Frauenfußball
Gekommen um zu bleiben

Walstedde -

Von 2006 bis 2009 war Holger Kürpick bereits Übungsleiter bei den Fußballerinnen von Fortuna Walstedde. Damals war er erst noch als Co-Trainer unter Christian Rätzel tätig, später dann hauptverantwortlich für die in der Landesliga kickende Truppe. Nach mehreren Stationen – unter anderem bei TuS Wickede/Ruhr, BW Sünninghausen, SuS Scheidingen und BV Bad Sassendorf – ist der 43-jährige Lagerist aus Welver nun zurück im Lambertusdorf und möchte als Nachfolger von Martin Averkamp auch längerfristig bei den Fortuninnen anheuern.

Freitag, 05.07.2019, 15:12 Uhr
Äußerst früh sind die Fußballerinnen von Fortuna Walstedde in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Der neue Trainer Holger Kürpick möchte nichts dem Zufall überlassen.
Äußerst früh sind die Fußballerinnen von Fortuna Walstedde in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Der neue Trainer Holger Kürpick möchte nichts dem Zufall überlassen. Foto: Simon Beckmann

Von 2006 bis 2009 war Holger Kürpick bereits Übungsleiter bei den Fußballerinnen von Fortuna Walstedde. Damals war er erst noch als Co-Trainer unter Christian Rätzel tätig, später dann hauptverantwortlich für die in der Landesliga kickende Truppe. Nach mehreren Stationen – unter anderem bei TuS Wickede/Ruhr, BW Sünninghausen, SuS Scheidingen und BV Bad Sassendorf – ist der 43-jährige Lagerist aus Welver nun zurück im Lambertusdorf und möchte als Nachfolger von Martin Averkamp auch längerfristig bei den Fortuninnen anheuern. Mit WN-Mitarbeiter Simon Beckmann sprach der C-Lizenz-Inhaber über den Auftakt, den Staffelwechsel und die Personalplanung.

Herr Kürpick, wie ist es für Sie, wieder als Trainer in Walstedde auf dem Platz zu stehen?

Holger Kürpick: Das ist vergleichbar mit einem Jungen, der wieder zurück zur Familie kommt (lacht). Ich freue mich auf die Aufgabe.

Vor etwas mehr als einer Woche war Vorbereitungsauftakt. Neben 21 Trainingseinheiten sind auch fünf Testspiele geplant. Auf was mussten sich die Spielerinnen einstellen?

Kürpick: Am Anfang wartete nur ein lockerer Aufgalopp auf die Mädels mit ein paar Aufwärm- und Passübungen sowie ein wenig Stabilisation und Koordination. Das kennen die Mädels vielleicht in der Form nicht so – schließlich macht ja jeder Coach anderes Training. Aber daran sollten sie sich schon einmal gewöhnen. Dienstag haben wir viel mit Ball gemacht. Das möchte ich auch so beibehalten. Spielformen, Passübungen und dementsprechend auch Konditionssachen – alles mit dem Spielgerät. Sture Ausdauerläufe und Waldläufe gibt es bei mir nicht.

Die richtige Mischung, um nicht wieder wie in den vergangenen beiden Spielzeiten im Abstiegskampf mitzumischen?

Kürpick: Erstmal freuen wir uns, dass wir die Staffel wechseln konnten. Ein bisschen ärgerlich ist, dass wir eine 16er Staffel erwischt haben. Da wird es mit Sicherheit fünf Absteiger geben. Das ist noch einmal eine Herausforderung mehr. Für uns zählt nur der Klassenerhalt. Denn ich will die Mannschaft jetzt kennenlernen, mit ihr in der Liga bleiben und dann weiter kontinuierlich aufbauen. Zuhause hatte das Team in der letzten Saison bekanntlich keine Probleme, auswärts schon eher. Ich denke, dass wir uns im Münsterland wohler fühlen als im Ruhrpott. Vielleicht gehen wir da vom Kopf auch anders zu Werke.

Also planen Sie, schon längerfristig Ihre Zelte in Walstedde aufzuschlagen?

Kürpick: Ja. Ich plane schon, hierzubleiben, wenn es vom Verein und der Mannschaft von der Chemie und vom Sportlichen her passt.

In welchen Bereichen möchten Sie das Team denn weiterentwickeln?

Kürpick: Die Offensive war bis jetzt die Stärke der Truppe. Was ganz klar auffällt, ist, dass hinten die Stabilität fehlt. Daran müssen wir arbeiten – auch taktisch. Dafür werden wir jetzt die Sommermonate nutzen. Das Gleiche gilt für Standards. Wir müssen bei Freistößen und Eckbällen mehr Gefahr ausstrahlen.

Wie sieht es denn mit Neuzugängen aus?

Kürpick: Lisa Jürling kehrt vom SV Herbern zurück. Daneben können wir noch Sandra Nowak und Nicole Brandt – beide vom SVE Heessen – neu bei uns begrüßen. Lara Zirkel zählt auch schon fast als Neuzugang. Sie hatte ein Jahr wegen ihrer Ausbildung pausiert und ist jetzt wieder zurück. Der Kader kann nicht groß genug sein.

Was ist mit Abgängen?

Kürpick: Es ist nicht allzu oft mit Klara Kalverkamp zu rechnen. Sie studiert ja in München und hilft über ihr Zweitspielrecht aus, wenn sie mal wieder in der Heimat ist. Michelle Stiens ist in Umständen und pausiert. Stefanie Mainusch fällt wahrscheinlich verletzt die ganze Saison aus. Alina Funke laboriert ebenso an einer Knieverletzung. Insgesamt summiert sich unser Kader dann auf 24 Spielerinnen.

Was erwarten Sie vom Wechsel in die Staffel 6?

Kürpick: Schönere Sportanlagen, saubere Umkleidekabinen und andere Gegner (lacht). Da sind welche dabei, die kenne ich gar nicht. Andere wie Wolbeck oder Alverskirchen schon. Gegen die habe ich schon oft genug gespielt. Mit Aasee und Gremmendorf II sind aber auch zwei gute Aufsteiger dabei, die sicherlich zwischen dem fünften und achten Platz rangieren werden. Ich erwarte aber auch, dass meine Mannschaft motivierter auftreten wird als im Ruhrgebiet.

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