Fußball: Bezirkliga
SV Drensteinfurt zieht eine zufriedene Halbzeitbilanz

Kreis Warendorf -

Nach Ende der Hinrunde pausiert die Bezirksliga Staffel 7 für einen Sonntag. Nicht aber der SV Drensteinfurt, der im Kreispokal-Viertelfinale in Greven (Samstag, 16 Uhr) gefordert ist. Nach Platz zwei und einer vielversprechenden Halbzeitbilanz soll der nächste Coup folgen.

Freitag, 22.11.2019, 15:04 Uhr
Haben die Nase vorn: Christoph Lübke (r.) und der SV Drensteinfurt rangieren zur Halbzeit der Bezirksliga-Saison vor Pierre Jöcker und dem TuS Freckenhorst. Beide Vertreter des Fußballkreises Münster/Warendorf zählen zu den Top-Teams der Liga.
Haben die Nase vorn: Christoph Lübke (r.) und der SV Drensteinfurt rangieren zur Halbzeit der Bezirksliga-Saison vor Pierre Jöcker und dem TuS Freckenhorst. Beide Vertreter des Fußballkreises Münster/Warendorf zählen zu den Top-Teams der Liga. Foto: Schaper

Halbzeit in der Fußball-Bezirksliga. Zum Ende der Hinrunde blicken der SV Drensteinfurt und der TuS Freckenhorst – die beiden Vertreter des Fußballkreises Münster/Warendorf in der Staffel 7 – zufrieden auf den ersten Saisonteil zurück.

Fast im Gleichschritt schreiten beide Mannschaften durch die Saison. Während der SVD Spitzenreiter SG Bockum-Hövel dicht auf den Fersen ist, lauert der TuS Freckenhorst auf Platz vier dahinter. „Wir wussten schon zu Beginn der Saison, dass wir über einen sehr guten Kader verfügen. Da wir bisher mit wenig Verletzungen durch die Saison gekommen sind, stehen wir nun auf Platz zwei und hoffen, dass wir in der Rückrunde auch weiterhin konstant gut spielen“, erläutert Drensteinfurts Trainer Oliver Logermann .

Wir wussten schon zu Beginn der Saison, dass wir über einen sehr guten Kader verfügen

SVD-Trainer Oliver Logermann

Auch beim TuS Freckenhorst herrscht Freude. „Mit Rang vier sind wir vollauf zufrieden. Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen. Im Vorjahr wären wir fast abgestiegen, nun findet man uns oben in der Tabelle wieder“, erklärt Christian Franz-Pohlmann .

Dabei hätte der TuS dem Trio aus Bockum-Hövel, Drensteinfurt und Westönnen sogar noch enger auf den Leib rücken können, wenn er sich nicht am vergangenen Sonntag die erste Heimniederlage gegen Oestinghausen eingefangen hätte. „Personell sind wir auf dem Zahnfleisch gegangen. Zudem haben die beiden Top-Torjäger Pierre Jöcker und Stan Schubert gefehlt. Das war irgendwann nicht mehr zu kompensieren“, so Franz-Pohlmann. Dennoch ist er insbesondere mit den Heimvorstellungen seines Teams überaus zufrieden.

Ein Blick in die Historie verrät, dass seine Mannschaft auf den Rekordspuren der Saison 2005/06 wandelt. 31 Zähler in 15 Spielen holte die Franz-Pohlmann-Truppe und stellte damit den Rekord der Walz-Elf aus dem Jahre 2005/06 ein. Damals wurde der TuS bekanntlich Vizemeister. Doch Franz-Pohlmann tritt auf die Euphoriebremse: „Vom Aufstieg sind wir weit entfernt. Wir haben eine junge Truppe, die sich erst entwickeln muss.“

Diogo ist ein absoluter Führungsspieler. Er reißt das ganze Team mit

SVD-Trainer Oliver Logermann

In Drensteinfurt hofft Coach Logermann indes, diesen doch realisieren zu können. „Wir haben ein sehr gutes Kollektiv, der Kader ist perfekt durchgemischt. Wenn wir weiterhin die Konstanz haben, können wir bis zum Ende um den Titel mitspielen.“ Auch die Drensteinfurter befinden sich auf Rekordkurs. Kein anderes Team kassierte so wenig Gegentreffer (0,8 pro Spiel). Die Torquote von 3,07 hat letztmals 2005 ein Drensteinfurter Team überbieten können (3,23), aber da spielte es noch in der Kreisliga B. Zudem haben die Stewwerter mit Diogo Costa einen überragenden Angreifer an Bord. „Diogo ist ein absoluter Führungsspieler. Er reißt das ganze Team mit“, lobt Logermann. Mit 16 Treffern führt er zusammen mit dem Oestinghauser Werthschulte die Torjägerliste an.

SVD ist ein Frühstarter

Die Drensteinfurter sind zu Beginn einer Partie immer schon hellwach. Die Torbilanz der Anfangsviertelstunde von 10:1 ist die beste der Liga. Zudem gingen sie am häufigsten mit 1:0 in Führung (zwölfmal) und gewannen elf dieser Spiele. Die Freckenhorster liefen hingegen schon sechsmal einem 0:1 hinterher. Doch deren Comeback-Qualitäten können sich sehen lassen. Die Hälfte dieser Partien gewannen sie. Obendrein genügt die Torbilanz der Schlussviertelstunde von 11:3 höchsten Ansprüchen. Nur Spitzenreiter Bockum-Hövel (12:1) und Westönnen (14:5) waren erfolgreicher.

Zu kritisieren hatten wohl auch deshalb beide Trainer kaum etwas. Schmerzhaft für den TuS war allenfalls der 2:3-Auftritt beim Abstiegskandidaten Westfalia Liesborn. SVD-Übungsleiter Oliver Logermann hadert dagegen immer noch mit der Auswärtspartie (1:2) der Stewwerter beim SC Sönnern: „Da liegen wir bis zur 90. Minute mit 1:0 in Führung und lassen noch zwei Gegentore zu und kassieren eine Rote Karte. Solche Punktverluste tun richtig weh.“

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