Tennis: Damen 60 Westfalenliga
Plötzlich Westfalenmeister: Albersloh feiert Meistertitel

Albersloh -

Es ist in Sportkreisen ja nicht unüblich, die eigentlichen Saisonziele nach zu justieren, sobald die ersten Hürden der neuen Spielzeit genommen sind. Dass aber aus einem Projekt, das mit mit dem Namen „Klassenerhalt“ begann, eine Meisterfeier wurde, das ist durchaus bemerkenswert.

Montag, 17.02.2020, 20:02 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 17:02 Uhr
Sportlich und fair gratulierte das unterlege Team von TC BW Lemgo (rechts in weiß) den Albersloher Damen mit (von links): Kerstin Pöttner, Claudia Mersmann, Ulrike Goede-Rolf, Christiane Kuhlmann und Gela Rosery (auf dem Bild fehlen: Burgis Wöstmann, Brigitte Wulfekammer und Margit Jaspers).
Sportlich und fair gratulierte das unterlege Team von TC BW Lemgo (rechts in weiß) den Albersloher Damen mit (von links): Kerstin Pöttner, Claudia Mersmann, Ulrike Goede-Rolf, Christiane Kuhlmann und Gela Rosery (auf dem Bild fehlen: Burgis Wöstmann, Brigitte Wulfekammer und Margit Jaspers). Foto: GW Albersloh

Gelungen ist dieses Kunststück den Damen 60 aus Albersloh. Die Grün-Weißen waren mit bescheidenen Zielen in die Winterrunde gestartet, setzten sich schnell an die Tabellenspitze und feierten am vergangenen Wochenende mit ihrem 4:2-Auswärtserfolg gegen BW Lemgo den Westfalenmeistertitel. „Wir waren alle überrascht, damit hätten wir nie gerechnet“, sagt Mannschaftsführerin Kerstin Pöttner .

Wir waren alle überrascht, damit hätten wir nie gerechnet“, sagt Mannschaftsführerin Kerstin Pöttner.

Alles war angerichtet für das große Finale. Albersloh als Spitzenreiter musste bei Verfolger Lemgo antreten. Ein Unentschieden hätte bereits für den Titel gereicht. Bei einer Niederlage wäre Lemgo an den Grün-Weißen vorbeigezogen. „Und ganz ehrlich: Auch eine Niederlage wäre für uns nicht tragisch gewesen. Unsere Ziele für diese Spielzeit waren ganz andere.“

Alles war angerichtet für das große Finale. Albersloh als Spitzenreiter musste bei Verfolger Lemgo antreten. Ein Unentschieden hätte bereits für den Titel gereicht. Bei einer Niederlage wäre Lemgo an den Grün-Weißen vorbeigezogen. „Und ganz ehrlich: Auch eine Niederlage wäre für uns nicht tragisch gewesen. Unsere Ziele für diese Spielzeit waren ganz andere.“

Vielleicht war es eben jene Lockerheit, die Pöttner und ihren Teamkolleginnen zum Triumph verhalf. Nachdem Ulrike Goede-Rolf von der Aufgabe ihrer Gegnerin profitierte (2:5, Aufg.) und ihr Team dadurch in Front brachte, musste sich Christiane Kuhlmann ihrer Kontrahentin glatt in zwei Sätzen geschlagen geben (3:6, 1:6). Nervenstärke bewiesen anschließend Claudia Mersmann 86:2, 4:6, 11:9) und Kerstin Pöttner (6.1, 1:6, 7:10), die sich jeweils im Match-Tiebreak durchsetzten. Der Titel war bereits sicher. Den Siegpunkt holten dann Mersmann/Pöttner mit ihrem Doppel-Erfolg (4:6, 6:0, 10:5).

Ohne Niederlage und mit nur einem Verlustpunkt beendeten die Tennis-Damen die Westfalenliga-Spielzeit auf Rang eins. Faire Glückwünsche gab es von den unterlegenen Mannschaften. „Wir kennen uns untereinander in der Liga sehr gut – jeder gönnt dem anderen den Erfolg.“

Ein Schlüssel auf dem Weg zur Meisterschaft war, dass das GWA-Team von Verletzungen verschont blieb. „Wir haben häufig in Bestbesetzung spielen können“, sagt Pöttner, die bereits eine große Meisterfeier ankündigte. „Das ist ja schließlich das, was uns ausmacht. Das Miteinander.“

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