Fußball: Kreisliga A
Torjäger Ratering steigert die Qualität der SG Sendenhorst

Sendenhorst -

Er ist der Mann für die wichtigen, die richtungweisenden Tore. Bereits elfmal hat sich Marek Ratering in die Torschützenliste der SG Sendenhorst eingetragen. Zuletzt fehlte sein Name allerdings auf dem Spielberichtsbogen. Aber verletzt ist der 25-Jährige nicht.

Freitag, 08.11.2019, 15:38 Uhr
Zur Stelle, wenn es darauf ankommt: Marek Ratering traf für die Kraus-Kicker bereits elfmal. Dabei ist der 25-Jährige in der Regel der Mann für die wichtigen Treffer.
Zur Stelle, wenn es darauf ankommt: Marek Ratering traf für die Kraus-Kicker bereits elfmal. Dabei ist der 25-Jährige in der Regel der Mann für die wichtigen Treffer. Foto: Daniel Langen

Eigentlich waren die Personalplanungen der SG Sendenhorst für die Kreisliga A längst abgeschlossen. Da bekam Trainer Florian Kraus , der noch auf der Suche nach einem Nachfolger für den gerade zu Viktoria Rietberg abgewanderten Steffen Uphus war, doch noch einen Tipp zugeflüstert. Ein gewisser Marek Ratering sollte nach einem Auslandsaufenthalt wieder in heimische Gefilde zurückkehren.

Kraus zögerte nicht lange und rief den noch auf dem Rückflug aus Indien befindenden Stürmer an, vereinbarte in Kürze ein Treffen. Dass dies am Ende gut verlief und zur Verpflichtung des jungen Stürmers vom TSV Ostenfelde führte, darüber freuen sie sich bei der SG heute ein Loch in den Bauch.

Er trifft und trifft und trifft

Der 25-jährige Oelder ist bei den Rot-Weißen voll eingeschlagen. In erster Linie macht der junge Stürmer bislang nämlich das, was sie sich bei der SGS von ihm erhofft hatten, aber in dieser Form auch nicht erwarten konnten. Er trifft und trifft und trifft. Ganz elf Tore stehen für den Offensivspieler nach zwölf Partien bislang zu Buche. Nachdem die Kraus-Kicker in den letzten Jahren häufig so ihre Problem beim Torabschluss offenbarten, steht nun endlich wieder ein richtiger Torjäger in ihren Reihen, der schon jetzt mehr Tore erzielt hat, als die besten Schützen der letzten Jahre.

Da kann noch mehr kommen.

Florian Kraus, Trainer der SG Sendenhorst

Natürlich zur Freude des Coaches. „Marek ist nicht nur ein toller Mensch, er ist ein Glücksfall für die SG. Als Typ passt er super in die Mannschaft und macht extrem wichtige Tore für uns“, sagt Kraus, ehe er ergänzt:“ Ich bin mir aber sicher, dass er noch Luft nach oben hat. Da kann noch mehr kommen“.

Besonders erwähnenswert ist bei genauer Betrachtung zudem, dass der Neuzugang selten zu unwichtigen Treffern, etwa bei hohen Siegen, neigt. Er trifft regelmäßig, häufig nur einmal im Spiel – und dann meistens auch noch zum ersten Treffer seines Teams. Die besonders wichtigen Tore also. Warum das so gut klappt, das weiß der viel Gelobte selbst nicht so genau: „Ich mache mir vor dem Tor komischerweise nicht so viele Gedanken und habe dann vielleicht auch noch das nötige Glück dazu“. Auch über seine erzielten Tore hinaus bringt der im Qualitätsmanagement eines großen Unternehmens arbeitende Fußballspieler seine Stärken beim Abschirmen des Balles sehr gut ein. Darüber hinaus hat er sich schon in der Kürze der Zeit auch als Führungsspieler innerhalb des Teams einen Namen gemacht.

Aufhorchen lässt der Goalgetter, wenn er über die Gründe für seinen Wechsel zur SG Sendenhorst spricht: „Ich wollte nicht einfach irgendwo spielen. Ich habe mich für einen Wechsel zur SG entschieden, weil der Verein genau so familiär wie der TSV in Ostenfelde ist. Ich möchte hier neue Freunde gewinnen und einfach Spaß beim Fußballspielen haben“.

Feldverweis stoppt Tatendrang

Gesagt, getan – und zur Freude aller Beteiligten. Dass der aktuelle Lauf des Stürmers am vorletzten Spieltag aufgrund einer Roten Karte so abrupt enden sollte, dass hatten sie sich in Club aber dann doch anders vorgestellt. Er soll dem Unparteiischen in der Partie vor zwei Wochen gegen den SC Füchtorf (2:2) den Vogel gezeigt haben.

Bald wird Marek Ratering den aber wieder auf dem Platz und im SG-Dress abschießen.

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