Handball: Kreisliga Damen
Vereint auf heimischer Scholle bei der HSG Ascheberg/Drensteinfurt

Drensteinfurt -

Julia und Sophia Bultmann haben bei der HSG Ascheberg/Drensteinfurt das Handballspielen erlernt. Es folgten berufliche und sportliche Abstecher nach Hamburg, Greven, Königsborn und Münster, ehe sie seit dieser Saison wieder beim heimischen Kreisligisten vereint sind.

Freitag, 31.01.2020, 18:54 Uhr
Julia (l.) und Sophia Bultmann spielen seit dieser Saison gemeinsam beim heimischen Handball-Kreisligisten HSG Ascheberg/Drensteinfurt.
Julia (l.) und Sophia Bultmann spielen seit dieser Saison gemeinsam beim heimischen Handball-Kreisligisten HSG Ascheberg/Drensteinfurt. Foto: Kay Siemund

Seit Saisonbeginn spielen Julia und Sophia Bultmann gemeinsam Handball für die HSG Ascheberg/Drensteinfurt . Bis es zur sportlichen Vereinigung auf heimischer Scholle kam, hat es jedoch eine Reihe von Jahren gedauert.

Sophia als die jüngere der beiden Schwestern war schon als Teenager mit so viel Talent und Ehrgeiz gesegnet, dass es sie frühzeitig zu Sparta Münster und zum Drittligisten SC Greven 09 zog. „Alle haben damals gezweifelt, dass wir die Klasse halten. Umso schöner war es, mit Greven in der Liga zu bleiben“, sagt die schnelle Linksaußen, die zuletzt auch im Rückraum eingesetzt wurde. Anschließend zog es die heute 26-jährige Malermeisterin gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Christina, die es inzwischen nach Höxter verschlagen hat und in Holzminden als Torhüterin aktiv ist, zum Oberligisten Königsborn. „2017 bin ich ihr dann zu Westfalia Kinderhaus II nachgedackelt“, erzählt Julia Bultmann mit einem Schmunzeln. „2019 habe ich Sophia überzeugt, wieder nach Ascheberg zu kommen.“

„Beide sind schon wahnsinnige Verstärkungen für uns. Ich bin froh, dass sie jetzt beide in Ascheberg spielen“, macht HSG-Coach Heinz Huhnhold seine Wertschätzung für das Geschwisterpaar deutlich. „Julia ist groß gewachsen und hat Durchschlagskraft, Sophia ist schnell auf den Beinen und kann einen Gegner austanzen. Zudem sind beide sehr flexibel einsetzbar.“

Zum Handballsport gebracht hat die drei Schwestern übrigens ihr älterer Bruder Thorsten, der aus beruflichen Gründen dem Sport inzwischen adieu gesagt hat. Anders ist es bei seiner Schwester Julia, die es als Rekruterin zwischenzeitlich nach Hamburg verschlagen hatte. Von 2014 bis 2017 kümmerte sie sich nicht nur um das Personalwesen einer großen Drogeriekette, sondern sie stieg mit dem TV Billstedt auch von der Bezirksliga in die Landesliga auf. „Das war irgendwie unreal. Wir haben gut gespielt, haben den Aufstieg aber nie im Blick gehabt“, sagt die 29-Jährige. „Vor dem letzten Spieltag hatten wir einen Punkt Vorsprung, haben dann knapp gegen den Tabellenvierten gewonnen und sind so Meister geworden. Das war cool.“

Ihre Lieblingsposition ist der linke Rückraum. „Spielmacherin bin ich nur, wenn ich muss. Ich mache lieber die Tore“, so die Shooterin, die aber auch auf halbrechts eingesetzt werden kann und auch schon mal mit links Treffer erzielt. „Das sind dann eher Zufallstore aus der Nahdistanz, aber ich kann auch mit links schreiben. Schuld daran ist vielleicht, dass ich die rechte Hand zweimal in Gips hatte.“

Mit der HSG steht das Duo aktuell auf Platz sechs der Kreisliga-Staffel. „Es macht Spaß mit meiner Schwester zu spielen. Ich musste mich erst daran gewöhnen, aber wir können uns auch gut pushen“, so Julia Bultmann. „Es war eine kleine Umstellung, aber wir verstehen uns gut“, berichtet Sophia, deren sportliche Vorbilder die Ex-Nationalspielerinnen Anja Althaus und Clara Woltering sind. „Ich spiele so lange, wie der Körper mitmacht und ich hätte nichts dagegen mit Ascheberg in die Bezirksliga aufzusteigen“, ergänzt ihre ältere Schwester.

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