Tennis
Eine Win-Win-Situation

Drensteinfurt -

Es ist eine klassische Win-win-Situation. Die Kinder der Kita „Die Zwergenburg“ lernen das Rückschlagspiel kennen und entwickeln sich motorisch, der Tennis-Club Drensteinfurt freut sich über Nachwuchs und erhofft sich neue Mitglieder.

Freitag, 05.07.2019, 13:56 Uhr
Freuen sich über die gute Zusammenarbeit: (h.v.l.) Kita-Leiterin Petra Wrede, Tennistrainer Wilhelm Gatzke und TCD-Geschäftsführer Gerhard Herrmann. Die Kinder Linus Bernsmann (vorne von links), Sarah Urban, Lorenz Bork, Robin Bernsmann, Mats Herrmann und Leon Tenberge nehmen das Angebot montags aktuell wahr.
Freuen sich über die gute Zusammenarbeit: (h.v.l.) Kita-Leiterin Petra Wrede, Tennistrainer Wilhelm Gatzke und TCD-Geschäftsführer Gerhard Herrmann. Die Kinder Linus Bernsmann (vorne von links), Sarah Urban, Lorenz Bork, Robin Bernsmann, Mats Herrmann und Leon Tenberge nehmen das Angebot montags aktuell wahr. Foto: TC Drensteinfurt

Seit vier Jahren besteht die Zusammenarbeit zwischen dem TCD und der Stewwerter Kindertagesstätte mittlerweile. Beide Seiten sprechen von einer „engen Kooperation“ und einer „Erfolgsstory“, wie es der Geschäftsführer des Sportvereins, Gerhard Herrmann , ausdrückt.

Die erste Kooperationsvereinbarung datiert vom 1. Mai 2015. Petra Wrede , die Leiterin der Kita im Konrad-Adenauer-Gebiet, sprach die Verantwortlichen des TCD an. „Tennis ist meine Leidenschaft. Ich habe den Sport jahrelang selbst betrieben und war Jugendtrainerin“, so Wrede, deren Tochter Lisa für die U18-Juniorinnen des Tennis-Clubs aktiv ist, ihre Beweggründe. 2016 wurde eine unbefristete Kooperation abgeschlossen.

Die Konstellation bietet für alle Beteiligten Vorteile. In den Räumen der Kita an der Weidenbrede findet regelmäßig Training statt, das sich an die angehenden Schulkinder, die „Maxikinder“, richtet. In Gruppen à sechs Kindern wird freitags in der kleinen Halle geübt. Von 9 bis 10 Uhr kümmert sich Nadine Helfenbein um den Nachwuchs, von 11 bis 12 Uhr Wilhelm Gatzke. Beide kommen aus Ahlen, beide haben einen Trainerschein. Unterstützt werden sie von Petra Wrede und Agnes Hörsting, einer Mitarbeiterin der Kita. Die Stunden werden unter Verwendung kindgerechter Materialien „spielerisch, altersgemäß und mit viel Freude gestaltet“, berichtet Wrede. Übungen zur Verbesserung der Auge-Hand-Koordination stehen ebenso auf dem Stundenplan wie Ballgewöhnung. Natürlich benutzen die Kleinen andere Bälle und kleinere Schläger als die Großen. „Wir sind gut ausgestattet“, sagt Wrede.

Über die beiden Trainer besteht laut Herrmann die Möglichkeit, die Kita-Kinder und deren Eltern gezielt anzusprechen und den Nachwuchs für Einheiten auf der Tennisanlage des TCD an der Kleiststraße zu gewinnen. „Wir bieten ein Schnuppertraining über zwei Monate an“, sagt der Geschäftsführer. Im Sommer wird auf Asche, im Winter in der Halle trainiert. Die „Maxikinder“ treffen sich montags, die Erstklässler, also diejenigen, die ein Jahr zuvor noch die „Zwergenburg“ besucht haben, montags und dienstags. „Nach dem Schnuppertraining fragen wir die Eltern, ob ihre Kinder weitermachen möchten“, erklärt Herrmann. Nach dem ersten Jahr der Kooperation seien es vier, fünf gewesen, die dem TCD erhalten geblieben sind, 2018 hätten sich sogar neun Kinder dazu entschlossen. „Wir versuchen, die Kinder in der Grundschule weiter zu begleiten“, so Herrmann.

Die Kooperation wird vom Landessportbund NRW unterstützt. Wrede ist begeistert: „Wir treten auch bei Veranstaltungen wie dem Summer Feeling in der Innenstadt gemeinsam auf.“ Und wenn die Kita zum Sportfest oder zum Tag der offenen Tür einlädt, ist der TCD auch vertreten.

Mitte September geht die Kooperation ins fünfte Jahr. In dem Monat bietet der TC Drensteinfurt in der Halle auch wieder das Ball- und Schläger-Kibaz (Kinderbewegungsabzeichen) an. Für die nötigen Materialien bekommt der Tennis-Club 400 Euro Förderung vom LSB. Wrede ist sich sicher: „Wenn die Kinder begeistert sind, zieht es auch die Eltern zur Tennisanlage.“ Das wäre auch ganz im Sinne des TCD.

 

 

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