2019, 17:54 Uhr
Einer der Hoffnungsträger des SV Rinkerode: Luis Bertels (l.), ein Mann, für den man den Begriff „Allrounder“ wohl einst erschaffen hat. Er gehört zu denjenigen, die am ehesten die Lücke füllen könnten, die Maximilian Groß, Jan Hoenhorst oder Stefan Pöhler aufreißen.
Einer der Hoffnungsträger des SV Rinkerode: Luis Bertels (l.), ein Mann, für den man den Begriff „Allrounder“ wohl einst erschaffen hat. Er gehört zu denjenigen, die am ehesten die Lücke füllen könnten, die Maximilian Groß, Jan Hoenhorst oder Stefan Pöhler aufreißen. Foto: Heimspiel/Teipel

Angst? Nein, die verspürt Roland Jungfermann nicht. Mit Jan Hoenhorst, Maximilian Groß und Stefan Pöhler verliert der Trainer des Fußall-A-Ligisten SV Rinkerode zwar seine gesamte Spielachse. Doch das treibt ihn nicht in den Wahnsinn. In Sachen Personalwechsel kennen sie sich nach der abgelaufenen Saison schließlich auch aus beim SVR.

Denn was war das bloß für ein Seuchenjahr des Tabellensechsten? Ab und an fehlten ganze 13 Mann. Wie in Albachten Anfang November. Trotzdem führte die gelbschwarze Rumpftruppe mit 1:0. Erst in der Schlussphase drehte der spätere Meister aus Albachten das Match in ein 2:1. „Wir waren in der Hinrunde schon ein Stück weit stolz, dass es so gut lief“, schaut Jungfermann zurück. Mannschaftsgeist, Einstellung, das habe gestimmt.

Der Glaube geht verloren

Es folgten die Auftritte beim SV Bösensell und daheim gegen Davaria Davensberg. Jeweils verpennte der SVR den Spielstart, drehte auf – und verlor dennoch zweimal mit 2:3 trotz eigenem Einbahnstraßenfußball. Danach, so das Resultat der Saisonanalyse, sei bei seinen Spielern der Glaube allmählich flöten gegangen, noch einmal an die oberen Plätze anzuklopfen.

Sechster? „Nein! Vierter!“

So wurde es eben Platz sechs. „Na ja“, korrigiert Jungfermann, „eigentlich ja Platz vier.“ Stimmt. In der Kreisliga zählt das Torverhältnis nicht, sowohl die Zwote des TuS Altenberge als auch Wacker Mecklenbeck waren punktgleich, sammelten wie der SVR 51 Zähler.

Vorne zu wenig, hinten zu brav

Was sonst noch fehlte? Tore. „Wir hätten bestimmt 20 mehr machen müssen“, legt Jungfermann den Finger in die Wunde. Am Ende waren es 65. Immerhin der fünftbeste Wert der Liga. Nicht schlecht, aber nicht gut genug.

Zweiter Schwachpunkt: 55 Gegentore waren zu viel, die zweitmeisten der Teams der oberen Tabellenhälfte. „Da waren wir nicht immer gallig – und vorne nicht immer konsequent.“ Die Saison 2018/19 in einem Wort zu beschreiben? Schwer. „Ich brauche zwei: Zu wenig“, antwortet der SVR-Trainer auf diese Frage.

In der Defensive hatte Dirigent Pöhler die Hosen an. Er tritt kommendes Jahr kürzer. Top-Torjäger Hoenhorst (17 Treffer) geht zum SV Herbern, Spielgestalter Groß macht sich auf zum SV Drensteinfurt.

Ein Trio, das Hoffnung gab

Wer soll das auffangen? Vielleicht ja Luis Bertels. „Er kann fast alles spielen,“, berichtet Jungfermann. Sechser, Zehner, hinter den Spitzen, Außenverteidiger: Vielseitig, flexibel – und verdammt verbissen. „Er gibt immer alles, ob im Training oder Spiel“, lobt der Trainer. David Kapuschzik startete nach fünf Jahren Fußballpause durch. „Er war ein Gewinn für uns“, meint Jungfermann. Gilt auch für Julian Vogt, den Jungfermann als „sehr solide und unaufgeregt“ beschreibt.

Drei, die relativ unbeschadet durchs Jahr kamen. Ausnahmen. Hoffnungsträger. „Es wird künftig auf andere Dinge ankommen: Wir werden auch mal geduldiger spielen müssen“, schaut Jungfermann nach vorne. „Das Spiel mal mehr dem Gegner überlassen. Und es bietet anderen die Chance, mal aus dem Schatten von Jan, Maxi und Co heraus zu treten.“

Dabei helfen sollen auch Nils Wilmer aus der eigenen A-Jugend. „Er hat eine ähnliche Status wie Jan Hoenhorst“, erklärt Jungfermann. Vom SV Biemenhorst (Kreis Borken) kommt Julian Schlitte. Ein Sechser oder Innenverteidiger, immerhin bezirksligaerfahren.

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